Zapote Baum
From Mexiko-Lexikon
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Allgemeines
Der Zapote-Baum (bot. Sapodilla / Manilkara zapota) , oder auch "Chico Zapote" oder "Chicle-Baum" genannt, wächst bis in eine Höhe von 1.200 Metern ü.M. in trockenen, feuchten, subtropischen Wald. Der "Chico Zapote" hat eine braune, mit grauen Flecken besetzte Rinde, kann bis zu 40 Meter hoch werden und entwickelt schmackhafte, süße Früchte. Neben diesen Früchten liefert der "Chico Zapote" aber hauptsächlich Latex für die Kaugummiherstellung. Der "Chico Zapote" wächst nur in Mexiko (Hautsächlich auf der Halbinsel Yucatán ), Belize und Guatemala. Obwohl der „Chewing Gum" heute zumeist eine synthetische Herstellung erfährt, wird der Latex in die USA, nach Europa und Asien exportiert. Japan und Korea sind die Hauptabnehmer. Aus diesem Latex wird zu einem Kaugummi und zum anderen medizinische Handschuhe hergestellt.
Chicle
Bereits die Hochkultur der Maya hatte herausgefunden, dass der dicke, milchige Saft des "Chico Zapote" an der Luft zu Gummi trocknet und sie kannten das Kauen des Gummis, das von ihnen „tzicli" genannt wurde . Nach der spanischen Eroberung im 16. Jahrhundert änderten die Spanier das Náhuatl Wort „tzicli" in „Chicle" ab.
Die Chicle Ernte erfolgt in der Regenzeit , wenn der Baum voller Saft ist, von Juli bis Februar.
Chicleros
Die Chicleros (Chicle- Zapfer) leben während der Ernte des "Chico Zapote" - Saftes meistens im Regenwald und besuchen oft nur Sonntags ihre Familien. Mit Hilfe von einem Seil, das um Stamm und Hüfte gelegt wird, besteigen die Chicleros den "Chico Zapote- Baum". Teilweise werden auch Steigeisen, die zum Schutz der Rinde mit Stoffstreifen umbunden sind, benutzt. Mit gezielten Zickzackhieben ihrer Macheten (Buschmesser) ritzen sie die Rinde V-förmig ein. Die Chicleros gehen sehr behutsam vor, denn der Baum darf nur knapp unter der Rinde verletzt werden. Dadurch wird gewährt, das der Baum sich regeneriert und er kann nach vier bis sechs Jahren erneut angezapft werden. Nach dem Einritzen dauert es nur wenige Minuten, bis der Saft aus dem Baum quillt. An der tiefsten Stelle des V-förmigen Einschnittes wird ein Jutesack gehangen. Über Nacht fließt der milchige Saft dann in den Jutesack. Später wird der Saft gekocht, womit ihm die Restfeuchtigkeit entzogen wird, gereinigt und nach dem Abkühlen in „Marqueta" (Blöcke) von mehreren Kilogramm gepresst. Diese traditionelle Form der Ernte wird schon seit Jahrhunderten von dem Vater an den Sohn weitergegeben. Außer Schlangenbisse besteht für die Chicleros noch die Gefahr, das sie aus Versehen mit der Machete das Seil kappen und abstürzen.
Siehe auch: Flora und Fauna
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