Tabasco (Bundesstaat)
From Mexiko-Lexikon
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| Hauptstadt | Villahermosa | ||
| Municipios | 17 | ||
| Lage | Östlich des Isthmus von Tehuantepec an der Küste des Golfes von Mexiko | ||
| Fläche | 25.267 km² (Stand 2000 lt. INEGI) | ||
| Einwohnerzahl | Ca. 1,5 Mio. | ||
| Klima | Tropisch schwül | ||
| Wirtschaft | Ölförderung, Viehzucht, Kakaobohnen, Bananen und Zuckerrohr, Tourismus . | ||
| Besonderheit | La Venta Park mit Funden aus der Olmeken – Zeit | ||
| Gouverneur | Andrés R. Granier Melo (PRI) | ||
| Website | http://www.tabasco.gob.mx/ | ||
Inhaltsverzeichnis |
Der Bundesstaat
Der Südost-Mexikanische Bundesstaat Tabasco, mit einer Fläche von 25.267 km² (Stand 2000 lt. INEGI), aufgeteilt in 17 Municipios, und ca. 1,5 Mio. Einwohner, befindet sich östlich des Isthmus von Tehuantepec an der Küste des Golfes von Mexiko. Die Hauptstadt von Tabasco ist Villahermosa. Tabasco grenzt im Osten an Campeche im Süden an Chiapas und im Westen an Veracruz.
Für den Namen Tabasco gibt es unterschiedliche Übersetzungen aus dem Náhuatl. Die bekanntesten sind „Überschwemmtes Land“ und "Land, in dem die Erde heiß und feucht ist".
Geschichte
Vorspanische Zeit:
Tabasco ist die Heimat der ältesten mexikanischen Hochkultur, der Olmeken. Archäologischen Funden nach zu urteilen, entstand die Kultur der Olmeken vor ca. 3.000 Jahren. Ihre Blütezeit lag zwischen ca. 1.200 und 400 vor Christus. Siedlungsgebiet der Olmeken, was in Náhuatl "Menschen aus dem Gummiland" bedeutet, war das Gebiet der heutigen mexikanischen Bundesstaaten Veracruz und Tabasco.
Viele Jahrhunderte nach den Olmeken siedelte eine weitere Hochkultur, die Hochkultur der Maya, in dem Gebiet von Tabasco, in Comalcalco , Pomoná, El Tortuguero und Jonuta. Die Blütezeit dieser Mayagruppen lag um 800-900 n.Chr.
Neuzeit:
Mitte der 70er Jahre zählte Tabasco noch zu den ärmsten Regionen des Landes bis Erdölfunde die Situation positiv veränderten. In den 80er Jahre verfügte daraufhin Tabasco über das zweithöchste Pro-Kopf-Einkommen aller Staaten des Landes.
Wirtschaft
Nachdem der Höhepunkt des Ölbooms überschritten war, konzentrierte sich der Staat zunehmend auf Viehzucht, Kakaobohnen , Bananen und Zuckerrohr.
Geografie
Die tropische Landschaft Tabascos ist geprägt von Regenwald und einem dichten Netz von Lagunen, Sümpfen und Flüssen mit einer artenreichen Tier-und Pflanzenwelt. Der Bundesstaat zählt zu den wasserreichsten Mexikos.
Tabasco wird geografisch in zwei Regionen eingeteilt: Region Grijalva und Region Usumacinta. Diese beiden Regionen werden wiederum in einzelne Subregionen aufgeteilt.
- Region Grijalva:
- Subregión Centro: Sie befindet sich im Zentrum des Bundesstaates, umfasst eine Fläche von 2.572,84 km² und repräsentiert 10,51 Prozent der Gesamtfläche des Bundesstaates. In dieser Subregion leben ca. 668.502 Menschen. Zu dieser Subregion gehören die Municipios (Gemeinden): Centro, Nacajuca und Jalpa de Méndez.
- Subregión Chontalpa: Flachland, umfasst eine Fläche von 7,606,09 km² und repräsentiert 31,08 Prozent der Gesamtfläche des Bundesstaates. In dieser Subregion leben ca. 714.613 Menschen. Zu dieser Subregion gehören die Municipios: Huimanguillo, Cárdenas, Comalcalco, Paraíso und Cunduacán.
- Subregión Sierra oder auch La Sierra: Gebirgiges Land, umfasst eine Fläche von 1.799,38 km² und repräsentiert 7,35 Prozent der Gesamtfläche des Bundesstaates. In dieser Subregion leben ca. 119.825 Menschen. Zu dieser Subregion gehören die Municipios: Teapa, Jalapa Tacotalpa sowie die „Reserva Ecológica Kolem Jaá“ und die „Reserva Ecológica Yu-Balcah“.
- Region Usumacinta:
- Subregión Pantanos: Sumpfgebiet , umfasst 6.588,39 km² . In dieser Subregion leben ca. 249.704 Menschen. Zu dieser Subregion gehören die Municipios Centla, Jonuta und Macuspana.
- Subregión Ríos: Flussgebiet, umfasst 10.426,61 km² . In dieser Subregion leben ca. 136.723 Menschen. Zu dieser Subregion gehören die Municipios Emiliano Zapata, Balancán, Tenosique, Centla und Jonuta.
Umgebung
- In Tabasco finden sich immer noch Regionen, wie z.B. unberührte Strände, Dschungel und Wasserwege die bislang noch fernab des Massentourismus liegen.
- Archäologische Stätten:
- Kulturelle Höhepunkte bietet Villahermosa, die Hauptstand des Staates, mit den Funden der Olmeken-Kultur aus La Venta.
- Die Insel La Venta war 1200 – 600 v.Chr. eines der wichtigsten Zentren der Olmeken und die dort gefundenen Monumentalkunstwerke sind im La Venta Park (Parque Museo la Venta ) ausgestellt.
- Eine weitere Kultstätte in Tabasco ist Comalcalco, eine 1820 entdeckte Maya-Stadt.
- Malpasito. Archäologische Zone der Maya-Kultur. Die Archäologische Zone Malpasito befindet sich im Dschungel der „Sierra Huimanguillo“, im äußersten Süden des Municipio Huimanguillo.
- Pomoná: Maya - Ausgrabungsstätte. Die Ausgrabungsstätte Pomoná befindet sich 185 Kilometer südöstlich von Villahermosa im Bezirk von Tenosique.
- Der kleine Ort Tapijulapa mit der Höhle „Cueva de Villa Luz“ (Höhle des beleuchteten Hauses) und einem Schwefelteich. Jedes Jahr findet am Sonntag vor Ostern in der Höhle „Cueva de Villa Luz“ das traditionelle Fest „Pesca de la Sardina“ der indigenen Bevölkerung der Zoque (auch Soque genannt) statt.
- Naturschutzgebiete:
- Yu-Balcah : Eine privatwirtschaftlich betriebene Öko-Reserve zum Erhalt der Biodiversität (Biologische Vielfalt) im tropischen Wald von Tabasco .
- Kolem Jaá : Eine Öko-Reserve zum Erhalt der Biodiversität (Biologische Vielfalt) im tropischen Dschungel von Tabasco.
- Yumka´: Naturschutz- und Tierpark . Befindet sich in der Nähe des Flughafens.
- Biosphärenreservat Pantanos de Centla.
Klima
Tropisches, schwüles Klima, wodurch besonders viele Mosquitos vorhanden sind.
Überschwemmung in Tabasco
Der Ende Oktober 2007 nach heftigen Regenfällen über die Ufer getretene Grijalva-Fluss ist mit verantwortlich für die schwersten Überschwemmungen im mexikanischen Bundesstaat Tabasco seit mehr als 50 Jahren und einer der schlimmsten Naturkatastrophen Mexikos. Verschärft wurde die Situation als aus Sicherheitsgründen die Talsperre Gral. Ángel Albino Corzo (Peñitas) auf Entscheidung der Bundesregierung geöffnet wurde, wodurch weitere riesige Wassermengen (1500 Kubikmeter Wasser pro Sekunde wurden abgelassen) in die Hochwasser führenden Flüsse Tabascos gelangten. Rund eine Million Menschen wurden obdachlos und 80 Prozent des Bundesstaates standen unter Wasser. In Villahermosa, der Hauptstadt des Bundesstaates, standen die Fluten des Río Grijalva teilweise 6 Meter hoch in den Straßen. Durch diese Naturkatastrophe wurde die gesamte Ernte vernichtet und viele Nutztiere verendeten.
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