Reisebericht: Merida – Izamal – Tulum

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Von Merida über Izamal nach Tulum

Reisedauer: 12 Tage (war im Mai 2007)

Ein paar kleine Daten vorab: ich bin 23, wir waren zu dritt unterwegs, summa summarum eine kleine rucksack-tour :)

Merida

Von Merida hab ich mir eigentlich garnicht so viel erwartet, v.a. ein "nettes" Städtchen. Ich fand's aber echt super. Ging schonmal damit los dass wir die wohl perfekte Unterkunft hatten: das "Luz en Yucatan", ein superkleines Hotel (nur 7 Zimmer oder so) und total gemütlich. Man hatte eigentlich eher den Eindruck bei ner Familie ein Zimmer in einem Haus gemietet zu haben als n Hotelzimmer. Auch der Besitzer war klasse, hat uns immer sehr wertvolle Tipps gegeben. Also das Luz en Yucatan kann ich echt nur jedem empfehlen der nach Merida kommt.
Von Merida aus haben wir 2 Tagestrips gemacht: der erste: wir haben uns ein Auto gemietet und sind im Süden von Merida eine Tour abgefahren. Mit dabei die Ruinenanlage Mayapan. Eine vergleichsweise kleine Anlage, aber wenn man's mit Uxmal z.B. vergleicht find ich's dennoch empfehlenswert, weil's einfach anders ist. Sehr wenig touristisch erschlossen - sprich wir waren die einzigen Touris in der ganzen Anlage! Also ein gutes Kontrastprogramm zu den "bekannteren" Anlagen! Im kleinen Städtchen Chumayel war der nächste Stop. Von daher interessant, weil's eine echt schöne, ich sag mal "typisch" mexikanische Kirche hat. Ansonsten hat das Dorf wenig zu bieten, ist aber dennoch ganz lustig mal zu sehen wie's in den kleineren Käffern so zugeht.
Der nächste Stop war dann Uxmal. Muss man wohl wenig dazu sagen ;-) Auf dem Rückweg haben wir dann noch nen Stop eingelegt bei einer ganz kleinen Cenote. Sollte man schon auch mitnehmen, denke ich :)
Der zweite Trip war nach Celestun, sprich an die Westküste von Yucatan. Wir sind mit dem Bus recht gut hingekommen, auch wenn man für die knapp 100km relativ lange braucht. Aber es gibt schlimmeres :) In Celestun haben wir ne Boots-Tour gemacht: ewig lang in ner kleinen Nussschale im türkisblauen Meer an der Küste lang fahren, dann durch die Mangrovenwälder fahren und Flamingos ansehen. Schon ziemlich genial. Auch diesen Trip kann ich nur jedem ans Herz legen!

Izamal

Izamal ist recht klein, ich glaube ca. 15.000 Einwohner. Aber echt nett. Sehr sehenswert auch die Klosteranlage. Aber ich denke in 2 Tagen hat man alles gesehen. Zum ausspannen ist's trotzdem super. Was auch nen besonderen Charme hat: in der Ortschaft gibt's an jeder Ecke Kutschen, die einen recht billig von A nach B bringen. Ne Pyramide gibt's auch. Zwar architektonisch nicht besonders sehenswert, aber von oben hat man nen wunderschöne Ausblick über Izamal und das Umland und nen herrlichen Sonnenuntergang. Also als kleine Zwischenreisestation kann ich's auch nur empfehlen.

Tulum

Tulum hatten wir zuerst garnicht auf der Liste. Aber ich bin froh dass wir dort waren. Weißer Strand, türkises Meer. Schon ziemlich klasse. Die Anlage direkt am Wasser ist auch nicht zu verachten, wenn auch für meinen Geschmack etwas sehr touristisch hergerichtet. Ich fand Tulum für 3-4 Tage echt super, aber teils hats schon auch touristische Züge. Nicht schlimm, aber mir ist da aber auch weniger oft mehr. Da wir nicht lange da waren fehlt mir leider auch bissl der Strand-Vergleich. Für die jungen und jung gebliebenen unter uns: es gibt Strohhütten am Strand, in denen man in Hängematten billig pennen kann. Klingt super und hat echt Stil - wobei man sagen muss dass die Hängematte die ich in Händen hatte schon leicht grenzwertig war, was die hygiene angeht. Ich will nicht jammern, aber das Ding war schon verdammt speckig. Aber es gibt auch Betten. Leintuch drüber und alle sind glücklich ;)

Fazit

Ein super genialer Urlaub. Wir haben viel gesehen, aber auch einfach mal ein paar Tage am Strand gefaulenzt. Wer sowas will - ich kann die Strecke nur empfehlen. Wem jeden 2. oder 3. Tag den Rucksack packen zu stressig ist, für den ist's vielleicht nichts. Zumindest wenn man - wie ich - leider nur recht wenig Zeit hatte.
Welche Eindrücke nehme ich mit? Ich glaube für diese Zeit viel vom Land gesehen zu haben. Auto mieten bietet sich auch super an, weil man einfach so kann wie man will. Man kommt mal durch das superkleine Kaff, wo man das Gefühl hat der erste Touri zu sein der die Ortsgrenze überschritten hat. Ich fand's auch sehr unkompliziert. Die Leute waren sehr nett, ich hab mich nirgendwo unwohl gefühlt und wir hatten auch bei den Unterkunften sehr viel Glück.


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