Oaxaca (Bundesstaat)

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Bild:Tn Oaxaca.png
Bundesstaat Oaxaca
Bundesstaat Oaxaca ist der fünftgrößte Staat Mexikos
Hauptstadt Oaxaca de Juárez
Municipios 570
Lage 1550m Höhe, umgeben von der mächtigen Sierra Madre del Sur.
Fläche 93.952 km² (Stand 2000 lt. INEGI)
Bevölkerung Überwiegend Mixteken und Zapoteken. Daneben gibt es noch 16 weitere, in Sprache und Sitten verschiedene indigene Bevölkerungsgruppen.
Wirtschaft Kunsthandwerk, Mezcal, Landwirtschaft:Hauptprodukte sind Mais und Gemüse. Gefolgt von Erdnüsse, Kaffee, Zuckerrohr, Ananas, Bananen und Chilis.
Klima Trockene heiße Küstenregionen, feuchtheiße Urwälder, tropische Strände, aber auch sanftgrüne Hochtäler.
Besonderheit Über 4000 archäologische Stätten,von denen bisher nur etwa 800 untersucht wurden.
Berühmte Personen zwei der größten Politiker Mexikos: Benito Juárez und Porfirio Díaz.
Gouverneur Ulises Ruiz Ortiz (PRI)
Website http://www.oaxaca.gob.mx
Sierra Norte de Oaxaca
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Sierra Norte de Oaxaca
 Oaxaca
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Oaxaca
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Oaxaca
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Oaxaca
Lagunas de chacahua
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Lagunas de chacahua
El arbol de Tule
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El arbol de Tule
Chapulines (geröstete Heuschrecken)
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Chapulines (geröstete Heuschrecken)
Monte Alban
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Monte Alban
Lagune in Mazunte
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Lagune in Mazunte
Zaachila
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Zaachila

Der Name Oaxaca bezeichnet den mexikanischen Bundesstaat Oaxaca (Abkürzung: Oax.) und eine Stadt in diesem Bundesstaat, die Oaxaca genannt wird und korrekt Oaxaca de Juárez heißt.

Inhaltsverzeichnis

Allgemein

Der Bundesstaat Oaxaca liegt rund 500 Kilometer südlich von Mexiko-Stadt in einem Hochtal, auf einer Höhe von ca. 1550 Metern und ist umgeben von der mächtigen Sierra Madre del Sur. Oaxaca ist der fünftgrößte Staat Mexikos und zählt ebenso wie der Bundesstaat Chiapas zu den ärmsten Regionen des Landes. Oaxaca umfasst 93.952 km² (Stand 2000 lt. INEGI) und grenzt im Osten an Chiapas, im Süden an die Pazifikküste, im Westen an Guerrero und im Norden an die Staaten Puebla und Veracruz.

Geschichte

500 v.Chr. siedelten die Zapoteken in Monte Albán und beherrschten von dort aus bis ca. 900 n.Chr. Mittelamerika. Nachdem die Zapoteken aus unbekannten Gründen Monte Albán verließen, wurde es von den Mixteken übernommen. Unter Moctezuma I. besetzten die Azteken 1458 Oaxaca. Der Nachfolger Moctezumas I. errichtete einen Militärposten und die gesamte Region geriet in die Tributpflicht der Azteken. Der spanische Eroberer Cortés eroberte 1521 das Tal von Oaxaca und bekam einige Jahre später von König Karl V. das Land als Dank für die Eroberung Mexikos geschenkt.

In Oaxaca befinden sich 4000 archäologische Stätten wovon allerdings bisher nur 800, wie zum Beispiel Monte Albán, Mitlá und Yagul, untersucht wurden.

Bevölkerung

Überwiegend Mixteken und Zapoteken. Daneben gibt es noch 16 weitere, in Sprache und Sitten verschiedene indigene Bevölkerungsgruppen, die über fünfzig verschiedene Dialekte sprechen. Einige dieser Gruppen, wie z.B. die Zapoteken, Mixteken und Nahua, sind direkte Nachkommen der vorkolumbischen Zivilisationen und pflegen mit Stolz ihre alten Traditionen. Diese traditionelle Vielfalt zeigt sich auch im Kunsthandwerk, exotischem Essen und in den Festen ihrer Dörfer.

Wirtschaft

Der größte Teil der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft. Hauptprodukte sind Mais und Gemüse. Weiterhin werden Erdnüsse, Kaffee, Zuckerrohr, Ananas, Bananen und Chilis angebaut. In den Tälern rund um Oaxaca wird der beste Mezcal gebrannt.

Politik

Oaxaca ist politisch eine Fortsetzung der mexikanischen Präsidialdemokratie: Die Exekutive stellt ein Gouverneur, der dem Kabinett vorsteht ("Secretarios estatales") und keinen Stellvertreter hat. Die Legislative wird durch den "Congreso Estatal" (42 Mitglieder). Staats- und Kommunalwahlen werden durch eine unabhängige Wahlkommission durchgeführt ("Instituto Estatal Electoral de Oaxaca"). Die letzten Gouverneurs-, Parlaments- und Kommunalwahlen waren im Jahr 2004. Derzeit ist die PRI stärkste Fraktion im Parlament, sie stellt zudem traditionell den Gouverneur.

Oaxacas Territorium setzt sich aus 570 Municipios zusammen. In 418 von ihnen werden die "Alcaldes" (Bürgermeister) und "Regidores" (Stadträte) durch das traditionelle indigene Wahlsystem des "Usos y Costumbres" bestimmt.

Mitte 2006 war ein Lehrerinnenstreik im Bundesstaat der Auslöser für eine breite soziale Oppositionsbewegung, in deren Rahmen die APPO (Asamblea Popular de los Pueblos de Oaxaca) gegründet wurde. Die APPO forderte den Rücktritt des amtierenden Gouverneurs beziehungsweise dessen Absetzung durch die Bundesregierung. Hauptvorwurf: repressive Handlungsweise von Gouverneur Ulises Ruiz Ortiz sowie Wahlfälschung. Rücktritt oder Absetzungen erfolgten jedoch nicht. Im November 2006 wurde der Protest und die Blockade der Staatshauptstadt durch Bundespolizeieinheiten beendet.

Gouverneure seit 1962

  • 1962-1968: Rodolfo Brena Torres (PRI)
  • 1968-1970: Víctor Bravo Ahúja (PRI)
  • 1970-1974: Fernando Gómez Sandoval (Gobernador interino) (PRI)
  • 1974-1977: Manuel Zárate Aquino - auf Druck von Bundesregierung 1977 nach Studentenprotesten zurückgetreten (Einsatz der Bundesarmee) (PRI)
  • 1977-1980: Eliseo Jiménez Ruiz (Gobernador interino) (PRI)
  • 1980-1985: Pedro Vázquez Colmenares (PRI)
  • 1985-1986: Jesús Martínez Álvarez (PRI)
  • 1986-1992: Heladio Ramírez López (PRI)
  • 1992-1998: Diódoro Carrasco Altamirano (PRI)
  • 1998-2004: José Murat Casab (PRI)
  • 2004-2010: Ulises Ruiz Ortiz (PRI)
  • seit 2010: Gabino Cué Monteagudo (CON)

Klima

Der Bundesstaat Oaxaca bietet eine faszinierende klimatische Vielfalt: Trockene heiße Küstenregionen, feuchtheiße Urwälder, tropische Strände, aber auch sanftgrüne Hochtäler. Fast die Hälfte der mexikanischen Pflanzen-, Vogel- und Säugetierarten sind in diesem Staat heimisch. Fortgesetzte Abholzung und Überweidung bringen allerdings große landschaftliche Probleme mit sich.

Regionale Küche

Der Bundesstaat Oaxaca ist dafür bekannt, die beste Küche in ganz Mexiko zu haben.

  • Berühmt ist Oaxaca für die „ Mole Negro “, die aus einer dunklen Kakao-Sauce mit Nüssen, Chilis und Gewürzen besteht. Diese Soße wird zu Schwein- und Rindfleisch oder Huhn serviert. Die Mole gibt es auch in weiteren Farben: amarillo (gelb), coloradito (rötlich), almendrado (mit Mandeln), verde (grün) und colorado (rot).
  • Tamales: Die Tamales bestehen aus Maisbrei, sind entweder herzhaft oder süß gefüllt und werden in Maisblättern gedämpft.
  • Chapulines oder Heuschrecken: Chapulines sind geröstete Heuschrecken, die auf jedem Markt in Oaxaca angeboten werden. Nachdem die Chapulines gekocht und an der Sonne getrocknet wurden, werden sie mit Knoblauch, Chili und Zitronensaft frittiert.
  • Tres Leches: Eine Nachspeise die aus einem Kuchen, der mit drei Milchsorten getränkt wird, besteht.
  • Der Käse aus Oaxaca: Er gibt den quesadillas und vielen anderen regionalen Gerichten (zum Beispiel den tlayudas) einen besonderen Geschmack.

Tourismus

Siehe hierzu: Oaxaca (Öko-Tourismus)

Ausflugsziele

  • Nationalparks, Biosphären-Reservate, Naturdenkmäler und Schutzgebiete
  • Ausgrabungsstätte von Monte Albán: Kultzentrum der Zapoteken.
  • Ausgrabungsstätte Mitlá: Kultstätte der Zapoteken
  • Ausgrabungsstätte Yagul: Die erhalten gebliebenen Gebäude stammen aus der Zeit 900-1200 n.Chr.
  • Oaxaca de Juárez, Hauptstadt von Oaxaca. Im Jahre 1987 wurde die Altstadt von Oaxaca durch die UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
  • Zaachila: Die letzte Hauptstadt der Zapoteken vor der Eroberung durch die Spanier.
  • Santa María El Tule: Wahrzeichen des Ortes ist eine 2000 Jahre alter Sabino-Zypresse. Unfang 42 Meter und Höhe 40 Meter.
  • Teotitlán del Valle: Berühmt ist das Dorf wegen seiner mit Naturfarben (Pilze, Muscheln, Blätter und vielem mehr) hergestellten Webwaren. In diesem Dorf werden auch die bekannten Schulterumhänge, "sarapes", hergestellt.
  • Tlacolula: In diesem Dorf werden verschiedene Arten des Agavenschnaps Mezcal angeboten.
  • Die Küste: Oaxaca hat 480km Pazifikküste mit herrlichen Stränden zu bieten. Puerto Escondido, Puerto Angel, Santa Cruz, Chahué.
  • Strand von Escobilla: Sieben der insgesamt acht Arten von Meeresschildkröten der Welt legen seit 150 Millionen Jahren am Strand von Escobilla in der Nähe von Puerto Escondido ihre Eier ab. Der Strand ist für Besucher gesperrt.
  • Mazunte: Hier gibt es ein Museum mit einem Aquarium und Brutzentrum für verschiedene Schildkröten.
  • Naturschutzgebiet Manialtepec und die Lagune von Chacahua: Zufluchtstätten für von der Ausrottung bedrohten Arten.

Tourist Yu`u

Um die weniger besuchten archäologischen Stätten, wie z.B. Yagul, oder die ebenfalls wenig besuchten, von der Kunsthandwerksproduktion lebenden indigenen Dörfer, wie z.B. Zimatlán de Alvarez, touristisch zu fördern, hat die Tourismusbehörde des Staates Oaxaca in landschaftlich besonders schön gelegenen Dörfern kleine Informations- und Übernachtungshäuser, die sogenannten unidades, gebaut. Diese kleinen Häuser wurden im landestypischen Stil errichtet und sind leicht an der Aufschrift „Tourist Yu`u“ zu erkennen. Diese Unterkünfte bieten einen hervorragenden Ausgangspunkt für Wanderungen in den umliegenden Bergen, Wälder und Täler.

Offizielle Adressen

Oaxaca hat drei größere Touristenbüros, die täglich von acht bis 20 Uhr geöffnet sind. Hier erhält man sehr nützliche Informationen über die Märkte und Besonderheiten der umliegenden Dörfer:

  • Oficina de turismo Independencia 607, 68000 Oaxaca, Tel.: 00 52 - 9 - 5 16 01 23
  • Oficina de turismo 5 de Mayo 200, 68000 Oaxaca, Tel.: 00 52 - 9 - 5 16 48 28
  • Tourismusbehörde: Secretaria de Desarrollo Turístico, Independencia 607,Oaxaca. Telef.: (951) –62103, Fax: 61500
  • Tourist-Info zu Oaxaca (englisch)

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