Noche triste

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Mit „Noche triste“ wird die Vertreibung der spanischen Eroberer aus der Hauptstadt der Azteken, Tenochtitlán, in der Nacht vom 1. zum 2.Juli 1520 bezeichnet. In dieser Nacht starben mehr als 800 Spanier und vermutlich mehrere tausend Tlaxcalteken (Verbündete von Hernán Cortés).

Vorgeschichte

Am 8. November 1519 kam es zu einem Treffen zwischen Hernán Cortés und Moctezuma II. Über den Verbindungsdamm der Stadt Tenochtitlán führte Moctezuma II. Cortés als Gast in die Stadt und er wurde im Palast von Moctezumas Vorgänger Axayácatl untergebracht. Die Befürchtung, in dieser Metropole eingeschlossen zu werden, veranlasste die Spanier zur Geiselnahme von Moctezuma. Durch die Ankunft Pánfilo de Narváez in Villa Rica, der gesandt worden war um Cortés Einhalt zu gebieten, sah Cortés sich gezwungen ihm entgegenzueilen und überließ, für die Zeit seiner Abwesenheit, Pedro de Alvarado das Kommando in Tenochtitlán. Während der Abwesenheit von Hernán Cortés richteten die Spanier ein Massaker unter dem aztekischen Adel an.

Noche Triste

Einen Tag nach Cortés Rückkehr in die Stadt Tenochtitlán sah sich dieser mit einer offenen Rebellion der Bevölkerung unter Cuitláhuac (Bruder von Moctezuma II) konfrontiert. Ein Schlichtungsversuch durch Moctezuma II. schlug fehl und Moctezuma II wurde durch Steine, geschleudert durch sein eigenes Volk, getötet. Als Cortés erkennen musste, dass er den Azteken nicht mehr lange standhalten konnte, befahl er um Mitternacht die Flucht aus der belagerten Stadt. Cuitláhuac hatte jedoch zwischenzeitlich alle Dämme zum Festland hin zerstören lassen. Die Spanier, welche versuchten mit tragbaren Holzgerüsten die zerstörten Dämme zu überwinden, wurden dabei von tausenden, in Kanus herbeieilenden Azteken angegriffen. Mehr als 800 Spanier (ca. ein Drittel der Männer Cortés) und vermutlich mehrere Tausend Tlaxcalteken (Verbündete von Hernán Cortés), fanden in dieser Nacht den Tod. Sie ertranken, wurden erschlagen oder mit Pfeilen durchbohrt. Die in dieser Nacht ebenfalls zahlreich genommenen Gefangenen, wurden später von den Azteken ihrem Stammesgott Huitzilopochtli als Menschenopfer dargebracht. Cortés selbst erreichte in dieser Nacht das sichere Ufer.

Am 28.Dezember 1520, ein Jahr später stand Cortés erneut vor den Toren Tenochtitláns und griff mit Unterstützung der Tlaxcalteken und anderer Verbündeter, erneut Tenochtitlán an. Cuauhtémoc, der Nachfolger Moctezuma II. leistete zwar erbitterten Widerstand, wurde jedoch kurz vor dem Fall der Stadt bei einem Fluchtversuch gefasst und gefangen genommen.


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