Jahreschronik 2009

From Mexiko-Lexikon

(Unterschied zwischen Versionen)
Jump to: navigation, search
Version vom 21:27, 19. Jun 2009
Christa (Diskussion | Beiträge)
(Mai)
← Previous diff
Aktuelle Version
Christa (Diskussion | Beiträge)

Zeile 1: Zeile 1:
-[[Kategorie:Geschichte]]Siehe auch: [[Geschichte]] | [[Zeittafel]] | [[Jahreschronik 2007]] | [[Jahreschronik 2008]]+[[Kategorie:Geschichte]]Siehe auch: [[Geschichte]] | [[Zeittafel]] |[[Jahreschronik 2006]] |
 +[[Jahreschronik 2007]] | [[Jahreschronik 2008]]| [[Jahreschronik 2010]] | [[Jahreschronik 2011]] |
'''Chronik wichtiger Ereignisse im Jahr 2009''' '''Chronik wichtiger Ereignisse im Jahr 2009'''
Zeile 133: Zeile 134:
''''' 2009, 30. Mai''''' Der [[Influenza-Pandemie 2009|Influenza Virus A/H1N1]] (ehemals Schweinegrippe), hat der mexikanischen [[Tourismus]]industrie, drittwichtigste Quelle ausländischer Einkünfte, schweren Schaden zugefügt. Das Tourismusministerium rechnet mit einem Wegbleiben von ca. sieben Millionen Touristen im Jahre 2009 und einem damit verbundenen Einnahmeverlust von etwa umgerechnet drei Milliarden Euro. Laut Pressemitteilungen [http://nachrichten.rp-online.de/article/reise/Tourismus-in-Mexiko-stark-eingebrochen/40942] bleiben in [[Mexiko-Stadt]] 85 Prozent der Hotelzimmer leer und in [[Cancún]], touristische Zentrum [[Yucatán (Halbinsel)|Yucatáns]], wurden 70 Prozent aller Reservierungen storniert. Zur Unterstützung der schwer angeschlagenen Tourismusindustrie soll laut Präsident [[Felipe Calderón Hinojosa|Felipe Calderón]] nunmehr eine Werbekampagne erfolgen, in welche die Regierung 90 Millionen Dollar investieren will. Geplant sind unter anderem Werbeanzeigen mit Opernstar Placido Domingo und der Golferin Lorena Ochoa sowie die Einladung an internationale Stars [http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,626964,00.html] ''''' 2009, 30. Mai''''' Der [[Influenza-Pandemie 2009|Influenza Virus A/H1N1]] (ehemals Schweinegrippe), hat der mexikanischen [[Tourismus]]industrie, drittwichtigste Quelle ausländischer Einkünfte, schweren Schaden zugefügt. Das Tourismusministerium rechnet mit einem Wegbleiben von ca. sieben Millionen Touristen im Jahre 2009 und einem damit verbundenen Einnahmeverlust von etwa umgerechnet drei Milliarden Euro. Laut Pressemitteilungen [http://nachrichten.rp-online.de/article/reise/Tourismus-in-Mexiko-stark-eingebrochen/40942] bleiben in [[Mexiko-Stadt]] 85 Prozent der Hotelzimmer leer und in [[Cancún]], touristische Zentrum [[Yucatán (Halbinsel)|Yucatáns]], wurden 70 Prozent aller Reservierungen storniert. Zur Unterstützung der schwer angeschlagenen Tourismusindustrie soll laut Präsident [[Felipe Calderón Hinojosa|Felipe Calderón]] nunmehr eine Werbekampagne erfolgen, in welche die Regierung 90 Millionen Dollar investieren will. Geplant sind unter anderem Werbeanzeigen mit Opernstar Placido Domingo und der Golferin Lorena Ochoa sowie die Einladung an internationale Stars [http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,626964,00.html]
 +
 +==Juni==
 +''''' 2009, 02. Juni''''' Das Mexikanische [[Secretaría de Salud|Gesundheitsministerium]] teilte in einer Pressemitteilung (2.6.2009) [http://portal.salud.gob.mx/redirector?tipo=0&n_seccion=Boletines&seccion=2009-06-02_3999.html] mit, dass die Zahl der Toten infolge des [[Influenza-Pandemie 2009|Influenza Virus A (H1N1)]] (vormals Schweinegrippe genannt) von 97 (Stand 29.5.2009) auf 103 (Stand 2.6.2009) gestiegen ist. Insgesamt sind in [[Mexiko]] derzeit 5.563 Menschen (Stand 2.6.2009) an dem Influenza Virus A (H1N1) erkrankt. Weltweit gibt es, so das Gesundheitsministerium, in 53 Ländern 18.280 Infizierte mit dem Influenza Virus A (H1N1). In allen 31 mexikanischen [[Bundesstaaten]] ("Estado") und dem Bundesdistrikt ([[Distrito Federal (Bundesstaat)|Distrito Federal]]) gibt es bestätigte Krankheitsfälle. Die größte Zahl der Erkrankungen konzentriert sich im [[Distrito Federal (Bundesstaat)|Distrito Federal]], gefolgt von [[San Luis Potosí (Bundesstaat)]], [[Jalisco (Bundesstaat)]], [[Veracruz (Bundesstaat)]],[[Estado de México (Bundesstaat)]] und [[Tabasco (Bundesstaat)|Tabasco]].
 +
 +''''' 2009, 02. Juni''''' Im Bundesstaat [[Nuevo León (Bundesstaat)|Nuevo León]] wurden in den Städten [[Monterrey]], San Nicolas de los Garza und Apodaca 29 [[Polizei|Polizisten]] festgenommen, die in Verdacht stehen, in den [[Drogenkrieg|Drogenhandel]] verwickelt zu sein.
 +
 +''''' 2009, 04. Juni''''' Das mexikanische Gesundheitsministerium ([[Secretaría de Salud]], kurz SSA) meldet in ihrer Pressemitteilung (Nr. 174) vom 4.6.2009 [http://portal.salud.gob.mx/contenidos/sala_prensa/sala_prensa_prensa/sala_prensa_boletines.html] drei weiter [[Influenza-Pandemie 2009|Influenza A/H1N1]] (vormals Schweinegrippe genannt) Todesfälle. Laut dem SSA steigt damit die offizielle Anzahl der Todesfälle von 103 auf 106. Die Zahl der an dem Influenza Virus A (H1N1) erkrankten Menschen stieg ebenfalls von 5.563 auf derzeit 5.717 an. In allen 31 mexikanischen [[Bundesstaaten]] ("Estado") und dem Bundesdistrikt ([[Distrito Federal (Bundesstaat)|Distrito Federal]]) gibt es bestätigte Krankheitsfälle. Die größte Zahl der Erkrankungen konzentriert sich im [[Distrito Federal (Bundesstaat)|Distrito Federal]], gefolgt von [[San Luis Potosí (Bundesstaat)]], [[Veracruz (Bundesstaat)]], [[Jalisco (Bundesstaat)]], [[Estado de México (Bundesstaat)]] und [[Zacatecas (Bundesstaat)|Zacatecas]]. <br />
 +Weltweit gibt es nunmehr, so das Gesundheitsministerium weiter, in 66 Ländern 20.948 Infizierte mit dem Influenza Virus A (H1N1).
 +
 +''''' 2009, 04. Juni''''' In einem am Straßenrand abgestellten Lieferwagen im Bundesstaat [[Sonora (Bundesstaat)|Sonora]] fand die [[Polizei]] die Leichen von elf erschossenen Männern, die vermutlich im Zusammenhang mit dem mexikanischen [[Drogenkrieg]] stehen. Die Täter hatten zudem zur Einschüchterung bei neun Leichen die Arme und Beine abgehackt.
 +
 +''''' 2009, 06. Juni''''' Mindestens 35 Kleinkinder im Alter von vier Monate und 3 Jahren sind laut dem [[Gouverneur]] des Bundesstaates [[Sonora (Bundesstaat)|Sonora]], Eduardo Bours [http://www.que.es/ultimas-noticias/internacionales/200906060242-mueren-ninos-quemados-incendio-guarderia.html], bei einem verheerenden Brand in der Kindertagesstätte ABC im nordmexikanischen [[Hermosillo]] (Hauptstadt des Bundesstaates Sonora) ums Leben gekommen. Weitere 41 Kinder und sechs Erwachsene, mit zum Teil schweren Verbrennungen und Rauchvergiftungen, wurden in umliegende Krankhäuser gebracht. Der Brand in der Kindertagesstätte, die im Auftrag der staatlichen Sozialversicherung ([[Instituto Mexicano del Seguro Social]], kurz IMSS) arbeitete und sich in einem Industrieviertel von Hermosillo befindet, brach gegen 15 Uhr aus, als ein Großteil der Kinder und ihre Betreuer einen Mittagsschlaf hielten. Vermutungen sprechen davon, dass das Feuer zuerst in einem Nachbargebäude entstand und dann schnell auf die Kindertagesstätte übergriff.
 +
 +''''' 2009, 07. Juni''''' Der Gesundheitsminister des Bundesstaates [[Sonora (Bundesstaat)|Sonora]], Raymundo López Vucovitch, teilte mit, dass nach der Brandkatastrophe in der Kindertagesstätte ABC, im nordmexikanischen [[Hermosillo]], drei weitere Kleinkinder an ihren Verletzungen gestorben sind und sich dadurch die Zahl der ums Leben gekommenen Kinder auf 38 erhöht hat. Von den derzeit 23 Kleinkindern zwischen drei Monaten und vier Jahren, die in Krankenhäuser behandelt werden, sind jedoch 15 so schwer verletzt, so der Gesundheitsminister weiter, dass sie vermutlich in den nächsten Stunden ihren Verletzungen erlegen werden.[http://www.univision.com/contentroot/wirefeeds/world/7967459.html]
 +
 +''''' 2009, 08. Juni''''' Nachdem vier weitere Kleinkinder ihren schweren Verletzungen nach der Brandkatastrophe in der Kindertagesstätte ABC, im nordmexikanischen [[Hermosillo]], erlegen sind, ist die Zahl der getöteten Kinder laut Raymundo López Vucovitch (Gesundheitsminister des Bundesstaates [[Sonora (Bundesstaat)|Sonora]]) [http://www.jornada.unam.mx/2009/06/08/index.php?section=politica&article=003n1pol] auf 42 gestiegen. Von den derzeit 21 Kleinkindern, die in Krankenhäuser behandelt werden, befinden sich 11 in Lebensgefahr.
 +
 +''''' 2009, 08. Juni''''' Wie das Verteidigungsministerium ([[Militär|Secretaría de Defensa Nacional]], kurz Sedena) mitteilte, wurden im mexikanischen [[Tourismus|Touristenzentrum]] [[Acapulco de Juárez|
 +Acapulco]] (Bundesstaat [[Guerrero (Bundesstaat)|Guerrero]]) nach einem stundenlangen Feuergefecht 16 Verbrecher, die vermutlich dem [[Drogenkrieg|Drogen-Kartell]] von Beltrán Leyva angehörten, sowie zwei Sicherheitskräfte getötet.[http://www.jornada.unam.mx/ultimas/2009/06/07/balacera-paraliza-zona-del-acapulco-tradicional-deja-dos-muertos-y-tres-heridos] [http://www.milenio.com/node/227840]Gegen die mit Schnellfeuergewehren, Handgranaten und Granatwerfern ausgerüsteten Kriminellen sind insgesamt 200 [[Militär|Soldaten]] vorgegangen. Bei dieser Schießerei wurden, laut Sedena, neun weitere Soldaten verletzt und fünf schwer bewaffnete Verbrecher festgenommen. Sichergestellte wurden außerdem, so Sedena, 36 Gewehre, 13 Pistolen, 2 Granatwerfer, 13 Splittergranaten, 3525 Schuss Munition verschiedenen Kalibers, 180 Patronenmagazine und 8 Fahrzeuge.
 +
 +''''' 2009, 09. Juni''''' Das mexikanische Gesundheitsministerium ([[Secretaría de Salud]], kurz SSA) meldet in ihrer Pressemitteilung (Nr. 180) vom 9.6.2009 [http://portal.salud.gob.mx/redirector?tipo=0&n_seccion=Boletines&seccion=2009-06-09_4008.html] zwei weiter Influenza A/H1N1 (vormals Schweinegrippe genannt) Todesfälle. Laut dem SSA steigt damit die offizielle Anzahl der Todesfälle von 106 auf 108. Die Zahl der an dem [[Influenza-Pandemie 2009|Influenza Virus A (H1N1)]] erkrankten Menschen stieg ebenfalls von 5.717 auf derzeit 6.241 an. In allen 31 mexikanischen [[Bundesstaaten]] ("Estado") und dem Bundesdistrikt ([[Distrito Federal (Bundesstaat)|Distrito Federal]]) gibt es bestätigte Krankheitsfälle. Die größte Zahl der Erkrankungen konzentriert sich im [[Distrito Federal (Bundesstaat)|Distrito Federal]], gefolgt von [[Veracruz (Bundesstaat)]], [[San Luis Potosí (Bundesstaat)]], [[Jalisco (Bundesstaat)]], [[Estado de México (Bundesstaat)]] und [[Zacatecas (Bundesstaat)|Zacatecas]]. <br />
 +Weltweit gibt es nunmehr, so das Gesundheitsministerium weiter, in 73 Ländern 25.796 Infizierte mit dem Influenza Virus A (H1N1). <br />
 +Die Weltgesundheitsorganisation WHO erklärte unterdessen, sie werde möglicherweise in Kürze eine Pandemie wegen der Schweinegrippe ausrufen [http://www.orf.at/?href=http%3A%2F%2Fwww.orf.at%2Fticker%2F330634.html]. Es wäre die erste Grippe-Pandemie seit 41 Jahren.
 +
 +''''' 2009, 11. Juni''''' Nachdem immer mehr Staaten Erkrankungsfälle mit [[Influenza-Pandemie 2009|Influenza A/H1N1]] bestätigt haben, wurde nach einer Dringlichkeitssitzung in Genf durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 11.6.2009 für die Humane Influenza A/H1N1 die höchste Pandemie-Warnstufe 6 ausgerufen und sie damit offiziell als globale Seuche eingestuft.
 +
 +''''' 2009, 18. Juni''''' In [[Mexiko]] gibt es derzeit, laut einer Pressemitteilung des Gesundheitsministers José Ángel Córdova Villalobos vom 18.Juni 2006, 7.624 bestätigte Fälle von [[Influenza-Pandemie 2009|Influenza A(H1N1)]] mit 113 Todesfällen.[http://portal.salud.gob.mx/redirector?tipo=0&n_seccion=Boletines&seccion=2009-06-18_4024.html]
 +
 +''''' 2009, 18. Juni''''' Im Hafen von [[Progreso (Yucatán)|Progreso]], auf der Halbinsel [[Yucatán]], fand die mexikanische [[Militär|Marine]] an Bord eines unter der Flagge der Marshall-Inseln fahrenden Frachtschiffs 893 Kilogramm [[Drogen|Kokain]], das in den Körpern von gefrorenen Haien versteckt war. Der aus Costa Rica kommende Frachter hatte zuerst einen Hafen in den USA angesteuert und dann [[Mexiko]] angelaufen.
 +
 +''''' 2009, 19. Juni''''' In [[Uruapan]], Bundesstaat [[Michoacán (Bundesstaat)|Michoacán]], hat eine Gruppe bewaffneter in den frühen Morgenstunden einen Krankenwagen mit einer Granate in die Luft gesprengt. An Bord des Krankwagens befand sich ein „Rivale“ der Gruppe, der vor wenigen Tagen bei einer Auseinandersetzung der rivalisierenden Gruppen verletzt worden war. Die Ehefrau des Mordopfers, die sich ebenfalls in dem Krankwagen befand, wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. [http://www.eluniversal.com.mx/notas/605914.html]
 +
 +''''' 2009, 21. Juni''''' Nach der Brandkatastrophe in einem Kindergarten in [[Hermosillo]] ist ein weiteres Kind an seinen Verletzungen gestorben. Damit erhöht sich die Zahl der Opfer des Brandes auf 47 ([http://www.eluniversal.com.mx/notas/606321.html]).
 +
 +''''' 2009, 24. Juni''''' „Andres“, der erste [[Hurrikan]] der Pazifischen Sturmsaison hat mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde vor der Pazifikküste [[Mexiko]]s schwere Schäden angerichtet. Starke Regenfälle führten zu Überschwemmungen und setzten u.a. Teile von [[Acapulco]] unter Wasser. An der Küste des [[Guerrero (Bundesstaat)|Bundesstaates Guerrero]] wurde ein Fischer von einer Welle ins Meer gerissen und ertrank.
 +
 +''''' 2009, 27. Juni''''' In [[Tijuana]] ([[Baja California (Bundesstaat)|Bundesstaat Baja California]]), an der [[Grenze Mexiko-USA|Grenze zu den USA]], hat die mexikanische [[Polizei]] einen Kanadier, bei dem es sich um den mutmaßlichen Anführer eines nordamerikanischen Pädophilen-Rings handelt, festgenommen.
 +
 +''''' 2009, 27. Juni''''' In [[Apaseo el Alto]], im [[Guanajuato (Bundesstaat)| Bundesstaat Guanajuato]], wurden zwölf mutmaßliche Killer der kriminellen Gruppe [[Los Zetas]] (bewaffneter Arm des [[Drogenkrieg|Golfkartelles]] ) bei einer Schießerei mit dem [[Militär]] und der [[Polizei]] erschossen. Sechs weitere Bandenmitglieder wurden verhaftet. Nachdem die Polizei einem Hinweis nachging, wonach sich schwer bewaffnete Männer in einem Gebäude befanden, eröffneten diese Männer das Feuer[http://www.jornada.unam.mx/2009/06/27/index.php?section=politica&article=005n1pol].
 +Seit Anfang des Jahres sind bereits mehr als 3.000 Menschen im mexikanischen [[Drogenkrieg]] ums Leben gekommen.
 +
 +==Juli==
 +
 +''''' 2009, 02. Juli''''' In einem Massengrab in [[Guanajuato]] hat die [[Polizei]] die verkohlten Leichen von 14 oder 15 Menschen gefunden, die vermutlich im Zusammenhang mit dem [[Drogenkrieg]] stehen. Eine genaue Zahl der Toten konnte zunächst nicht festgestellt werden, da sie bis zur Unkenntlichkeit verbrannt waren.
 +
 +''''' 2009, 03. Juli''''' Vom 01.-03.Juli 2009 fand in [[Cancún]] eine Internationale Konferenz zur [[Influenza-Pandemie 2009|Influenzapandemie]] statt, die ausgerichtet wurde von Mexiko, den USA und Kanada. Unterstützt wurden sie von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und von der Pan American Health Organization (PAHO). An dem Austausch über die bisherigen Erfahrungen mit dem [[Influenza-Pandemie 2009|neuen Virus A (H1N1)]] nahmen neben der WHO und PAHO hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus 36 Staaten teil.[http://www.bmg.bund.de/cln_100/nn_1168278/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2009/Presse-3-2009/pm-03-07-09-influenzakonferenz.html?__nnn=true]
 +
 +''''' 2009, 04. Juli'''''
 +Am Sonntag den 5.Juli 2009 finden in [[Mexiko]] [[Congreso de la Unión|Parlament]]swahlen statt, die als Stimmungstest für die Parteien im Hinblick auf die nächsten Präsidentschaftswahlen 2012 gewertet werden. 500 Mandate der Abgeordnetenkammer, die [[Gouverneur]]sposten in sechs der 32 [[Bundesstaaten]] und die Bürgermeisterämter in 565 der 2.438 Kommunen des Landes sollen neue besetzt werden. Enttäuscht über [[Korruption]] und den zunehmenden Einfluss der [[Drogenkrieg|Drogenmafia]] wird nach offiziellen Schätzungen nur eine geringe Wahlbeteiligung (ca. 40 Prozent) erwartet. Die erste landesweite Bewegung „Anula tu voto" (deutsch "Annulliere Deine Stimme"), ruft zur
 +aktiven Stimmenthaltung auf, wobei leere Wahlzettel in die Urne geworfen werden sollen.
 +
 +''''' 2009, 05. Juli''''' Bei den [[Congreso de la Unión|Parlaments]]wahlen in Mexiko gewinnt die einstige Regierungspartei [[PRI]] nach vorläufigen Ergebnissen 36,66 Prozent der Stimmen gewonnen ,gefolgt von [[PAN]] (27,97 Prozent) und [[PRD]] (12,2 Prozent). Die Grünen kommen auf 6,5 Prozent, die [[PT]] auf 3,56 Prozent. Danach folgen Convergencia mit 2,3 Prozent, Nueva Alianza mit 3,4 Prozent und PSD mit 1,03 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag landesweit bei 44,68 Prozent.
 +
 +''''' 2009, 06. Juli''''' [[Germán Martínez]], Parteichef der bei den Parlamentswahlen unterlegenen Regierungspartei [[PAN]], hat angesichts der Wahlniederlage seinen Rücktritt erklärt.
 +
 +==August==
 +''''' 2009, 10. August''''' Im Norden des Bundesstaates [[Durango (Bundesstaat)|Durango]], im [[Municipio]] Tamazula, hat die mexikanische [[Militär|Armee]] in einem unbewohnten Gebiet eines der weltweit modernsten und größten [[Drogen|Drogenlabore]] entdeckt. 22 verschiedene Gebäude, in den vorwiegend neben Marihuana die synthetische Droge Crystal hergestellt wurde, verteilten sich auf eine Fläche von 240 Hektar. [http://www.eluniversal.com.mx/notas/618383.html]
 +
 +''''' 2009, 10. August'''''
 +Im Badeort [[Cancún]], Bundesstaat [[Quintana Roo (Bundesstaat)|Quintana Roo]], wurden laut Generalstaatsanwaltschaft und Verteidigungsministerium der mutmaßliche Anführer des Golf-Kartells, Juan Daniel Carranco, sowie zwei mutmaßliche Drogenhändler festgenommen. Carranco, auch als "El Colosio" bekannt, wird neben der Beteiligung an der Ermordung von mehreren [[Militär|Armeeangehörigen]] (Oktober 2008), der Beteiligung an bewaffneten Angriffen auf das US-Konsulat und den mexikanischen Fernsehsender [[Televisa]] (Januar 2009) auch die Beteiligung an der Ermordung des ehemaligen Parlamentariers Juan Antonio Guajardo Anzaldua (2007) vorgeworfen.
 +
 +''''' 2009, 10. August''''' In der nordmexikanischen Stadt [[Monterrey]], Bundesstaat [[Nuevo León (Bundesstaat)|Nuevo León]], wurde die umstrittene Anwältin Silvia Raquenel Villanueva Fraustro in einem Einkaufzentrum durch Schüsse umgebracht. Villanueva wurde bekannt als Anwältin von bekannten [[Drogenkrieg|Drogenkriminellen]] und [[Korruption|korrupten]] [[Polizei|Polizisten]]. Sie hat unter anderem Juan García Abrego und Carlos Reséndiz Bertoloussi, leitende Köpfe des [[Drogenkrieg|Golf-Kartells]], verteidigt. In der Vergangenheit waren bereits mehrere Anschläge auf die Anwältin verübt worden. [http://www.jornada.unam.mx/2009/08/10/index.php?section=politica&article=016n1pol]
 +
 +''''' 2009, 11. August''''' Ein geplantes Attentat eines der [[Drogenkrieg|Drogenkartelle]] auf [[Staatspräsident|Präsident]] [[Felipe Calderón Hinojosa|Felipe Calderon]] wurde durch die mexikanische [[Polizei]] vereitelt. Nach Angaben des obersten Drogenbekämpfers der Polizei, Ramon Eduardo Pequeño García vom Sicherheitsministerium, wurden fünf Verdächtige nach rund einjährigen Ermittlungen festgenommen. Die Verdächtigen, die laut Ramon Pequeño dem Sinaloa-Kartell angehören, sollen den Anschlag aus Rache gegen Calderons Feldzug gegen die Drogenmafia geplant haben. Nachdem vor einem Jahr erstmals Morddrohungen gegen Präsident Felipe Calderon bekannt geworden waren, so Ramon Pequeño weiter, wurden die Ermittlungen aufgenommen.
 +
 +''''' 2009, 11. August''''' In der rund 600 Kilometer nordwestlich von [[Mexiko-Stadt]] gelegenen Stadt [[Guadalajara]] fand vom 9.-10.August das fünfte Gipfeltreffen der drei nordamerikanischen Staaten für Sicherheit und Wohlstand in Nordamerika statt. Nachdem [[Staatspräsident|Präsident]] [[Felipe Calderón Hinojosa]] am Sonntag US-Präsident Barack Obama und Kanadas Premierminister Stephen Harper zu einem feierlichen Abendessen empfing, berieten am Montag die Staatsführer über Maßnahmen für eine Abwehr der [[Influenza-Pandemie 2009|Influenza A/H1N1]] (vormals Schweinegrippe genannt), den Kampf gegen die [[Drogenkrieg|Drogenkriminalität]] sowie über ein gemeinsames Vorgehen zur Überwindung der Weltwirtschaftskrise. Die Sicherheit der Staatsführer wurde von ca. 2000 [[Polizei|Polizisten]] und [[Militär|Soldaten]] bewacht.
 +
 +''''' 2009, 13. August'''''
 +Vor 100.000 Fans im Aztekenstadion besiegte [[Mexiko]] die USA mit 2:1 in der WM-Qualifikation der CONCACAF. Durch diesen Sieg bleibt Mexiko weiter im Rennen um die Qualifikation für die [[Fußball]]-WM 2010.
 +
 +''''' 2009, 14. August''''' Zwölf Jahre nach einem Massaker in der Ortschaft [[Acteal]], Bundesstaat [[Chiapas (Bundesstaat)|Chiapas]], bei dem 45 Bewohner der [[Indígenas|indigenen]] Volksgruppe der [[Tzotziles]] getötet wurden, hat der [[Rechtssprechung|Oberste Gerichtshof]] von [[Mexiko]] die Urteile gegen 20 mutmaßliche Täter aufgehoben. Die Männer, die einer [[Paramilitärs|paramilitärischen Gruppe]] zugeordneten werden und Haftstrafen von 20 bis 40 Jahren erhielten, wurden freigelassen. Gegen sechs weitere Männer müssen die Verfahren neu aufgerollt werden. Die Aufhebung der Urteile begründeten die Richter mit "juristische Fehler" im Prozess.
 +
 +''''' 2009, 14. August''''' Unbekannte haben in der mexikanischen Grenzstadt [[Ciudad Juárez]] einen 43-jährigen Polizisten, der in einer Einheit zur Bekämpfung von Autodiebstählen arbeitete, mit 115 Schüssen auf sein Fahrzeug getötet. Laut Angaben der Staatsanwaltschaft hätten die Angreifer, die mit zwei Fahrzeugen unterwegs waren, mit Sturmgewehren das Feuer eröffnet.In der an der [[Grenze Mexiko-USA|Grenze zu den USA]] gelegenen Stadt Ciudad Juárez herrscht ein erbitterter Kampf zwischen rivalisierende [[Journalisten #Ciudad Juárez: Hintergrundinformation|Rauschgiftkartelle]].Im laufenden Jahr 2009 gab es bereits 1.300 Tötungsdelikte, worunter sich 38 [[Polizei|Polizisten]] als Opfer befinden.
 +
 +''''' 2009, 15. August''''' In der Haftanstalt Gómez Palacio im Bundesstaat [[Durango (Bundesstaat)|Durango]] wurden bei blutigen Bandenkämpfen zwischen Gefangenen 19 Häftlinge getötet und über 20 weitere verletzt [http://www.eluniversal.com.mx/notas/619567.html El Universal]. Die ca. vierstündigen Auseinandersetzungen, bei denen die Häftlinge Feuerwaffen und Messer benutzten, wurden durch Angehörige der [[Polizei|Bundespolizei]] und der [[Militär|Streitkräfte]] beendet [http://www.focus.de/panorama/welt/kriminalitaet-19-tote-bei-unruhen-in-mexikanischem-gefaengnis_aid_426398.html].
 +
 +==September==
 +''''' 2009, 03. September ''''' Bei einem Überfall auf eine Drogenentzugsklinik in [[Ciudad Juárez]] wurden 17 Patienten von einem Dutzend vermummter Angreifer, die vermutlich einer Drogenbande angehören, ermordet. Nachdem die Angreifer die Patienten zwangen, sich auf dem Flur aufzustellen, wurden sie der Reihe nach erschossen. In der Amtszeit von Präsident [[Felipe Calderón Hinojosa|Felipe Calderón]] ist dies im Kampf gegen die [[Drogenkrieg|Drogenkartelle]] einer der schwersten Überfälle. Bereits einen Tag zuvor wurden im Bundesstaat [[Michoacán (Bundesstaat)|Michoacán]] der Vize-Sicherheitschef sowie zwei seiner Leibwächter und ein Unbeteiligter erschossen.
 +
 +''''' 2009, 06. September ''''' Wie mexikanische [[Medien]] berichteten, wurde drei Tage nach dem Massaker in einer Drogenentzugsklinik von [[Ciudad Juárez]], der Anführer der Mörder, José Rudolfo Escajeda, durch Sicherheitskräfte festgenommen. Escajeda, der dem [[Drogenkrieg|Juarez-Kartell]] angehört, gilt im [[Bundesstaaten|Bundesstaat]] [[Chihuahua (Bundesstaat)|Chihuahua]] als einer der brutalsten Auftragsmörder.
 +
 +''''' 2009, 07. September ''''' Im mexikanischen [[Bundesstaaten|Bundesstaat]] [[Tabasco (Bundesstaat)|Tabasco]] wurde, rund einen Monat vor der Parlamentswahl am 18. Oktober, ein Kandidat der Revolutionären institutionellen Partei ([[PRI]]) samt Familie ermordet. José Francisco Fuentes, dem Umfrageergebnisse gute Chancen auf einen Sieg voraussagten, wurde von Unbekannten enthauptet. Seine Ehefrau wurde durch einen Kopfschuss getötet und seine beiden Kinder, acht und zehn Jahre alt, wurden erstickt. Opfer zu enthaupten gilt bei den Ermittlern als ein Markenzeichen der [[Drogenkrieg|Drogenmafia]]. Nähere Angaben zu den Morden wurden von Seiten der Behörden nicht abgegeben.
 +
 +''''' 2009, 08. September ''''' [[Staatspräsident]] [[Felipe Calderón Hinojosa|Felipe Calderón]] hat zur Mitte seiner Amtszeit eine Neubesetzung von mehreren wichtigen Führungsposten angekündigt. Der seit Dezember 2006 bisherige amtierende Generalstaatsanwalt [[Eduardo Medina Mora Icaza|Eduardo Medina Mora]], der als [[PGR|Generalstaatsanwalt]] das Vorgehen gegen den organisierten [[Drogenkrieg|Drogenhandel]] lenkte, soll durch den früheren Staatsanwalt des Bundesstaats [[Chihuahua (Bundesstaat)|Chihuahua]], Arturo Chávez Chávez, ersetzt werden. Landwirtschaftsminister Alberto Cárdenas wird durch Francisco Javier Mallorga, der das Agraressort bereits unter Calderóns Vorgänger [[Vicente Fox Quesada|Vicente Fox]] leitete, ersetzt. Eduardo Medina Mora und Alberto Cárdenas haben bereits ihren Rücktritt erklärt.
 +
 +''''' 2009, 08. September ''''' Angesichts fallender Ölproduktion hat Mexikos [[Staatspräsident]] [[Felipe Calderón Hinojosa|Felipe Calderón]] den Chef des staatlichen Ölkonzerns [[PEMEX]], Jesus Reyes Heroles, wegen Erfolglosigkeit entlassen. Sein Nachfolger wird der ehemalige Brauereimanager und Banker Juan José Suárez Copel. Suárez soll nun die Suche nach neuen Erdgas- und Rohölquellen vorantreiben, nachdem seit 2004 die mexikanische Ölproduktion wegen der Schwäche des alternden Großfeldes Cantarell mehr als ein Viertel zurückgegangen ist.
 +
 +''''' 2009, 09. September ''''' Nach der Erstürmung eines entführten Passagierflugzeuges wurde auf dem internationalen Flugplatz von [[Mexiko Stadt]] eine Flugzeugentführung unblutig beendet. Zuvor wurde in den [[Medien]] berichtet, dass mehrere Männer mit einer Bombendrohung eine mit 104 Passagieren besetzte Boeing 737 der Fluggesellschaft AeroMexico, nach dem Abflug vom Flughafen in [[Cancún]] in ihre Gewalt brachten. Die Luftpiraten hätten verlangt, so die Medienmitteilungen weiter, mit dem mexikanischen [[Staatspräsident]] [[Felipe Calderón Hinojosa|Felipe Calderón]] zu sprechen. Laut Fernsehberichten wurden nach der Erstürmung fünf Entführer festgenommen.
 +
 +''''' 2009, 09. September ''''' Angesichts der Belastungen durch die Wirtschaftskrise hat [[Staatspräsident]] [[Felipe Calderón Hinojosa|Felipe Calderón]] in einer Fernsehansprache ein drastisches Sparprogramm angekündigt, mit dem rund zehn Milliarden Euro eingespart werden sollen. Vorgesehen ist eine "Verschlankung" der föderalen Administration in [[Mexiko]]. Die Ministerien für [[Tourismus]], Landwirtschaftsreform und den öffentlichen Dienst sollen geschlossen und von anderen Institutionen übernommen werden. Ebenfalls vorgesehen ist das Einfrieren der Gehälter aller Bundesbediensteten auf mittlerer Ebene.
 +
 +''''' 2009, 10. September ''''' Die Entführung des Passagierflugzeuges vom 9. September wurde, laut Sicherheitsminister Genaro Garcia Luna, von einem Einzeltäter durchgeführt, bei dem es sich offenbar um einen geistig verwirrten Mann handelt. Der Luftpirat, ein 44-jähriger protestantischer Pfarrer, gab an, dass er aufgrund einer „göttlichen Eingabe“ handelte. Er habe wegen eines drohenden großen Erdbebens am unheilvollen 9.9.09 dem mexikanischen [[Staatspräsident]]en [[Felipe Calderón Hinojosa|Felipe Calderón]] eine Warnung überbringen wollen.
 +
 +''''' 2009, 11. September ''''' Vom 9.-11.September fand in [[Mexiko Stadt]] eine Konferenz zum Thema Abrüstung statt, die vom Department of Public Information Committee on Non-Governmental Organizations (UN DPI/NGO) der UNO organisiert wurde. Zum Abschluss der Konferenz riefen die 1300 Teilnehmer internationaler Nicht-Regierungsorganisationen ([[NGO]]) die Führer der Welt auf, das Jahrzehnt zwischen 2010 und 2020 zum Jahrzehnt der Abrüstung zu deklarieren.
 +
 +''''' 2009, 18. September ''''' Die mexikanischen [[Secretaría de Salud|Gesundheitsbehörden]] rechnen mit einem Anstieg der Todesfälle durch das [[Influenza-Pandemie 2009|Virus der Influenza A/H1N1]] und gehen schätzungsweise von 2.000 Todesfällen zwischen September 2009 bis März 2010 aus. Die Neuinfektionsrate wird in den kommenden Monaten mit einer bis fünf Millionen vermutet und kann, laut Gesundheitsminister Jose Angel Cordoba, bei 107 Millionen Einwohnern auch noch höher liegen. Cordova hofft, dass bis Ende Oktober eine erste Serie von Impfstoffen gegen das Virus zum Einsatz kommt.[http://karibik.mediaquell.com/2009/09/18/a1hn1-mexiko-rechnet-mit-anstieg-der-todesfaelle-839/]
 +
 +''''' 2009, 19. September ''''' In der [[Metro|U-Bahn Station]] Balderas von [[Mexiko-Stadt]] hat ein 38-jähriger Mann auf der Flucht vor der [[Polizei]] zwei Menschen erschossen und fünf weitere verletzt. Die Tat ereignete sich inmitten einer großen Menschenmenge, nachdem ein Polizist den Täter davon abhalten wollte, Parolen gegen die [[Gobierno federal|Regierung]] an die Wände der Station zu malen.
 +
 +''''' 2009, 20. September ''''' Nachdem im Norden Mexikos ein Anstieg der [[Influenza-Pandemie 2009|Influenza A (H1N1)]] zu verzeichnen ist, gab der mexikanische [[SEP (Ministerium)|Erziehungsminister]] Alonso Lujambio Irazábal bekannt, dass 3.500 Schulen im Land geschlossen bleiben, um eine weitere Ausbreitung der Krankheit einzudämmen. [http://www.jornada.unam.mx/2009/09/19/index.php?section=sociedad&article=049n2soc] Betroffen von den Schließungen sind in erster Linie die [[Bundesstaaten]] [[San Luis Potosí (Bundesstaat)|San Luis Potosi]], [[Baja California Sur (Bundesstaat)|Baja California Sur]] und [[Sinaloa (Bundesstaat)|Sinaloa]]. Im Südosten Mexikos hat sich, laut dem Gesundheitsministerium ([[Secretaría de Salud]]), die Anzahl der [[Influenza-Pandemie 2009|Influenza A (H1N1)]] Fälle stabilisiert. Bis zum 18. September 2009 gab es in [[Mexiko]] 26.556 bestätigte Fälle von Influenza A (H1N1) mit 218 Todesfällen.
 +
 +''''' 2009, 23. September ''''' Nach einer Schießerei mit [[Coyote (Schleuser)|Menschenschmugglern]] wurde der [[Grenze Mexiko-USA|Mexiko/USA-Grenzübergang]] Tijuana/San Diego für sechs Stunden gesperrt. In drei Kleinbussen hatten Menschenhändler versucht, Dutzende [[Migration|Migranten]] in die USA zu schmuggeln.
 +
 +''''' 2009, 24. September ''''' In der Stadt Casas Grandes, Bundesstaat [[Chihuahua (Bundesstaat)|Chihuahua]], wurde ein [[Journalisten|Journalist]] ermordet, der über die Gewalt in der Region berichtet hatte. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft drang ein bewaffnetes Kommando, das die Handschrift eines [[Drogenkrieg|Drogenkartells]] trägt, in die Redaktion ein und erschoss gezielt den Reporter.
 +
 +''''' 2009, 25. September ''''' Im [[Municipio]] (Gemeinde) Petatlán, Bundesstaat [[Guerrero (Bundesstaat)|Guerrero]], wurden die von Schüssen durchsiebten Leichen von fünf Frauen, die zwischen 18 und 35 Jahren alt waren, neben einem Auto gefunden. Das Auto hatte ein Nummernschild aus [[Jalisco (Bundesstaat)|Jalisco]] und war 500 m neben einer Müllhalde abgestellt. Über den Hintergrund der Tat gibt es bislang keine näheren Angaben. <br />
 +Im Bundesstaat [[Chihuahua (Bundesstaat)|Chihuahua]] wurden auf der Straße zwischen der Stadt [[Chihuahua (Stadt)|Chihuahua]] und [[Ciudad Juárez]] drei Kühlboxen mit abgetrennten menschlichen Köpfen entdeckt. In [[Ciudad Juárez]] wurde in einem Kühlschank in der [[Colonia]] Revolución eine weitere Kühlbox mit einem abgetrennten Kopf gefunden. Abgetrennte Köpfe gelten als Drohung und Warnung der [[Drogenkrieg|Drogenkartelle]].
 +
 +''''' 2009, 25. September '''''Bischof Raúl Vera López, aus der Diözese [[Saltillo (Coahuila)|Saltillo]], beschuldigt [[Mexiko]]s [[Gobierno Federal|Regierung]] nicht in der Lage zu sein, die [[Menschenrechte]] im Land zu garantieren und die Macht längst dem organisierten Verbrechen überlassen zu haben. Die zunehmende [[Militär|Militarisierung]], so der Bischof weiter, führe das Land auf den Weg der Diktatur.
 +
 +''''' 2009, 26. September ''''' [[Mexiko]] ist knapp ein halbes Jahr nach Ausbruch der
 +[[Influenza-Pandemie 2009|Influenza A/H1N1]] (vormals Schweinegrippe genannt) von einer zweiten Welle der neuen Grippe erfasst worden. Im September wurden an nur einem Tag 483 neue Fälle der Influenza A/H1N1 registriert. Das Gesundheitsministerium ([[Secretaría de Salud]]) rechnet bei dieser zweiten Welle mit deutlich höheren Infektionszahlen als bei der ersten Influenza A/H1N1-Welle im Frühjahr 2009. Laut Gesundheitsminister José Ángel Córdova ist gewöhnlich mit einem milden Verlauf der Krankheit zu rechnen wenn sie rechtzeitig behandelt wird. Bis zum 24. September 2009 gab es in Mexiko, laut dem Gesundheitsministerium 29.417 bestätigte Fälle von Influenza A (H1N1) (bis zum 22.9.: 27.660) mit 226 Todesfällen (bis zum 22.9.: 222).
 +
 +''''' 2009, 29. September ''''' Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage infolge der Finanzkrise hat [[Mexiko]] seine Bewerbung als Ausrichter für die Weltmeisterschaften 2018 und 2022 zurückgezogen. Dies gab der mexikanische Fußball-Verband am Dienstag offiziell bekannt.
 +
 +==Oktober==
 +
 +''''' 2009, 16. Oktober ''''' Im Bundesstaat [[Guerrero (Bundesstaat)|Guerrero]]
 +haben [[Polizei|Polizisten]] die Leichen von neun enthaupteten Männern gefunden, die im Zusammenhang mit dem [[Drogenkrieg]] stehen. Nach Angaben der Behörden befanden sich die Enthaupteten in schwarzen Plastiksäcken, die in einem verlassenen Kleintransporter abgelegt worden waren.
 +
 +''''' 2009, 16. Oktober ''''' Im Rahmen einer landesweiten Gesundheitskampagne wurden in [[Mexiko]] 1300 übergewichtige [[Polizei|Polizisten]] auf Diät gesetzt. Von ca. zehn Polizisten sind in [[Mexiko-Stadt]] ca. sieben zu dick. Mexiko, gefolgt von den USA, gilt als das Land mit den meisten Fettleibigen.
 +
 +''''' 2009, 16. Oktober ''''' Nach Angaben der mexikanischen [[SAGARPA|Ministerien für Umwelt und Landwirtschaft]] hat [[Mexiko]] nun erstmals den Anbau von gentechnisch verändertem [[Mais]] zugelassen. [http://www.sueddeutsche.de/wissen/863/491233/text/]
 +
 +''''' 2009, 17. Oktober ''''' Nach Schließung des staatlichen Stromversorgers für den Großraum [[Mexiko-Stadt]], die am vergangenen Wochenende per Dekret durch die [[Gobierno Federal|mexikanische Regierung]] erfolgte, zogen ca. 150.000 Menschen protestierend auf die Straße. Betroffen von der Schließung sind ca. 50.000 Arbeiter.
 +
 +''''' 2009, 18. Oktober ''''' Der vor [[Mexiko]]s Pazifikküste tobende [[Hurrikan]] „Rick“ wurde auf die höchste [[Hurrikan#Saffir-Simpson Hurrikan Skala|Kategorie fünf]] heraufgestuft. Der als extrem gefährlich geltende Hurrikan, der in einer Entfernung von ca. 400 Kilometer parallel zur Küste in Richtung Nordwesten wandert, ist mit Windgeschwindigkeiten von 285 Kilometer pro Stunde der stärkste Hurrikan seit mehr als zehn Jahren in dieser Region. Obwohl Meteorologen nicht von einem Landfall ausgehen, wurden wegen heftiger Regenfälle und stürmischer Winde von den Behörden an den Küsten von [[Michoacán (Bundesstaat)|Michoacán]], [[Colima]], [[Jalisco (Bundesstaat)|Jalisco]], [[Nayarit (Bundesstaat)|Nayarit]] und [[Sinaloa (Bundesstaat)|Sinaloa]][http://smn.cna.gob.mx/boletin/avisos/pacifico/pacifico.html] vorsorglich [[Sistema De Alerta Temprana Para Ciclones Tropicales|Alarm]] ausgelöst und [[Hurrikan#Gefahren|Notunterkünfte]] eingerichtet. Kleinere Häfen wurden aufgrund meterhoher Wellen geschlossen. Der [[Hurrikan]] wird voraussichtlich bis Mitte der Woche die Halbinsel [[Baja California]] erreichen, wobei Meteorologen mit einer deutlichen Abschwächung des Hurrikans rechnen.
 +
 +''''' 2009, 20. Oktober ''''' [[Hurrikan]] „Rick“ hat sich mittlerweile zu einem [[Hurrikan#Einteilung|Tropensturm]] mit Windgeschwindigkeiten von ca. 100 Stundenkilometern abgeschwächt. Am Dienstag (13:00 Uhr Lokalzeit/ 18GMT) befand sich der Sturm ca. 325 km südlich von Cabo San Lucas ([[Baja California]]) und ca. 150 km nord-nordöstlich der Isla Socorro ([[Colima (Bundesstaat)]])
 +[http://smn.cna.gob.mx/boletin/avisos/pacifico/pacifico.html]. Zwei Menschen kamen durch die Ausläufer des Sturms ums Leben. Im Nordwestpazifik war „Rick“ der siebte [[Hurrikan]] in der diesjährigen [[Hurrikan#Hurrikanzeit in Mexiko|Hurrikansaison]], die bislang glimpflich verlaufen ist.
 +
 +''''' 2009, 20. Oktober ''''' In [[Mexiko-Stadt]] haben an dem 14. Clown-Kongress, auch Lach-Messe genannt, mehr als 500 Clowns aus Amerika und Lateinamerika teilgenommen. Auf dem Programm standen neben Infos zu Kostüme, Mimik, Schminke und Schauspiel auch ein fünfminütiges Dauerlachen.
 +
 +==November==
 +''''' 2009, 09. November '''''In der [[Archäologische Stätte|Ausgrabungsstätte]] [[Calakmul (Archäologische Stätte)|Calakmul]], Bundesstaat [[Campeche (Bundesstaat)|Campeche]], entdeckten mexikanische und US-Forscher ungewöhnliche Wandgemälde der [[Maya (Hochkultur)|Maya]]-Kultur. Die Malereien zeigen Männer, Frauen und Kinder in Szenen des Alltags.
 +
 +''''' 2009, 11. November ''''' In San Matías Cuijingo, [[Municipio]] Juchitepec im [[Estado de México (Bundesstaat)|Estado de México]], haben [[Polizei|Polizeikräfte]] verhindert, dass vier Entführer von der aufgebrachten Bevölkerung in Selbstjustiz gelyncht wurden. Die Entführer, die nun im Gefängnis auf ihren Prozess warten, wurden zuvor von dem wütenden Mob, ca. 1000 Personen, durch die Straßen des Ortes gejagt. In [[Mexiko]] werden pro Tag durchschnittlich ca. 125 Personen [[Secuestro express|entführt]].
 +
 +''''' 2009, 11. November ''''' Mexikanische Geschäftsleute aus der [[Grenze Mexiko-USA|Grenzstadt]] [[Ciudad Juárez]], die als die Stadt mit der weltweit höchsten Mordrate gilt, haben die Vereinten Nationen zur Stationierung von Blauhelmsoldaten aufgefordert. Anlass ist der eskalierende [[Drogenkrieg]], der im laufenden Jahr bereits über 2.000 Todesopfer gefordert hat.
 +
 +''''' 2009, 12. November ''''' In der Rangliste der 67 "World's Most Powerful People" des US-Wirtschaftsmagazins "Forbes" wurde der mexikanische [[Drogenkrieg|Drogenboss]] Joaquin Guzman, genannt "El Chapo", auf Platz 41 gesetzt. Joaquin Guzman, dessen Vermögen auf ca. eine Milliarde Dollar geschätzt wird, ist der Chef des Drogenkartells von Sinaloa. Für Hinweise, die zu einer Verhaftung von Guzman führen, ist eine Belohnung von 1,5 Millionen Euro ausgesetzt.
 +
 +''''' 2009, 13. November ''''' Gegen die Aufnahme des mexikanischen [[Drogenkrieg|Drogenbosses]] Joaquin Guzman, genannt "El Chapo", in die Liste der mächtigsten Persönlichkeiten der Welt (World's Most Powerful People) des US-Wirtschaftsmagazins "Forbes", hat [[Mexiko]] in scharfer Form protestiert. Die Aufnahme von Guzman in diese Liste, ist laut dem mexikanischen
 +[[Secretaría de Gobernación|Innenministerium]], eine Beleidigung für den blutigen Kampf der [[Gobierno Federal|Regierung]] gegen die Drogenkartelle und praktisch eine Rechtfertigung des Verbrechens.
 +
 +==Dezember==
 +
 +''''' 2009, 17. Dezember ''''' Bei einem heftigen Gefecht mit [[Polizei|Sicherheitskräften]] wurde der [[Drogenkrieg|Drogenboss]] Arturo Beltrán Leyva, alias der "Boss der Bosse", in einer Wohnanlage in [[Cuernavaca]] getötet. Der 47-Jährige Arturo Beltrán Leyva, auf den eine Belohnung von 1,5 Millionen Dollar ausgesetzt war, galt als einer der meistgesuchten Anführer eines [[Drogenkrieg|Drogenkartells]] in [[Mexiko]]. Bei dem Gefecht, wobei vier weitere mutmaßliche Bandenmitglieder starben, mussten Anwohner aufgrund seiner Heftigkeit vorübergehend in ein benachbartes Stadion in Sicherheit gebracht werden.
 +
 +''''' 2009, 19. Dezember ''''' Vor rund 200.000 Menschen hat der spanische Startenor Plácido Domingo in [[Mexiko-Stadt]] ein Konzert gegeben. Der letzte Auftritt des Startenors, der einen großen Teil seiner Jugend in der mexikanischen Hauptstadt verbrachte, lag zu diesem Zeitpunkt bereits mehr als 10 Jahre zurück. Das Konzert, bei dem Domingo unter anderem Lieder aus der Oper „El Cid Campeador“ sag, fand auf dem [[Paseo de la Reforma]] statt, mit Blick auf den derzeit höchsten Weihnachtsbaum der Welt.

Aktuelle Version

Siehe auch: Geschichte | Zeittafel |Jahreschronik 2006 | Jahreschronik 2007 | Jahreschronik 2008| Jahreschronik 2010 | Jahreschronik 2011 |

Chronik wichtiger Ereignisse im Jahr 2009

Inhaltsverzeichnis

Januar

2009, 01. Januar Rund 200 Organisationen aus aller Welt begehen in San Cristóbal de Las Casas, im südlichen Bundesstaat Chiapas, den 15. Jahrestag der Erhebung durch die Zapatistische Armee zur Nationalen Befreiung (EZLN).

2009, 02. Januar Zehn mutmaßliche Drogenhändler wurden von Mexiko an die USA ausgeliefert. Unter den Ausgelieferten befand sich unter anderem der Kolumbianer Juan de Diós Espinosa, genannt „der Tiger“, der als wichtigster Verbindungsmann zwischen den Drogen-Kartellen in Mexiko und Kolumbien gilt.

2009, 02. Januar Laut einem Sprecher des kanadischen Außenministeriums erlitten zwei kanadische Touristen Schussverletzungen, als sie im Badeort Cabo San Lucas in einem Nachtclub angegriffen wurden.

2009, 02. Januar Der Drogenkrieg im Norden Mexikos hat zwölf weitere Menschenleben gekostet. Am Silvestertag kamen laut Polizeiangaben in Ciudad Juárez, an der Grenze zu den USA (Bundesstaat Chihuahua) , bei einer Schießerei zwischen Polizisten und Angreifern zwei Männer ums Leben. Bei einer Verfolgungsjagd quer durch die Stadt wurde ein weiterer Mann von einem Mordkommando erschossen. Neun weitere Opfer wurden in verschiedenen anderen Orten des Bundesstaates gefunden. Im Drogenkrieg kamen im Jahre 2008 mehr als 5.300 Menschen ums Leben.

2009, 02. Januar Mexiko, Japan, Österreich, die Türkei und Uganda sind für die kommenden zwei Jahre neu im UN-Weltsicherheitsrat vertreten. Im Oktober waren die fünf Länder in das höchste UN-Gremium gewählt worden. Deutschland will sich erst wieder für die Sitzungsperiode 2011/2012 um einen nichtständigen Sitz bewerben.

2009, 03. Januar Laut einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP, auf Grundlage von Polizeiberichten, hat sich im Jahre 2008 in der nordmexikanischen Grenzstadt Ciudad Juárez die Zahl der Todesfälle im Drogenkrieg verfünffacht. Im Jahre 2007 wurden 318 Tote registriert und 1.653 im Jahre 2008. Im Jahre 2008 kamen in Mexiko im Drogenkrieg insgesamt mehr als 5.376 Menschen ums Leben. Das sind mehr als doppelt so viele Tote wie im Jahr 2007 und bedeutet einen Anstieg von 117 Prozent. Seit Dezember 2006, als Mexikos Staatspräsident Felipe Calderón eine Offensive gegen die Drogenkartelle ausrief, sind damit mittlerweile rund 8.000 Menschen getötet worden. Brutalität und Erbarmungslosigkeit erlebten dabei neue Dimensionen und wiederholte Funde von geköpften Leichen erschütterten die Öffentlichkeit. Zudem wurden in Mexiko 2008 mehr Menschen entführt als in Kolumbien oder im Irak.

2009, 06. Januar In Cancún mussten 270 Passagiere der Condor wegen einer Hydraulik-Panne 53 Stunden auf ihren Rückflug nach Frankfurt warten. Ein Ersatzteil musste erst aus Deutschland eingeflogen werden und laut einer Unternehmenssprecherin habe ein Ersatzflugzeug nicht zur Verfügung gestanden.

2009, 07. Januar Am Dienstag wurden im Bundesstaat Chihuahua, im Grenzgebiet zu den USA, zehn teils verstümmelte Leichen gefunden, die im Zusammenhang mit dem andauernden Drogenkrieg stehen. Nach Justizangaben befand sich unter den Opfern ach ein 13-jähriger Junge.

2009, 07. Januar Vom 13. bis 18.Januar 2009 wird in Mexiko-Stadt das 6. katholische "Welttreffen der Familien" stattfinden. Der Papst wird dabei von Kardinal-Staatssekretär Bertone vertreten. Das Welttreffen steht unter dem Motto "Die Familie, Erzieherin zu menschlichen und christlichen Werten".

2009, 07. Januar Die Regierung präsentiert das "Acuerdo Nacional en Favor de la Economía Familiar y el Empleo", ein 25-Punkte-Plan, um künftigen Auswirkungen der Wirtschaftskrise zu begegnen ([1]). Unter anderem werden die Benzinpreise für 2009 eingefroren, der Preis für Flüssiggas soll um zehn Prozent abgesenkt werden

2009, 07. Januar Das Leben von Schauspieler Mario Moreno alias "Cantinflas" soll verfilmt werden. Nach US-Medienberichten soll Alejandro Gomez Monteverde Regisseur sein.

2009, 07. Januar Unbekannte beschießen das Gebäude des TV-Senders "Televisa Monterrey" in der gleichnamigen Stadt und werfen eine Handgranate. Es wird niemand verletzt.

2009, 10. Januar Als Gewinnerin des Wettbewerbes „Opfer der unnötigsten bürokratischen Hürde", an dem 20.000 frustrierte Mexikaner teilgenommen haben, nahm Cecilia Velázquez von Staatspräsident Felipe Calderón einen Scheck von über 300.000 Pesos (rund 16.000 Euro) in Empfang. Gewonnen hat Velázquez, weil sie alle 14 Tage sieben Unterschriften einsammeln muss, um wichtige Medikamente für ihren kranken Sohn zu erhalten.

2009, 12. Januar Der künftige US-Präsident Barack Obama ist am Montag mit dem mexikanischen Staatspräsidenten Felipe Calderón Hinojosa, als erstes ausländisches Staatsoberhaupt zusammengetroffen. Schwerpunkt der Gespräche sollten die Zukunft der Nordamerikanischen Freihandelszone (NAFTA); illegale Einwanderung sowie die Hilfe im Kampf gegen Drogenhandel und die Drogenmafia sein.

2009, 15. Januar In Ciudad Juárez, nahe der Grenze zu den USA, sind erneut 9 Menschen im Drogenkrieg getötet worden. In anderen Orten des Bundesstaates Chihuahua wurden zwei weitere Menschen erschossen.

2009, 18. Januar Der 6. katholische Weltfamilientag ist am Sonntag mit einem Appell zur Stärkung und Förderung der Familie zu Ende gegangen. Kardinal-Staatssekretär Tarcisio Bertone forderte am Marienheiligtum von Guadalupe vor rund einer Million Teilnehmer, die zentrale Rolle der Familie rechtlich und materiell zu stärken.

2009, 18. Januar Am kommenden Montag entscheidet der Internationale Gerichtshof in Den Haag, ob die USA Todesurteile gegen 51 Mexikaner erneut überprüfen müssen. Mexiko hatte sich an den Internationalen Gerichtshof gewandt, um die Vollstreckung weiterer Todesurteile ohne Überprüfung der Rechtmäßigkeit zu verhindern, nachdem im August 2008 ein Mexikaner im US-Bundesstaat Texas hingerichtet wurde. Obwohl bereits im Jahre 2004 festgestellt worden war, dass die USA gegen die Wiener Konvention verstoßen hatte, entschied das Oberste US-Gericht, dass die Wiener Konvention in den USA erst dann ihre Gültigkeit erlangt, wenn sie durch einen Beschluss des Parlaments in nationales Recht umgesetzt wird.

2009, 20. Januar Eduardo Romero, Bürgermeister von Guanajuato, hat aufgrund tagelanger Proteste sein in der vergangenen Woche ausgesprochenes „Verbot von besonders leidenschaftlichen Küssen in der Öffentlichkeit“, das mit einer Geldstrafe von 1500 Pesos (83 Euro) bestraft werden sollte, zurückgenommen. Im Anschluss verkündete Eduardo Romero :"Ab heute ist Guanajuato die Hauptstadt der Küsse.“

2009, 20. Januar Der Hochverschuldete New-York-Times-Konzern erhält seit Montag, laut Medienberichten, eine Finanzspritze in Höhe von 250 Mio. Dollar (umgerechnet ca. 190 Millionen Euro) von dem mexikanischen Unternehmer und Milliardär Carlos Slim Helú, der im Jahre 2007 als der reichte und 2008 als der zweitreichste Mann der Welt genannt wird. Im Gegenzug erhält Carlos Slim dafür Schuldscheine, die 2015 fällig werden.

2009, 20. Januar Der Internationale Gerichtshof in Den Haag stimmte am Montag einer Beschwerde Mexikos gegen die Verhängung von Todesstrafen gegen 51 Mexikaner in den USA zu, denen der Beistand durch Konsularbeamte ihres Landes verweigert worden war. Mit der Hinrichtung des 33-jährigen Mexikaners Jose Ernesto Medellin im August 2008 habe die USA, laut der IGH, gegen internationales Recht verstoßen und eine ausdrückliche Weisung der höchsten Rechtsinstanz der Vereinten Nationen missachtet.

2009, 20. Januar Am Montag wurde vor der Tür eines Amtsgebäudes in der nordmexikanischen Stadt Praxedis, der abgetrennte Kopf eines örtlichen Polizeichefs in einer Kühlbox gefunden. Der Polizeichef war zuvor am Samstag mit sechs weiteren Personen entführt worden. In der Stadt Chihuahua wurden zwei Tage später sechs Leichen mit Schuss-und Folterwunden am Rande einer Strasse gefunden. Dem Justizsprecher zufolge war dies die „Handschrift“ des Sinaloa-Kartells. Ebenfalls am Montag wurden in der Grenzstadt Ciudad Juárez vier Männer im Drogenkrieg getötet. In mehreren Städten im Bundesstaat Chihuahua wurden weitere sechs Leichen, unter denen sich auch eine Frau befand, gefunden.

2009, 21. Januar In der Stadt Guadalupe, im nördlichen Bundesstaat Chihuahua, sind nur einen Tag nach dem Fund eines abgetrennten Kopfes im mexikanischen Drogenkrieg vor dem Rathaus erneut drei Männerköpfe in einer Kühlbox gefunden worden. Einige Kilometer weiter wurde in einem Kanal eine kopflose Leiche gefunden. Bei dem Toten handelt es sich laut Behördenangaben um einen der sechs Polizisten, die am Wochenende entführt worden sind.

2009, 22. Januar Mexiko will auf die fortschreitende Zunahme von Gewaltverbrechen im eigenen Lande reagieren und die Wiedereinführung der im Jahre 2005 offiziell abgeschafften Todesstrafe prüfen lassen. Einem Antrag der Grünen Umweltschutzpartei, „die Wiedereinführung der Todesstrafe bei Entführung und Ermordung eines Opfers“ durch ein Expertengremium prüfen zu lassen, stimmten am Mittwoch fast alle Fraktionen zu. Voraussichtlich sollen in diesem Jahr Politiker, Vertreter von Nichtregierungsorganisationen, Beamte und andere Fachleute in den Foren zur Debatte über die Todesstrafe zusammentreffen.Ein zeitliches Limit ist nicht gesetzt. Eine im Jahre 2008 durchgeführte Umfrage der Bevölkerung ergab, das rund drei Viertel der Mexikaner für eine Wiedereinführung der Todesstrafe stimmen.

2009, 22. Januar Eine paramilitärische Gruppe namens Bürgerkommando von Juárez hat mit der eigenmächtigen Verfolgung von Gewalttätern und Selbstjustiz gedroht, wenn die mexikanischen Behörden nicht bis zur Parlamentswahl am 5. Juli die Machenschaften der organisierten Kriminalität erfolgreich bekämpfen und die Ordnung wieder herstellen. Die Gruppe drohte weiter, täglich einen Gewaltverbrecher zu töten und durch Kämpfer auf den Straßen für Gerechtigkeit zu sorgen. Im vergangenen Jahr forderte der Drogenkrieg mehr als 5.300 Tote.

2009, 23. Januar In dem mexikanischen Pazifikhafen Manzanillo, Bundesstaat Colima, haben laut Behördenangaben Rauschgiftfahnder am Donnerstag mehr als acht Millionen Pseudoephedrin Aufpusch-Tabletten konfisziert. Verstaut waren die Tabletten in einem unter der Flagge von Antigua und Barbuda fahrenden Schiff.

2009, 24. Januar In Nordmexiko, in der Nähe von Tijuana, wurde am Wochenende von der mexikanischen Bundespolizei und Einheiten der in den Drogenkrieg eingebundenen Streitkräfte, der 45-Jährige Santiago Meza López verhaftet, der im Auftrag des Drogenbosses Teodoro García Simental in den letzten zehn Jahren mindestens 300 Körper von Ermordeten in Säure aufgelöst haben soll. Der als "Suppenkoch" bekannte Santiago Meza erklärte, er habe für die Leichen, die ihm gebracht wurden und die er anschließend „entsorgte“, 600 Dollar pro Woche erhalten.

2009, 25. Januar Am Wochenende (24./25.1) wurde in Mexiko-Stadt von insgesamt 56 Köchen der größte Käsekuchen der Welt gebacken und erhielt einen Eintrag in das Guiness Buch der Rekorde. Der Kuchen, der ca. 2 Tonnen wog bestand aus: 1 Tonne Frischkäse und Joghurt, 250 kg Zucker und 150 kg Butter.

2009, 26. Januar Am Sonntag fand in Mexiko-Stadt eine Großdemonstration von Unterstützer des Linkspolitikers Andrés Manuel López Obrador statt. Mit dieser Demonstration wurde der Rücktritt von StaatspräsidentFelipe Calderón gefordert, unter dessen Regentschaft, laut Lopéz Obrador, die Bevölkerung zunehmend unter Armut, hohen Preisen, Arbeitslosigkeit, Unsicherheit und Gewalt leide.

Februar

2009, 1. Februar Zwei Gruppen rivalisierender Drogenbanden liefern sich an einer Pferderennstrecke in Namiquipa in Chihuahua ein Feuergefecht, bei dem laut Medienberichten drei Menschen ums Leben kommen.

2009, 3. Februar Bei Cancún wird die Leiche des Brigadegenerals a.D. Mauro Enrique Tello Quiñónez zusammen mit denen von zwei Leibwächtern gefunden. Tello war kurz zuvor noch Chef der Militärregion von Michoacán gewesen und hatte dort den Drogenhandel bekämpft, in Cancún war er kaum 24 Stunden zuvor zum Berater für öffentliche Sicherheit ernannt worden. Der Militär war in den neunziger Jahren als Polizeikommandant auch aktiv im Kampf gegen das Verbrechen im Mexiko-Stadt. Wegen seiner möglichen Verwicklung in der nie aufgeklärten Ermordung von sechs Männern bei einer Polizeiaktion 1997 in der Colonia Buenos Aires saß Tello Medienberichten zufolge ein Jahr in Untersuchungshaft ([2],[3]).

2009, 14. Februar Fast 40.000 Menschen haben sich in Mexiko-Stadt auf dem Zócalo gleichzeitig geküsst und damit einen neuen "Weltrekord" für das Guiness-Buch der Rekorde aufgestellt ([4])

2009, 17. Februar Einer neuen Analyse zufolge stellt das Ölfeld von Chicontepec zwischen Veracruz und Puebla die größe Ölreserve Mexikos dar. Technisch bedingt könne das Feld allerdings erst in Jahrzehnten ausgebeutet werden. Chicontepec ist demnach größer als das aktuelle Ölfeld von Cantarell im Golf von Mexiko, dessen Bestände allerdings rapide zurückgehen ([5]).

2009, 17. Februar Blutiger Zusammenstoß zwischen Armee und Drogenmafia in Reynosa: Bei einem mehrstündigen Feuergefecht mitten in der Stadt sind mindestens fünf Menschen getötet und mehrere verletzt worden. Bei den Toten handelt es sich offenbar um Mitglieder der Drogenmafia.

2009, 20. Februar Der Polizeichef von Ciudad Juárez, Roberto Orduña, tritt auf Druck der Drogenmafia zurück. Die hatte angekündigt, alle zwei Tage einen Polizisten zu ermorden, sollte Orduna nicht auf sein Amt verzichten. Als wenig später zwei Polizisten ermordet wurden, gab Orduna seinen Rücktritt bekannt. Das Amt des "Secretario de Seguridad Pública Municipal" wird nun übergangsweise vom Bürgermeister der Stadt geführt. Zeitgleich erklärte die Zeitung El Universal, dass seit Jahresanfang 1003 Menschen im Drogenkrieg getötet worden seien.([6]).

2009, 24. Februar In Otzolotepec sind nach einem Medienbericht ([7]) drei Menschen bei Zusammenstößen zwischen Polizisten und protestierenden Einwohnern durch Schüsse verletzt worden. Nachdem ein Bewohner der Stadt am Sonntag im Polizeigewahrsam aus offenbar ungeklärten Umständen gestorben war und mehrere daraufhin verhaftete Polizisten wieder freikamen, kam es am Dienstag zu gewalttägigen Protesten vor dem städtischen Polizeihauptquartier. In deren Verlauf gab die Polizei gemäß Medienbericht mehrere Schüsse ab.

März

2009, 1. März Weitere 5.000 Soldaten werden nach Ciudad Juárez entsandt, um die Drogenkartelle zu bekämpfen. Schon 2008 waren mehrere tausend Soldaten in die Grenzstadt geschickt worden. Die Armee hat die Führung der kommunalen Sicherheitskräfte übernommen.

2009, 3. März Verkehrsminister Luis Téllez tritt zurück. Sein Amt übernimmt Juan Molinar Horcasitas. Téllez wird Berater des Präsidenten.

2009, 20. März Die Regierung verkündet die Festnahme eines Mitglieds des Golf-Drogenkartells namens Sigifrido Nájera Talamantes, alias "El Canicón". Ihm wird vorgeworfen, verantwotlich zu sein für ein Attentat mit Handgranaten auf das US-Konsulat in Monterrey sowie des Mordes an mehreren Soldaten.

April

2009, 2. April Der Trainer der mexikanischen Fußball-Nationalmannschaft, Sven-Göran Eriksson, wird nach einer 1:3-Niederlage gegen Honduras (1.4.) entlassen. Nur einen Tag später übernimmt der frühere Nationaltrainer Javier Aguirre erneut die Führung der Mannschaft. Aguirre soll die Qualifikation Mexikos zur WM 2010 sichern, er war 2001 bis 2002 mexikanischer Nationaltrainer.

2009, 2. April Die Polizei nimmt einen der wichtigsten Drogenkartellbosse in Mexiko-Stadt fest: Vicente Carrillo Leyva ist einer der Söhne des Gründers des Juárez-Drogenkartells, Amado Carrillo Fuentes.

2009, 16. April Bei einem Feuergefecht zwischen Drogenbanden und Soldaten werden im Dorf San Nicolás del Oro (Municipio San Miguel Totolapan, Guerrero) nach Medienberichten 13 Menschen getötet [8].

2009, 17. April US-Präsident Barack Obama stattet Mexiko einen Staatsbesuch ab. Thema ist unter anderem die gemeinsame Bekämpfung der Drogenkartelle und die Migration von Mexikanern in die USA.

2009, 24. April In Mexiko hat eine von Schweinen auf Menschen übergesprungene Grippeinfektion bereits bis zu 60 Menschen das Leben gekostet. Über 900 weitere Menschen sind vermutlich an der Infektion erkrankt. Die WHO befürchtet den Beginn einer weltweiten Epidemie ([9]).

2009, 26. April Nach Medienberichten sind inzwischen am Virus einer neuen Grippe bis zu 80 Menschen gestorben, über 1.000 Menschen werden wegen Verdacht auf Infektion untersucht ([10]). Die Regierung hat im Bundesdistrikt und damit der Hauptstadt sowie in zwei betroffenen Bundesstaaten ( Estado de México, San Luís Potosí) alle Schulen geschlossen. Sie sollen bis zum 5. Mai geschlossen bleiben.

2009, 29. April Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Pandemie-Alarmstufe wegen der neuen Grippe, auch Schweinegrippe genannt, auf die zweithöchste Stufe angehoben. Jedoch warnen weder das Auswärtige Amt noch die WHO ausdrücklich vor Reisen nach Mexiko. Von den 2.500 Verdachtsfällen in Mexiko sind bislang 26 Schweinegrippe-Infektionen bestätigt, darunter sieben Todesfälle. Nach Meldungen der mexikanischen Regierung ist von bis zu 159 Todesfällen die Rede. Laut Virologen sei das neue Virus derzeit weniger aggressiv als bei einer normalen Influenza ([11]).

2009, 30. April Wegen der Grippe sind bis zum 6. Mai Schulen, Theater, Kinos, Unis, Museen, Fitness-Center und Schwimmbäder in Mexiko-City geschlossen ([12]). Es wurde eine mehrtägige Schließung aller Unternehmen angeordnet, deren Waren oder Dienstleistungen für die Versorgung der Allgemeinheit nicht unbedingt nötig sind ([13]).

Mai

2009, 03. Mai Die H1N1-Influenza, ehemals Schweinegrippe genannt, habe laut dem mexikanischem Gesundheitsminister zwischen dem 23. und 28. April ihren Höhepunkt erreicht. Die Epidemie befinde sich in der abklingenden Phase, trotzdem könne noch keine Entwarnung gegeben werden.

2009, 04. Mai In Säcke verpackt fand die Polizei von Mexico sieben Leichen unter einer Autobahnbrücke zwischen Mexiko-Stadt und Acapulco. Dem Innenministerium zufolge wurden sie von oben herab geworfen. Man geht bei den örtlichen Behörden davon aus, dass die Morde im Zusammenhang mit den örtlichen Drogenkartellen stehen.

2009, 07. Mai Ab heute wird an den Oberschulen und Universitäten des Landes wieder unterrichtet. Die Grundschulen, Mittelstufen sowie die Kindergärten sollen in der kommenden Woche ebenfalls öffnen, auch die meisten Geschäfte, Fußballstadien und Konzerthallen [14]. Die Behörden haben auch die Museen und archäologische Stätten nach tagelanger Schließung wieder für Besucher freigegeben. Alle 175 archäologischen Anlagen im Land seien nach einer «umfassenden Reinigung» wieder für Besucher offen, teilte das Nationale Archäologische Institut am Mittwoch mit [15].

2009, 12. Mai Am Dienstag war die Zahl der Todesopfer durch die H1N1-Influenza nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf 61 gestiegen, nur fünf Todesfälle ereigneten sich außerhalb von Mexiko. Insgesamt gibt es 5251 bestätigte H1N1-Ansteckungen in 30 Ländern [16]. Laut einer Veröffentlichung im US-Fachjournal Science könnten sich bis Ende April in Mexiko mindestens zehnmal so viel Menschen infiziert haben als bislang gemeldet, bislang sind mehr als 2000 Fälle in Mexiko registriert. Nach Angaben der Forscher sterben bis zu 1,4 Prozent der Erkrankten [17].

2009, 15. Mai In Mexiko stieg die Zahl der Grippetoten auf 66 [18]. Insgesamt 2656 Fälle seien nachgewiesen worden, sagte Gesundheitsminister José Ángel Córdova Villalobos. 90 Prozent der Patienten hätten sich vor dem 23. April angesteckt [19]. Neuerkrankungen scheinen in Mexiko rückläufig [20], wobei die Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit binnen eines Tages mehr als tausend weitere Infizierungen bestätigt [21].

2009, 22. Mai Der Großraum von Mexiko-Stadt wurde durch ein heftiges Erdbeben der Stärke 5,7 erschüttert. Laut der US-Erdbebenwarte lag das Epizentrum etwa 140 Kilometer südöstlich von Mexiko-Stadt.

2009, 26. Mai Der am Montag (25.5) im Bundesstaat Durango von acht Unbekannten aus seinem Haus in der Gemeinde Gomez Palacio entführte 36-jährige Polizeireporter der Zeitung «La Opinión Milenio», Eliseo Barrón Laguna, wurde heute tot in einem Abwasserkanal nahe der Stadt gefunden. Die Leiche wies mehrere Schusswunden und Spuren von Folter auf. Vor kurzem hatte Barrón Laguna über einen Konflikt innerhalb der Sicherheitskräfte der nahe gelegenen Stadt Torreon berichtet, woraufhin 302 Polizisten suspendiert wurden. Die Comisión Nacional de los Derechos Humanos (Nationale Kommission der Menschenrechte) kündigte an, sie werde die Hintergründe des Mordes untersuchen. Bereits am 3. Mai war Carlos Ortega von der Zeitung «El Tiempo de Durango» ermordet worden.

2009, 26. Mai Als ein Symbol der Hoffnung plant der Bundesstaat Veracruz ein „Schweinegrippedenkmal“. Die Bronzestatue soll in einem Park von La Gloria, dem Heimatdorf des fünf Jahre alten Edgar Hernandez aufgestellt werden. Hernandez, bekannt als „Patient Null“, war der erste, bei dem der Influenza Virus A/H1N1 (ehemals Schweinegrippe) nachgewiesen wurde und der die Krankheit überlebte.

2009, 27. Mai Nahe der Grenze zu Guatemala haben Forscher der Uni Bonn mit den Ausgrabungen der archäologischen Stätte Uxul begonnen. Finanziert werden diese Ausgrabungen von der deutschen Forschungsgemeinschaft.

2009, 29. Mai Das mexikanische Gesundheitsministerium teilte am 29.Mai 2009 mit [22], dass die Zahl der Toten infolge des Influenza Virus A (H1N1) auf 97 gestiegen ist. Bei 73,2 Prozent der Opfer lagen laut dem Gesundheitsministerium gesundheitliche Probleme vor wie Fettleibigkeit, Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen, Tabakvergiftung und Atemschwierigkeiten. Bei 76,3 Prozent der Opfer lag das Alter zwischen 20 und 54 Jahren. Insgesamt sind in Mexiko 5.029 Menschen an dem Influenza Virus A (H1N1) erkrankt. In allen 31 mexikanischen Bundesstaaten ("Estado") und dem Bundesdistrikt (Distrito Federal) gibt es bestätigte Krankheitsfälle. Die größte Zahl der Erkrankungen konzentriert sich im Distrito Federal, gefolgt von San Luis Potosí (Bundesstaat), Estado de México (Bundesstaat), Veracruz (Bundesstaat), Jalisco (Bundesstaat) und Hidalgo (Bundesstaat). Obwohl in Mexiko A (H1N1) inzwischen abgeebbt ist, steigt die Zahl der Todesopfer infolge einer Überprüfung der Behörden in Bezug zu älteren Todesfällen. Weltweit gibt es, so das Gesundheitsministerium [23], in 48 Ländern 15.045 Infizierte mit dem Influenza Virus A (H1N1).

2009, 29. Mai Im Bundesstaat Durango sind im Municipio (Gemeinde) Pueblo Nuevo bei einer Schießerei an einer Straßensperre zwei Soldaten und drei Kriminelle getötet worden. Die Schießerei steht vermutlich im Zusammenhang mit den in dem Bundesstaat aktiven Drogenkartelle „Sinaloa“ und „El Golfo“.

2009, 29. Mai Das Frida Kahlo Museum in Coyoacán, Delegación von Mexiko-Stadt, wird mit einer 70.000 Dollar-Spende von Deutschland unterstützt. Mit dem Geld will das Museum, das aufgrund des Influenza Virus A/H1N1 (ehemals Schweinegrippe) einen Besucherrückgang von 90 Prozent verzeichnet, unter anderem 14 Ölgemälde und fünf Skulpturen restaurieren.

2009, 30. Mai Nach Angaben der mexikanischen Generalstaatsanwaltschaft sind seit dem Amtsantritt von Präsident Felipe Calderón im Dezember 2006 bisher 573 teils hochrangige Amtsträger aus allen drei Regierungsebenen festgenommen worden. Laut Eduardo Medina Mora Icaza, Generalbundesanwalt von Mexiko, stehen die Festgenommen in Verdacht auf Verbindungen zur organisierten Kriminalität, im speziellen zu Drogenkartellen. Bei 373 der Verdächtigen handelt es sich um Kommunalbeamte, sowie um 155 Regierungsmitarbeiter der Bundesstaaten und 45 Vertreter der Bundesregierung. 29 dieser Verdächtigen, unter ihnen zehn Bürgermeister, ein Richter, zwei Polizisten sowie 14 ranghohe Bundes- und Regionalbeamte, wurden allein bei einer groß angelegten Aktion der Polizei und des Militärs am Dienstag im Bundesstaat Michoacán verhaftet [24]. Der Bundesstaat ist Schauplatz des blutigen Drogenkrieges, in dem mexikanische Drogenkartelle um die Vorherrschaft im Drogenhandel kämpfen.

2009, 30. Mai Der Influenza Virus A/H1N1 (ehemals Schweinegrippe), hat der mexikanischen Tourismusindustrie, drittwichtigste Quelle ausländischer Einkünfte, schweren Schaden zugefügt. Das Tourismusministerium rechnet mit einem Wegbleiben von ca. sieben Millionen Touristen im Jahre 2009 und einem damit verbundenen Einnahmeverlust von etwa umgerechnet drei Milliarden Euro. Laut Pressemitteilungen [25] bleiben in Mexiko-Stadt 85 Prozent der Hotelzimmer leer und in Cancún, touristische Zentrum Yucatáns, wurden 70 Prozent aller Reservierungen storniert. Zur Unterstützung der schwer angeschlagenen Tourismusindustrie soll laut Präsident Felipe Calderón nunmehr eine Werbekampagne erfolgen, in welche die Regierung 90 Millionen Dollar investieren will. Geplant sind unter anderem Werbeanzeigen mit Opernstar Placido Domingo und der Golferin Lorena Ochoa sowie die Einladung an internationale Stars [26]

Juni

2009, 02. Juni Das Mexikanische Gesundheitsministerium teilte in einer Pressemitteilung (2.6.2009) [27] mit, dass die Zahl der Toten infolge des Influenza Virus A (H1N1) (vormals Schweinegrippe genannt) von 97 (Stand 29.5.2009) auf 103 (Stand 2.6.2009) gestiegen ist. Insgesamt sind in Mexiko derzeit 5.563 Menschen (Stand 2.6.2009) an dem Influenza Virus A (H1N1) erkrankt. Weltweit gibt es, so das Gesundheitsministerium, in 53 Ländern 18.280 Infizierte mit dem Influenza Virus A (H1N1). In allen 31 mexikanischen Bundesstaaten ("Estado") und dem Bundesdistrikt (Distrito Federal) gibt es bestätigte Krankheitsfälle. Die größte Zahl der Erkrankungen konzentriert sich im Distrito Federal, gefolgt von San Luis Potosí (Bundesstaat), Jalisco (Bundesstaat), Veracruz (Bundesstaat),Estado de México (Bundesstaat) und Tabasco.

2009, 02. Juni Im Bundesstaat Nuevo León wurden in den Städten Monterrey, San Nicolas de los Garza und Apodaca 29 Polizisten festgenommen, die in Verdacht stehen, in den Drogenhandel verwickelt zu sein.

2009, 04. Juni Das mexikanische Gesundheitsministerium (Secretaría de Salud, kurz SSA) meldet in ihrer Pressemitteilung (Nr. 174) vom 4.6.2009 [28] drei weiter Influenza A/H1N1 (vormals Schweinegrippe genannt) Todesfälle. Laut dem SSA steigt damit die offizielle Anzahl der Todesfälle von 103 auf 106. Die Zahl der an dem Influenza Virus A (H1N1) erkrankten Menschen stieg ebenfalls von 5.563 auf derzeit 5.717 an. In allen 31 mexikanischen Bundesstaaten ("Estado") und dem Bundesdistrikt (Distrito Federal) gibt es bestätigte Krankheitsfälle. Die größte Zahl der Erkrankungen konzentriert sich im Distrito Federal, gefolgt von San Luis Potosí (Bundesstaat), Veracruz (Bundesstaat), Jalisco (Bundesstaat), Estado de México (Bundesstaat) und Zacatecas.
Weltweit gibt es nunmehr, so das Gesundheitsministerium weiter, in 66 Ländern 20.948 Infizierte mit dem Influenza Virus A (H1N1).

2009, 04. Juni In einem am Straßenrand abgestellten Lieferwagen im Bundesstaat Sonora fand die Polizei die Leichen von elf erschossenen Männern, die vermutlich im Zusammenhang mit dem mexikanischen Drogenkrieg stehen. Die Täter hatten zudem zur Einschüchterung bei neun Leichen die Arme und Beine abgehackt.

2009, 06. Juni Mindestens 35 Kleinkinder im Alter von vier Monate und 3 Jahren sind laut dem Gouverneur des Bundesstaates Sonora, Eduardo Bours [29], bei einem verheerenden Brand in der Kindertagesstätte ABC im nordmexikanischen Hermosillo (Hauptstadt des Bundesstaates Sonora) ums Leben gekommen. Weitere 41 Kinder und sechs Erwachsene, mit zum Teil schweren Verbrennungen und Rauchvergiftungen, wurden in umliegende Krankhäuser gebracht. Der Brand in der Kindertagesstätte, die im Auftrag der staatlichen Sozialversicherung (Instituto Mexicano del Seguro Social, kurz IMSS) arbeitete und sich in einem Industrieviertel von Hermosillo befindet, brach gegen 15 Uhr aus, als ein Großteil der Kinder und ihre Betreuer einen Mittagsschlaf hielten. Vermutungen sprechen davon, dass das Feuer zuerst in einem Nachbargebäude entstand und dann schnell auf die Kindertagesstätte übergriff.

2009, 07. Juni Der Gesundheitsminister des Bundesstaates Sonora, Raymundo López Vucovitch, teilte mit, dass nach der Brandkatastrophe in der Kindertagesstätte ABC, im nordmexikanischen Hermosillo, drei weitere Kleinkinder an ihren Verletzungen gestorben sind und sich dadurch die Zahl der ums Leben gekommenen Kinder auf 38 erhöht hat. Von den derzeit 23 Kleinkindern zwischen drei Monaten und vier Jahren, die in Krankenhäuser behandelt werden, sind jedoch 15 so schwer verletzt, so der Gesundheitsminister weiter, dass sie vermutlich in den nächsten Stunden ihren Verletzungen erlegen werden.[30]

2009, 08. Juni Nachdem vier weitere Kleinkinder ihren schweren Verletzungen nach der Brandkatastrophe in der Kindertagesstätte ABC, im nordmexikanischen Hermosillo, erlegen sind, ist die Zahl der getöteten Kinder laut Raymundo López Vucovitch (Gesundheitsminister des Bundesstaates Sonora) [31] auf 42 gestiegen. Von den derzeit 21 Kleinkindern, die in Krankenhäuser behandelt werden, befinden sich 11 in Lebensgefahr.

2009, 08. Juni Wie das Verteidigungsministerium (Secretaría de Defensa Nacional, kurz Sedena) mitteilte, wurden im mexikanischen Touristenzentrum Acapulco (Bundesstaat Guerrero) nach einem stundenlangen Feuergefecht 16 Verbrecher, die vermutlich dem Drogen-Kartell von Beltrán Leyva angehörten, sowie zwei Sicherheitskräfte getötet.[32] [33]Gegen die mit Schnellfeuergewehren, Handgranaten und Granatwerfern ausgerüsteten Kriminellen sind insgesamt 200 Soldaten vorgegangen. Bei dieser Schießerei wurden, laut Sedena, neun weitere Soldaten verletzt und fünf schwer bewaffnete Verbrecher festgenommen. Sichergestellte wurden außerdem, so Sedena, 36 Gewehre, 13 Pistolen, 2 Granatwerfer, 13 Splittergranaten, 3525 Schuss Munition verschiedenen Kalibers, 180 Patronenmagazine und 8 Fahrzeuge.

2009, 09. Juni Das mexikanische Gesundheitsministerium (Secretaría de Salud, kurz SSA) meldet in ihrer Pressemitteilung (Nr. 180) vom 9.6.2009 [34] zwei weiter Influenza A/H1N1 (vormals Schweinegrippe genannt) Todesfälle. Laut dem SSA steigt damit die offizielle Anzahl der Todesfälle von 106 auf 108. Die Zahl der an dem Influenza Virus A (H1N1) erkrankten Menschen stieg ebenfalls von 5.717 auf derzeit 6.241 an. In allen 31 mexikanischen Bundesstaaten ("Estado") und dem Bundesdistrikt (Distrito Federal) gibt es bestätigte Krankheitsfälle. Die größte Zahl der Erkrankungen konzentriert sich im Distrito Federal, gefolgt von Veracruz (Bundesstaat), San Luis Potosí (Bundesstaat), Jalisco (Bundesstaat), Estado de México (Bundesstaat) und Zacatecas.
Weltweit gibt es nunmehr, so das Gesundheitsministerium weiter, in 73 Ländern 25.796 Infizierte mit dem Influenza Virus A (H1N1).
Die Weltgesundheitsorganisation WHO erklärte unterdessen, sie werde möglicherweise in Kürze eine Pandemie wegen der Schweinegrippe ausrufen [35]. Es wäre die erste Grippe-Pandemie seit 41 Jahren.

2009, 11. Juni Nachdem immer mehr Staaten Erkrankungsfälle mit Influenza A/H1N1 bestätigt haben, wurde nach einer Dringlichkeitssitzung in Genf durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 11.6.2009 für die Humane Influenza A/H1N1 die höchste Pandemie-Warnstufe 6 ausgerufen und sie damit offiziell als globale Seuche eingestuft.

2009, 18. Juni In Mexiko gibt es derzeit, laut einer Pressemitteilung des Gesundheitsministers José Ángel Córdova Villalobos vom 18.Juni 2006, 7.624 bestätigte Fälle von Influenza A(H1N1) mit 113 Todesfällen.[36]

2009, 18. Juni Im Hafen von Progreso, auf der Halbinsel Yucatán, fand die mexikanische Marine an Bord eines unter der Flagge der Marshall-Inseln fahrenden Frachtschiffs 893 Kilogramm Kokain, das in den Körpern von gefrorenen Haien versteckt war. Der aus Costa Rica kommende Frachter hatte zuerst einen Hafen in den USA angesteuert und dann Mexiko angelaufen.

2009, 19. Juni In Uruapan, Bundesstaat Michoacán, hat eine Gruppe bewaffneter in den frühen Morgenstunden einen Krankenwagen mit einer Granate in die Luft gesprengt. An Bord des Krankwagens befand sich ein „Rivale“ der Gruppe, der vor wenigen Tagen bei einer Auseinandersetzung der rivalisierenden Gruppen verletzt worden war. Die Ehefrau des Mordopfers, die sich ebenfalls in dem Krankwagen befand, wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. [37]

2009, 21. Juni Nach der Brandkatastrophe in einem Kindergarten in Hermosillo ist ein weiteres Kind an seinen Verletzungen gestorben. Damit erhöht sich die Zahl der Opfer des Brandes auf 47 ([38]).

2009, 24. Juni „Andres“, der erste Hurrikan der Pazifischen Sturmsaison hat mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde vor der Pazifikküste Mexikos schwere Schäden angerichtet. Starke Regenfälle führten zu Überschwemmungen und setzten u.a. Teile von Acapulco unter Wasser. An der Küste des Bundesstaates Guerrero wurde ein Fischer von einer Welle ins Meer gerissen und ertrank.

2009, 27. Juni In Tijuana (Bundesstaat Baja California), an der Grenze zu den USA, hat die mexikanische Polizei einen Kanadier, bei dem es sich um den mutmaßlichen Anführer eines nordamerikanischen Pädophilen-Rings handelt, festgenommen.

2009, 27. Juni In Apaseo el Alto, im Bundesstaat Guanajuato, wurden zwölf mutmaßliche Killer der kriminellen Gruppe Los Zetas (bewaffneter Arm des Golfkartelles ) bei einer Schießerei mit dem Militär und der Polizei erschossen. Sechs weitere Bandenmitglieder wurden verhaftet. Nachdem die Polizei einem Hinweis nachging, wonach sich schwer bewaffnete Männer in einem Gebäude befanden, eröffneten diese Männer das Feuer[39]. Seit Anfang des Jahres sind bereits mehr als 3.000 Menschen im mexikanischen Drogenkrieg ums Leben gekommen.

Juli

2009, 02. Juli In einem Massengrab in Guanajuato hat die Polizei die verkohlten Leichen von 14 oder 15 Menschen gefunden, die vermutlich im Zusammenhang mit dem Drogenkrieg stehen. Eine genaue Zahl der Toten konnte zunächst nicht festgestellt werden, da sie bis zur Unkenntlichkeit verbrannt waren.

2009, 03. Juli Vom 01.-03.Juli 2009 fand in Cancún eine Internationale Konferenz zur Influenzapandemie statt, die ausgerichtet wurde von Mexiko, den USA und Kanada. Unterstützt wurden sie von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und von der Pan American Health Organization (PAHO). An dem Austausch über die bisherigen Erfahrungen mit dem neuen Virus A (H1N1) nahmen neben der WHO und PAHO hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus 36 Staaten teil.[40]

2009, 04. Juli Am Sonntag den 5.Juli 2009 finden in Mexiko Parlamentswahlen statt, die als Stimmungstest für die Parteien im Hinblick auf die nächsten Präsidentschaftswahlen 2012 gewertet werden. 500 Mandate der Abgeordnetenkammer, die Gouverneursposten in sechs der 32 Bundesstaaten und die Bürgermeisterämter in 565 der 2.438 Kommunen des Landes sollen neue besetzt werden. Enttäuscht über Korruption und den zunehmenden Einfluss der Drogenmafia wird nach offiziellen Schätzungen nur eine geringe Wahlbeteiligung (ca. 40 Prozent) erwartet. Die erste landesweite Bewegung „Anula tu voto" (deutsch "Annulliere Deine Stimme"), ruft zur aktiven Stimmenthaltung auf, wobei leere Wahlzettel in die Urne geworfen werden sollen.

2009, 05. Juli Bei den Parlamentswahlen in Mexiko gewinnt die einstige Regierungspartei PRI nach vorläufigen Ergebnissen 36,66 Prozent der Stimmen gewonnen ,gefolgt von PAN (27,97 Prozent) und PRD (12,2 Prozent). Die Grünen kommen auf 6,5 Prozent, die PT auf 3,56 Prozent. Danach folgen Convergencia mit 2,3 Prozent, Nueva Alianza mit 3,4 Prozent und PSD mit 1,03 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag landesweit bei 44,68 Prozent.

2009, 06. Juli Germán Martínez, Parteichef der bei den Parlamentswahlen unterlegenen Regierungspartei PAN, hat angesichts der Wahlniederlage seinen Rücktritt erklärt.

August

2009, 10. August Im Norden des Bundesstaates Durango, im Municipio Tamazula, hat die mexikanische Armee in einem unbewohnten Gebiet eines der weltweit modernsten und größten Drogenlabore entdeckt. 22 verschiedene Gebäude, in den vorwiegend neben Marihuana die synthetische Droge Crystal hergestellt wurde, verteilten sich auf eine Fläche von 240 Hektar. [41]

2009, 10. August Im Badeort Cancún, Bundesstaat Quintana Roo, wurden laut Generalstaatsanwaltschaft und Verteidigungsministerium der mutmaßliche Anführer des Golf-Kartells, Juan Daniel Carranco, sowie zwei mutmaßliche Drogenhändler festgenommen. Carranco, auch als "El Colosio" bekannt, wird neben der Beteiligung an der Ermordung von mehreren Armeeangehörigen (Oktober 2008), der Beteiligung an bewaffneten Angriffen auf das US-Konsulat und den mexikanischen Fernsehsender Televisa (Januar 2009) auch die Beteiligung an der Ermordung des ehemaligen Parlamentariers Juan Antonio Guajardo Anzaldua (2007) vorgeworfen.

2009, 10. August In der nordmexikanischen Stadt Monterrey, Bundesstaat Nuevo León, wurde die umstrittene Anwältin Silvia Raquenel Villanueva Fraustro in einem Einkaufzentrum durch Schüsse umgebracht. Villanueva wurde bekannt als Anwältin von bekannten Drogenkriminellen und korrupten Polizisten. Sie hat unter anderem Juan García Abrego und Carlos Reséndiz Bertoloussi, leitende Köpfe des Golf-Kartells, verteidigt. In der Vergangenheit waren bereits mehrere Anschläge auf die Anwältin verübt worden. [42]

2009, 11. August Ein geplantes Attentat eines der Drogenkartelle auf Präsident Felipe Calderon wurde durch die mexikanische Polizei vereitelt. Nach Angaben des obersten Drogenbekämpfers der Polizei, Ramon Eduardo Pequeño García vom Sicherheitsministerium, wurden fünf Verdächtige nach rund einjährigen Ermittlungen festgenommen. Die Verdächtigen, die laut Ramon Pequeño dem Sinaloa-Kartell angehören, sollen den Anschlag aus Rache gegen Calderons Feldzug gegen die Drogenmafia geplant haben. Nachdem vor einem Jahr erstmals Morddrohungen gegen Präsident Felipe Calderon bekannt geworden waren, so Ramon Pequeño weiter, wurden die Ermittlungen aufgenommen.

2009, 11. August In der rund 600 Kilometer nordwestlich von Mexiko-Stadt gelegenen Stadt Guadalajara fand vom 9.-10.August das fünfte Gipfeltreffen der drei nordamerikanischen Staaten für Sicherheit und Wohlstand in Nordamerika statt. Nachdem Präsident Felipe Calderón Hinojosa am Sonntag US-Präsident Barack Obama und Kanadas Premierminister Stephen Harper zu einem feierlichen Abendessen empfing, berieten am Montag die Staatsführer über Maßnahmen für eine Abwehr der Influenza A/H1N1 (vormals Schweinegrippe genannt), den Kampf gegen die Drogenkriminalität sowie über ein gemeinsames Vorgehen zur Überwindung der Weltwirtschaftskrise. Die Sicherheit der Staatsführer wurde von ca. 2000 Polizisten und Soldaten bewacht.

2009, 13. August Vor 100.000 Fans im Aztekenstadion besiegte Mexiko die USA mit 2:1 in der WM-Qualifikation der CONCACAF. Durch diesen Sieg bleibt Mexiko weiter im Rennen um die Qualifikation für die Fußball-WM 2010.

2009, 14. August Zwölf Jahre nach einem Massaker in der Ortschaft Acteal, Bundesstaat Chiapas, bei dem 45 Bewohner der indigenen Volksgruppe der Tzotziles getötet wurden, hat der Oberste Gerichtshof von Mexiko die Urteile gegen 20 mutmaßliche Täter aufgehoben. Die Männer, die einer paramilitärischen Gruppe zugeordneten werden und Haftstrafen von 20 bis 40 Jahren erhielten, wurden freigelassen. Gegen sechs weitere Männer müssen die Verfahren neu aufgerollt werden. Die Aufhebung der Urteile begründeten die Richter mit "juristische Fehler" im Prozess.

2009, 14. August Unbekannte haben in der mexikanischen Grenzstadt Ciudad Juárez einen 43-jährigen Polizisten, der in einer Einheit zur Bekämpfung von Autodiebstählen arbeitete, mit 115 Schüssen auf sein Fahrzeug getötet. Laut Angaben der Staatsanwaltschaft hätten die Angreifer, die mit zwei Fahrzeugen unterwegs waren, mit Sturmgewehren das Feuer eröffnet.In der an der Grenze zu den USA gelegenen Stadt Ciudad Juárez herrscht ein erbitterter Kampf zwischen rivalisierende Rauschgiftkartelle.Im laufenden Jahr 2009 gab es bereits 1.300 Tötungsdelikte, worunter sich 38 Polizisten als Opfer befinden.

2009, 15. August In der Haftanstalt Gómez Palacio im Bundesstaat Durango wurden bei blutigen Bandenkämpfen zwischen Gefangenen 19 Häftlinge getötet und über 20 weitere verletzt El Universal. Die ca. vierstündigen Auseinandersetzungen, bei denen die Häftlinge Feuerwaffen und Messer benutzten, wurden durch Angehörige der Bundespolizei und der Streitkräfte beendet [43].

September

2009, 03. September Bei einem Überfall auf eine Drogenentzugsklinik in Ciudad Juárez wurden 17 Patienten von einem Dutzend vermummter Angreifer, die vermutlich einer Drogenbande angehören, ermordet. Nachdem die Angreifer die Patienten zwangen, sich auf dem Flur aufzustellen, wurden sie der Reihe nach erschossen. In der Amtszeit von Präsident Felipe Calderón ist dies im Kampf gegen die Drogenkartelle einer der schwersten Überfälle. Bereits einen Tag zuvor wurden im Bundesstaat Michoacán der Vize-Sicherheitschef sowie zwei seiner Leibwächter und ein Unbeteiligter erschossen.

2009, 06. September Wie mexikanische Medien berichteten, wurde drei Tage nach dem Massaker in einer Drogenentzugsklinik von Ciudad Juárez, der Anführer der Mörder, José Rudolfo Escajeda, durch Sicherheitskräfte festgenommen. Escajeda, der dem Juarez-Kartell angehört, gilt im Bundesstaat Chihuahua als einer der brutalsten Auftragsmörder.

2009, 07. September Im mexikanischen Bundesstaat Tabasco wurde, rund einen Monat vor der Parlamentswahl am 18. Oktober, ein Kandidat der Revolutionären institutionellen Partei (PRI) samt Familie ermordet. José Francisco Fuentes, dem Umfrageergebnisse gute Chancen auf einen Sieg voraussagten, wurde von Unbekannten enthauptet. Seine Ehefrau wurde durch einen Kopfschuss getötet und seine beiden Kinder, acht und zehn Jahre alt, wurden erstickt. Opfer zu enthaupten gilt bei den Ermittlern als ein Markenzeichen der Drogenmafia. Nähere Angaben zu den Morden wurden von Seiten der Behörden nicht abgegeben.

2009, 08. September Staatspräsident Felipe Calderón hat zur Mitte seiner Amtszeit eine Neubesetzung von mehreren wichtigen Führungsposten angekündigt. Der seit Dezember 2006 bisherige amtierende Generalstaatsanwalt Eduardo Medina Mora, der als Generalstaatsanwalt das Vorgehen gegen den organisierten Drogenhandel lenkte, soll durch den früheren Staatsanwalt des Bundesstaats Chihuahua, Arturo Chávez Chávez, ersetzt werden. Landwirtschaftsminister Alberto Cárdenas wird durch Francisco Javier Mallorga, der das Agraressort bereits unter Calderóns Vorgänger Vicente Fox leitete, ersetzt. Eduardo Medina Mora und Alberto Cárdenas haben bereits ihren Rücktritt erklärt.

2009, 08. September Angesichts fallender Ölproduktion hat Mexikos Staatspräsident Felipe Calderón den Chef des staatlichen Ölkonzerns PEMEX, Jesus Reyes Heroles, wegen Erfolglosigkeit entlassen. Sein Nachfolger wird der ehemalige Brauereimanager und Banker Juan José Suárez Copel. Suárez soll nun die Suche nach neuen Erdgas- und Rohölquellen vorantreiben, nachdem seit 2004 die mexikanische Ölproduktion wegen der Schwäche des alternden Großfeldes Cantarell mehr als ein Viertel zurückgegangen ist.

2009, 09. September Nach der Erstürmung eines entführten Passagierflugzeuges wurde auf dem internationalen Flugplatz von Mexiko Stadt eine Flugzeugentführung unblutig beendet. Zuvor wurde in den Medien berichtet, dass mehrere Männer mit einer Bombendrohung eine mit 104 Passagieren besetzte Boeing 737 der Fluggesellschaft AeroMexico, nach dem Abflug vom Flughafen in Cancún in ihre Gewalt brachten. Die Luftpiraten hätten verlangt, so die Medienmitteilungen weiter, mit dem mexikanischen Staatspräsident Felipe Calderón zu sprechen. Laut Fernsehberichten wurden nach der Erstürmung fünf Entführer festgenommen.

2009, 09. September Angesichts der Belastungen durch die Wirtschaftskrise hat Staatspräsident Felipe Calderón in einer Fernsehansprache ein drastisches Sparprogramm angekündigt, mit dem rund zehn Milliarden Euro eingespart werden sollen. Vorgesehen ist eine "Verschlankung" der föderalen Administration in Mexiko. Die Ministerien für Tourismus, Landwirtschaftsreform und den öffentlichen Dienst sollen geschlossen und von anderen Institutionen übernommen werden. Ebenfalls vorgesehen ist das Einfrieren der Gehälter aller Bundesbediensteten auf mittlerer Ebene.

2009, 10. September Die Entführung des Passagierflugzeuges vom 9. September wurde, laut Sicherheitsminister Genaro Garcia Luna, von einem Einzeltäter durchgeführt, bei dem es sich offenbar um einen geistig verwirrten Mann handelt. Der Luftpirat, ein 44-jähriger protestantischer Pfarrer, gab an, dass er aufgrund einer „göttlichen Eingabe“ handelte. Er habe wegen eines drohenden großen Erdbebens am unheilvollen 9.9.09 dem mexikanischen Staatspräsidenten Felipe Calderón eine Warnung überbringen wollen.

2009, 11. September Vom 9.-11.September fand in Mexiko Stadt eine Konferenz zum Thema Abrüstung statt, die vom Department of Public Information Committee on Non-Governmental Organizations (UN DPI/NGO) der UNO organisiert wurde. Zum Abschluss der Konferenz riefen die 1300 Teilnehmer internationaler Nicht-Regierungsorganisationen (NGO) die Führer der Welt auf, das Jahrzehnt zwischen 2010 und 2020 zum Jahrzehnt der Abrüstung zu deklarieren.

2009, 18. September Die mexikanischen Gesundheitsbehörden rechnen mit einem Anstieg der Todesfälle durch das Virus der Influenza A/H1N1 und gehen schätzungsweise von 2.000 Todesfällen zwischen September 2009 bis März 2010 aus. Die Neuinfektionsrate wird in den kommenden Monaten mit einer bis fünf Millionen vermutet und kann, laut Gesundheitsminister Jose Angel Cordoba, bei 107 Millionen Einwohnern auch noch höher liegen. Cordova hofft, dass bis Ende Oktober eine erste Serie von Impfstoffen gegen das Virus zum Einsatz kommt.[44]

2009, 19. September In der U-Bahn Station Balderas von Mexiko-Stadt hat ein 38-jähriger Mann auf der Flucht vor der Polizei zwei Menschen erschossen und fünf weitere verletzt. Die Tat ereignete sich inmitten einer großen Menschenmenge, nachdem ein Polizist den Täter davon abhalten wollte, Parolen gegen die Regierung an die Wände der Station zu malen.

2009, 20. September Nachdem im Norden Mexikos ein Anstieg der Influenza A (H1N1) zu verzeichnen ist, gab der mexikanische Erziehungsminister Alonso Lujambio Irazábal bekannt, dass 3.500 Schulen im Land geschlossen bleiben, um eine weitere Ausbreitung der Krankheit einzudämmen. [45] Betroffen von den Schließungen sind in erster Linie die Bundesstaaten San Luis Potosi, Baja California Sur und Sinaloa. Im Südosten Mexikos hat sich, laut dem Gesundheitsministerium (Secretaría de Salud), die Anzahl der Influenza A (H1N1) Fälle stabilisiert. Bis zum 18. September 2009 gab es in Mexiko 26.556 bestätigte Fälle von Influenza A (H1N1) mit 218 Todesfällen.

2009, 23. September Nach einer Schießerei mit Menschenschmugglern wurde der Mexiko/USA-Grenzübergang Tijuana/San Diego für sechs Stunden gesperrt. In drei Kleinbussen hatten Menschenhändler versucht, Dutzende Migranten in die USA zu schmuggeln.

2009, 24. September In der Stadt Casas Grandes, Bundesstaat Chihuahua, wurde ein Journalist ermordet, der über die Gewalt in der Region berichtet hatte. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft drang ein bewaffnetes Kommando, das die Handschrift eines Drogenkartells trägt, in die Redaktion ein und erschoss gezielt den Reporter.

2009, 25. September Im Municipio (Gemeinde) Petatlán, Bundesstaat Guerrero, wurden die von Schüssen durchsiebten Leichen von fünf Frauen, die zwischen 18 und 35 Jahren alt waren, neben einem Auto gefunden. Das Auto hatte ein Nummernschild aus Jalisco und war 500 m neben einer Müllhalde abgestellt. Über den Hintergrund der Tat gibt es bislang keine näheren Angaben.
Im Bundesstaat Chihuahua wurden auf der Straße zwischen der Stadt Chihuahua und Ciudad Juárez drei Kühlboxen mit abgetrennten menschlichen Köpfen entdeckt. In Ciudad Juárez wurde in einem Kühlschank in der Colonia Revolución eine weitere Kühlbox mit einem abgetrennten Kopf gefunden. Abgetrennte Köpfe gelten als Drohung und Warnung der Drogenkartelle.

2009, 25. September Bischof Raúl Vera López, aus der Diözese Saltillo, beschuldigt Mexikos Regierung nicht in der Lage zu sein, die Menschenrechte im Land zu garantieren und die Macht längst dem organisierten Verbrechen überlassen zu haben. Die zunehmende Militarisierung, so der Bischof weiter, führe das Land auf den Weg der Diktatur.

2009, 26. September Mexiko ist knapp ein halbes Jahr nach Ausbruch der Influenza A/H1N1 (vormals Schweinegrippe genannt) von einer zweiten Welle der neuen Grippe erfasst worden. Im September wurden an nur einem Tag 483 neue Fälle der Influenza A/H1N1 registriert. Das Gesundheitsministerium (Secretaría de Salud) rechnet bei dieser zweiten Welle mit deutlich höheren Infektionszahlen als bei der ersten Influenza A/H1N1-Welle im Frühjahr 2009. Laut Gesundheitsminister José Ángel Córdova ist gewöhnlich mit einem milden Verlauf der Krankheit zu rechnen wenn sie rechtzeitig behandelt wird. Bis zum 24. September 2009 gab es in Mexiko, laut dem Gesundheitsministerium 29.417 bestätigte Fälle von Influenza A (H1N1) (bis zum 22.9.: 27.660) mit 226 Todesfällen (bis zum 22.9.: 222).

2009, 29. September Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage infolge der Finanzkrise hat Mexiko seine Bewerbung als Ausrichter für die Weltmeisterschaften 2018 und 2022 zurückgezogen. Dies gab der mexikanische Fußball-Verband am Dienstag offiziell bekannt.

Oktober

2009, 16. Oktober Im Bundesstaat Guerrero haben Polizisten die Leichen von neun enthaupteten Männern gefunden, die im Zusammenhang mit dem Drogenkrieg stehen. Nach Angaben der Behörden befanden sich die Enthaupteten in schwarzen Plastiksäcken, die in einem verlassenen Kleintransporter abgelegt worden waren.

2009, 16. Oktober Im Rahmen einer landesweiten Gesundheitskampagne wurden in Mexiko 1300 übergewichtige Polizisten auf Diät gesetzt. Von ca. zehn Polizisten sind in Mexiko-Stadt ca. sieben zu dick. Mexiko, gefolgt von den USA, gilt als das Land mit den meisten Fettleibigen.

2009, 16. Oktober Nach Angaben der mexikanischen Ministerien für Umwelt und Landwirtschaft hat Mexiko nun erstmals den Anbau von gentechnisch verändertem Mais zugelassen. [46]

2009, 17. Oktober Nach Schließung des staatlichen Stromversorgers für den Großraum Mexiko-Stadt, die am vergangenen Wochenende per Dekret durch die mexikanische Regierung erfolgte, zogen ca. 150.000 Menschen protestierend auf die Straße. Betroffen von der Schließung sind ca. 50.000 Arbeiter.

2009, 18. Oktober Der vor Mexikos Pazifikküste tobende Hurrikan „Rick“ wurde auf die höchste Kategorie fünf heraufgestuft. Der als extrem gefährlich geltende Hurrikan, der in einer Entfernung von ca. 400 Kilometer parallel zur Küste in Richtung Nordwesten wandert, ist mit Windgeschwindigkeiten von 285 Kilometer pro Stunde der stärkste Hurrikan seit mehr als zehn Jahren in dieser Region. Obwohl Meteorologen nicht von einem Landfall ausgehen, wurden wegen heftiger Regenfälle und stürmischer Winde von den Behörden an den Küsten von Michoacán, Colima, Jalisco, Nayarit und Sinaloa[47] vorsorglich Alarm ausgelöst und Notunterkünfte eingerichtet. Kleinere Häfen wurden aufgrund meterhoher Wellen geschlossen. Der Hurrikan wird voraussichtlich bis Mitte der Woche die Halbinsel Baja California erreichen, wobei Meteorologen mit einer deutlichen Abschwächung des Hurrikans rechnen.

2009, 20. Oktober Hurrikan „Rick“ hat sich mittlerweile zu einem Tropensturm mit Windgeschwindigkeiten von ca. 100 Stundenkilometern abgeschwächt. Am Dienstag (13:00 Uhr Lokalzeit/ 18GMT) befand sich der Sturm ca. 325 km südlich von Cabo San Lucas (Baja California) und ca. 150 km nord-nordöstlich der Isla Socorro (Colima (Bundesstaat)) [48]. Zwei Menschen kamen durch die Ausläufer des Sturms ums Leben. Im Nordwestpazifik war „Rick“ der siebte Hurrikan in der diesjährigen Hurrikansaison, die bislang glimpflich verlaufen ist.

2009, 20. Oktober In Mexiko-Stadt haben an dem 14. Clown-Kongress, auch Lach-Messe genannt, mehr als 500 Clowns aus Amerika und Lateinamerika teilgenommen. Auf dem Programm standen neben Infos zu Kostüme, Mimik, Schminke und Schauspiel auch ein fünfminütiges Dauerlachen.

November

2009, 09. November In der Ausgrabungsstätte Calakmul, Bundesstaat Campeche, entdeckten mexikanische und US-Forscher ungewöhnliche Wandgemälde der Maya-Kultur. Die Malereien zeigen Männer, Frauen und Kinder in Szenen des Alltags.

2009, 11. November In San Matías Cuijingo, Municipio Juchitepec im Estado de México, haben Polizeikräfte verhindert, dass vier Entführer von der aufgebrachten Bevölkerung in Selbstjustiz gelyncht wurden. Die Entführer, die nun im Gefängnis auf ihren Prozess warten, wurden zuvor von dem wütenden Mob, ca. 1000 Personen, durch die Straßen des Ortes gejagt. In Mexiko werden pro Tag durchschnittlich ca. 125 Personen entführt.

2009, 11. November Mexikanische Geschäftsleute aus der Grenzstadt Ciudad Juárez, die als die Stadt mit der weltweit höchsten Mordrate gilt, haben die Vereinten Nationen zur Stationierung von Blauhelmsoldaten aufgefordert. Anlass ist der eskalierende Drogenkrieg, der im laufenden Jahr bereits über 2.000 Todesopfer gefordert hat.

2009, 12. November In der Rangliste der 67 "World's Most Powerful People" des US-Wirtschaftsmagazins "Forbes" wurde der mexikanische Drogenboss Joaquin Guzman, genannt "El Chapo", auf Platz 41 gesetzt. Joaquin Guzman, dessen Vermögen auf ca. eine Milliarde Dollar geschätzt wird, ist der Chef des Drogenkartells von Sinaloa. Für Hinweise, die zu einer Verhaftung von Guzman führen, ist eine Belohnung von 1,5 Millionen Euro ausgesetzt.

2009, 13. November Gegen die Aufnahme des mexikanischen Drogenbosses Joaquin Guzman, genannt "El Chapo", in die Liste der mächtigsten Persönlichkeiten der Welt (World's Most Powerful People) des US-Wirtschaftsmagazins "Forbes", hat Mexiko in scharfer Form protestiert. Die Aufnahme von Guzman in diese Liste, ist laut dem mexikanischen Innenministerium, eine Beleidigung für den blutigen Kampf der Regierung gegen die Drogenkartelle und praktisch eine Rechtfertigung des Verbrechens.

Dezember

2009, 17. Dezember Bei einem heftigen Gefecht mit Sicherheitskräften wurde der Drogenboss Arturo Beltrán Leyva, alias der "Boss der Bosse", in einer Wohnanlage in Cuernavaca getötet. Der 47-Jährige Arturo Beltrán Leyva, auf den eine Belohnung von 1,5 Millionen Dollar ausgesetzt war, galt als einer der meistgesuchten Anführer eines Drogenkartells in Mexiko. Bei dem Gefecht, wobei vier weitere mutmaßliche Bandenmitglieder starben, mussten Anwohner aufgrund seiner Heftigkeit vorübergehend in ein benachbartes Stadion in Sicherheit gebracht werden.

2009, 19. Dezember Vor rund 200.000 Menschen hat der spanische Startenor Plácido Domingo in Mexiko-Stadt ein Konzert gegeben. Der letzte Auftritt des Startenors, der einen großen Teil seiner Jugend in der mexikanischen Hauptstadt verbrachte, lag zu diesem Zeitpunkt bereits mehr als 10 Jahre zurück. Das Konzert, bei dem Domingo unter anderem Lieder aus der Oper „El Cid Campeador“ sag, fand auf dem Paseo de la Reforma statt, mit Blick auf den derzeit höchsten Weihnachtsbaum der Welt.

Persönliche Werkzeuge
Hilfe und Editübersicht