Jahreschronik 2009

From Mexiko-Lexikon

(Unterschied zwischen Versionen)
Jump to: navigation, search
Version vom 20:26, 19. Jun 2009
Christa (Diskussion | Beiträge)
(Mai)
← Previous diff
Version vom 20:28, 19. Jun 2009
Christa (Diskussion | Beiträge)
(April)
Next diff →
Zeile 95: Zeile 95:
''''' 2009, 17. April''''' US-Präsident Barack Obama stattet [[Mexiko]] einen Staatsbesuch ab. Thema ist unter anderem die gemeinsame Bekämpfung der [[Drogen]]kartelle und die [[Migration]] von Mexikanern in die USA. ''''' 2009, 17. April''''' US-Präsident Barack Obama stattet [[Mexiko]] einen Staatsbesuch ab. Thema ist unter anderem die gemeinsame Bekämpfung der [[Drogen]]kartelle und die [[Migration]] von Mexikanern in die USA.
-''''' 2009, 24. April''''' In Mexiko hat eine von Schweinen auf Menschen übergesprungene Grippeinfektion bereits bis zu 60 Menschen das Leben gekostet. Über 900 weitere Menschen sind vermutlich an der Infektion erkrankt. Die WHO befürchtet den Beginn einer weltweiten Epidemie ([http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/17/0,3672,7558609,00.html]).+''''' 2009, 24. April''''' In Mexiko hat eine von Schweinen auf Menschen übergesprungene [[Influenza-Pandemie 2009|Grippeinfektion]] bereits bis zu 60 Menschen das Leben gekostet. Über 900 weitere Menschen sind vermutlich an der Infektion erkrankt. Die WHO befürchtet den Beginn einer weltweiten Epidemie ([http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/17/0,3672,7558609,00.html]).
''''' 2009, 26. April''''' Nach Medienberichten sind inzwischen am Virus einer [http://de.wikipedia.org/wiki/Schweineinfluenza neuen Grippe] bis zu 80 Menschen gestorben, über 1.000 Menschen werden wegen Verdacht auf Infektion untersucht ([http://www.eluniversal.com.mx/notas/593695.html]). Die Regierung hat im [[Distrito Federal|Bundesdistrikt]] und damit der Hauptstadt sowie in zwei betroffenen Bundesstaaten ( [[Estado de México]], San Luís Potosí) alle Schulen geschlossen. Sie sollen bis zum 5. Mai geschlossen bleiben. ''''' 2009, 26. April''''' Nach Medienberichten sind inzwischen am Virus einer [http://de.wikipedia.org/wiki/Schweineinfluenza neuen Grippe] bis zu 80 Menschen gestorben, über 1.000 Menschen werden wegen Verdacht auf Infektion untersucht ([http://www.eluniversal.com.mx/notas/593695.html]). Die Regierung hat im [[Distrito Federal|Bundesdistrikt]] und damit der Hauptstadt sowie in zwei betroffenen Bundesstaaten ( [[Estado de México]], San Luís Potosí) alle Schulen geschlossen. Sie sollen bis zum 5. Mai geschlossen bleiben.
-''''' 2009, 29. April''''' Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Pandemie-Alarmstufe wegen der neuen Grippe, auch Schweinegrippe genannt, auf die zweithöchste Stufe angehoben. Jedoch warnen weder das Auswärtige Amt noch die WHO ausdrücklich vor Reisen nach [[Mexiko]]. Von den 2.500 Verdachtsfällen in Mexiko sind bislang 26 Schweinegrippe-Infektionen bestätigt, darunter sieben Todesfälle. Nach Meldungen der mexikanischen [[Regierung]] ist von bis zu 159 Todesfällen die Rede. Laut Virologen sei das neue Virus derzeit weniger aggressiv als bei einer normalen Influenza ([http://www.netzeitung.de/politik/deutschland/1342199.html]).+''''' 2009, 29. April''''' Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Pandemie-Alarmstufe wegen der neuen Grippe, auch [[Influenza-Pandemie 2009|Schweinegrippe]] genannt, auf die zweithöchste Stufe angehoben. Jedoch warnen weder das Auswärtige Amt noch die WHO ausdrücklich vor Reisen nach [[Mexiko]]. Von den 2.500 Verdachtsfällen in Mexiko sind bislang 26 Schweinegrippe-Infektionen bestätigt, darunter sieben Todesfälle. Nach Meldungen der mexikanischen [[Regierung]] ist von bis zu 159 Todesfällen die Rede. Laut Virologen sei das neue Virus derzeit weniger aggressiv als bei einer normalen Influenza ([http://www.netzeitung.de/politik/deutschland/1342199.html]).
-''''' 2009, 30. April''''' Wegen der Grippe sind bis zum 6. Mai Schulen, Theater, Kinos, Unis, Museen, Fitness-Center und Schwimmbäder in [[Mexiko-Stadt|Mexiko-City]] geschlossen ([http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3941&Alias=wzo&cob=411581]). Es wurde eine mehrtägige Schließung aller Unternehmen angeordnet, deren Waren oder Dienstleistungen für die Versorgung der Allgemeinheit nicht unbedingt nötig sind ([http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,622095,00.html]).+''''' 2009, 30. April''''' Wegen der [[Influenza-Pandemie 2009|Grippe]] sind bis zum 6. Mai Schulen, Theater, Kinos, Unis, Museen, Fitness-Center und Schwimmbäder in [[Mexiko-Stadt|Mexiko-City]] geschlossen ([http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3941&Alias=wzo&cob=411581]). Es wurde eine mehrtägige Schließung aller Unternehmen angeordnet, deren Waren oder Dienstleistungen für die Versorgung der Allgemeinheit nicht unbedingt nötig sind ([http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,622095,00.html]).
==Mai== ==Mai==

Version vom 20:28, 19. Jun 2009

Siehe auch: Geschichte | Zeittafel | Jahreschronik 2007 | Jahreschronik 2008

Chronik wichtiger Ereignisse im Jahr 2009

Inhaltsverzeichnis

Januar

2009, 01. Januar Rund 200 Organisationen aus aller Welt begehen in San Cristóbal de Las Casas, im südlichen Bundesstaat Chiapas, den 15. Jahrestag der Erhebung durch die Zapatistische Armee zur Nationalen Befreiung (EZLN).

2009, 02. Januar Zehn mutmaßliche Drogenhändler wurden von Mexiko an die USA ausgeliefert. Unter den Ausgelieferten befand sich unter anderem der Kolumbianer Juan de Diós Espinosa, genannt „der Tiger“, der als wichtigster Verbindungsmann zwischen den Drogen-Kartellen in Mexiko und Kolumbien gilt.

2009, 02. Januar Laut einem Sprecher des kanadischen Außenministeriums erlitten zwei kanadische Touristen Schussverletzungen, als sie im Badeort Cabo San Lucas in einem Nachtclub angegriffen wurden.

2009, 02. Januar Der Drogenkrieg im Norden Mexikos hat zwölf weitere Menschenleben gekostet. Am Silvestertag kamen laut Polizeiangaben in Ciudad Juárez, an der Grenze zu den USA (Bundesstaat Chihuahua) , bei einer Schießerei zwischen Polizisten und Angreifern zwei Männer ums Leben. Bei einer Verfolgungsjagd quer durch die Stadt wurde ein weiterer Mann von einem Mordkommando erschossen. Neun weitere Opfer wurden in verschiedenen anderen Orten des Bundesstaates gefunden. Im Drogenkrieg kamen im Jahre 2008 mehr als 5.300 Menschen ums Leben.

2009, 02. Januar Mexiko, Japan, Österreich, die Türkei und Uganda sind für die kommenden zwei Jahre neu im UN-Weltsicherheitsrat vertreten. Im Oktober waren die fünf Länder in das höchste UN-Gremium gewählt worden. Deutschland will sich erst wieder für die Sitzungsperiode 2011/2012 um einen nichtständigen Sitz bewerben.

2009, 03. Januar Laut einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP, auf Grundlage von Polizeiberichten, hat sich im Jahre 2008 in der nordmexikanischen Grenzstadt Ciudad Juárez die Zahl der Todesfälle im Drogenkrieg verfünffacht. Im Jahre 2007 wurden 318 Tote registriert und 1.653 im Jahre 2008. Im Jahre 2008 kamen in Mexiko im Drogenkrieg insgesamt mehr als 5.376 Menschen ums Leben. Das sind mehr als doppelt so viele Tote wie im Jahr 2007 und bedeutet einen Anstieg von 117 Prozent. Seit Dezember 2006, als Mexikos Staatspräsident Felipe Calderón eine Offensive gegen die Drogenkartelle ausrief, sind damit mittlerweile rund 8.000 Menschen getötet worden. Brutalität und Erbarmungslosigkeit erlebten dabei neue Dimensionen und wiederholte Funde von geköpften Leichen erschütterten die Öffentlichkeit. Zudem wurden in Mexiko 2008 mehr Menschen entführt als in Kolumbien oder im Irak.

2009, 06. Januar In Cancún mussten 270 Passagiere der Condor wegen einer Hydraulik-Panne 53 Stunden auf ihren Rückflug nach Frankfurt warten. Ein Ersatzteil musste erst aus Deutschland eingeflogen werden und laut einer Unternehmenssprecherin habe ein Ersatzflugzeug nicht zur Verfügung gestanden.

2009, 07. Januar Am Dienstag wurden im Bundesstaat Chihuahua, im Grenzgebiet zu den USA, zehn teils verstümmelte Leichen gefunden, die im Zusammenhang mit dem andauernden Drogenkrieg stehen. Nach Justizangaben befand sich unter den Opfern ach ein 13-jähriger Junge.

2009, 07. Januar Vom 13. bis 18.Januar 2009 wird in Mexiko-Stadt das 6. katholische "Welttreffen der Familien" stattfinden. Der Papst wird dabei von Kardinal-Staatssekretär Bertone vertreten. Das Welttreffen steht unter dem Motto "Die Familie, Erzieherin zu menschlichen und christlichen Werten".

2009, 07. Januar Die Regierung präsentiert das "Acuerdo Nacional en Favor de la Economía Familiar y el Empleo", ein 25-Punkte-Plan, um künftigen Auswirkungen der Wirtschaftskrise zu begegnen ([1]). Unter anderem werden die Benzinpreise für 2009 eingefroren, der Preis für Flüssiggas soll um zehn Prozent abgesenkt werden

2009, 07. Januar Das Leben von Schauspieler Mario Moreno alias "Cantinflas" soll verfilmt werden. Nach US-Medienberichten soll Alejandro Gomez Monteverde Regisseur sein.

2009, 07. Januar Unbekannte beschießen das Gebäude des TV-Senders "Televisa Monterrey" in der gleichnamigen Stadt und werfen eine Handgranate. Es wird niemand verletzt.

2009, 10. Januar Als Gewinnerin des Wettbewerbes „Opfer der unnötigsten bürokratischen Hürde", an dem 20.000 frustrierte Mexikaner teilgenommen haben, nahm Cecilia Velázquez von Staatspräsident Felipe Calderón einen Scheck von über 300.000 Pesos (rund 16.000 Euro) in Empfang. Gewonnen hat Velázquez, weil sie alle 14 Tage sieben Unterschriften einsammeln muss, um wichtige Medikamente für ihren kranken Sohn zu erhalten.

2009, 12. Januar Der künftige US-Präsident Barack Obama ist am Montag mit dem mexikanischen Staatspräsidenten Felipe Calderón Hinojosa, als erstes ausländisches Staatsoberhaupt zusammengetroffen. Schwerpunkt der Gespräche sollten die Zukunft der Nordamerikanischen Freihandelszone (NAFTA); illegale Einwanderung sowie die Hilfe im Kampf gegen Drogenhandel und die Drogenmafia sein.

2009, 15. Januar In Ciudad Juárez, nahe der Grenze zu den USA, sind erneut 9 Menschen im Drogenkrieg getötet worden. In anderen Orten des Bundesstaates Chihuahua wurden zwei weitere Menschen erschossen.

2009, 18. Januar Der 6. katholische Weltfamilientag ist am Sonntag mit einem Appell zur Stärkung und Förderung der Familie zu Ende gegangen. Kardinal-Staatssekretär Tarcisio Bertone forderte am Marienheiligtum von Guadalupe vor rund einer Million Teilnehmer, die zentrale Rolle der Familie rechtlich und materiell zu stärken.

2009, 18. Januar Am kommenden Montag entscheidet der Internationale Gerichtshof in Den Haag, ob die USA Todesurteile gegen 51 Mexikaner erneut überprüfen müssen. Mexiko hatte sich an den Internationalen Gerichtshof gewandt, um die Vollstreckung weiterer Todesurteile ohne Überprüfung der Rechtmäßigkeit zu verhindern, nachdem im August 2008 ein Mexikaner im US-Bundesstaat Texas hingerichtet wurde. Obwohl bereits im Jahre 2004 festgestellt worden war, dass die USA gegen die Wiener Konvention verstoßen hatte, entschied das Oberste US-Gericht, dass die Wiener Konvention in den USA erst dann ihre Gültigkeit erlangt, wenn sie durch einen Beschluss des Parlaments in nationales Recht umgesetzt wird.

2009, 20. Januar Eduardo Romero, Bürgermeister von Guanajuato, hat aufgrund tagelanger Proteste sein in der vergangenen Woche ausgesprochenes „Verbot von besonders leidenschaftlichen Küssen in der Öffentlichkeit“, das mit einer Geldstrafe von 1500 Pesos (83 Euro) bestraft werden sollte, zurückgenommen. Im Anschluss verkündete Eduardo Romero :"Ab heute ist Guanajuato die Hauptstadt der Küsse.“

2009, 20. Januar Der Hochverschuldete New-York-Times-Konzern erhält seit Montag, laut Medienberichten, eine Finanzspritze in Höhe von 250 Mio. Dollar (umgerechnet ca. 190 Millionen Euro) von dem mexikanischen Unternehmer und Milliardär Carlos Slim Helú, der im Jahre 2007 als der reichte und 2008 als der zweitreichste Mann der Welt genannt wird. Im Gegenzug erhält Carlos Slim dafür Schuldscheine, die 2015 fällig werden.

2009, 20. Januar Der Internationale Gerichtshof in Den Haag stimmte am Montag einer Beschwerde Mexikos gegen die Verhängung von Todesstrafen gegen 51 Mexikaner in den USA zu, denen der Beistand durch Konsularbeamte ihres Landes verweigert worden war. Mit der Hinrichtung des 33-jährigen Mexikaners Jose Ernesto Medellin im August 2008 habe die USA, laut der IGH, gegen internationales Recht verstoßen und eine ausdrückliche Weisung der höchsten Rechtsinstanz der Vereinten Nationen missachtet.

2009, 20. Januar Am Montag wurde vor der Tür eines Amtsgebäudes in der nordmexikanischen Stadt Praxedis, der abgetrennte Kopf eines örtlichen Polizeichefs in einer Kühlbox gefunden. Der Polizeichef war zuvor am Samstag mit sechs weiteren Personen entführt worden. In der Stadt Chihuahua wurden zwei Tage später sechs Leichen mit Schuss-und Folterwunden am Rande einer Strasse gefunden. Dem Justizsprecher zufolge war dies die „Handschrift“ des Sinaloa-Kartells. Ebenfalls am Montag wurden in der Grenzstadt Ciudad Juárez vier Männer im Drogenkrieg getötet. In mehreren Städten im Bundesstaat Chihuahua wurden weitere sechs Leichen, unter denen sich auch eine Frau befand, gefunden.

2009, 21. Januar In der Stadt Guadalupe, im nördlichen Bundesstaat Chihuahua, sind nur einen Tag nach dem Fund eines abgetrennten Kopfes im mexikanischen Drogenkrieg vor dem Rathaus erneut drei Männerköpfe in einer Kühlbox gefunden worden. Einige Kilometer weiter wurde in einem Kanal eine kopflose Leiche gefunden. Bei dem Toten handelt es sich laut Behördenangaben um einen der sechs Polizisten, die am Wochenende entführt worden sind.

2009, 22. Januar Mexiko will auf die fortschreitende Zunahme von Gewaltverbrechen im eigenen Lande reagieren und die Wiedereinführung der im Jahre 2005 offiziell abgeschafften Todesstrafe prüfen lassen. Einem Antrag der Grünen Umweltschutzpartei, „die Wiedereinführung der Todesstrafe bei Entführung und Ermordung eines Opfers“ durch ein Expertengremium prüfen zu lassen, stimmten am Mittwoch fast alle Fraktionen zu. Voraussichtlich sollen in diesem Jahr Politiker, Vertreter von Nichtregierungsorganisationen, Beamte und andere Fachleute in den Foren zur Debatte über die Todesstrafe zusammentreffen.Ein zeitliches Limit ist nicht gesetzt. Eine im Jahre 2008 durchgeführte Umfrage der Bevölkerung ergab, das rund drei Viertel der Mexikaner für eine Wiedereinführung der Todesstrafe stimmen.

2009, 22. Januar Eine paramilitärische Gruppe namens Bürgerkommando von Juárez hat mit der eigenmächtigen Verfolgung von Gewalttätern und Selbstjustiz gedroht, wenn die mexikanischen Behörden nicht bis zur Parlamentswahl am 5. Juli die Machenschaften der organisierten Kriminalität erfolgreich bekämpfen und die Ordnung wieder herstellen. Die Gruppe drohte weiter, täglich einen Gewaltverbrecher zu töten und durch Kämpfer auf den Straßen für Gerechtigkeit zu sorgen. Im vergangenen Jahr forderte der Drogenkrieg mehr als 5.300 Tote.

2009, 23. Januar In dem mexikanischen Pazifikhafen Manzanillo, Bundesstaat Colima, haben laut Behördenangaben Rauschgiftfahnder am Donnerstag mehr als acht Millionen Pseudoephedrin Aufpusch-Tabletten konfisziert. Verstaut waren die Tabletten in einem unter der Flagge von Antigua und Barbuda fahrenden Schiff.

2009, 24. Januar In Nordmexiko, in der Nähe von Tijuana, wurde am Wochenende von der mexikanischen Bundespolizei und Einheiten der in den Drogenkrieg eingebundenen Streitkräfte, der 45-Jährige Santiago Meza López verhaftet, der im Auftrag des Drogenbosses Teodoro García Simental in den letzten zehn Jahren mindestens 300 Körper von Ermordeten in Säure aufgelöst haben soll. Der als "Suppenkoch" bekannte Santiago Meza erklärte, er habe für die Leichen, die ihm gebracht wurden und die er anschließend „entsorgte“, 600 Dollar pro Woche erhalten.

2009, 25. Januar Am Wochenende (24./25.1) wurde in Mexiko-Stadt von insgesamt 56 Köchen der größte Käsekuchen der Welt gebacken und erhielt einen Eintrag in das Guiness Buch der Rekorde. Der Kuchen, der ca. 2 Tonnen wog bestand aus: 1 Tonne Frischkäse und Joghurt, 250 kg Zucker und 150 kg Butter.

2009, 26. Januar Am Sonntag fand in Mexiko-Stadt eine Großdemonstration von Unterstützer des Linkspolitikers Andrés Manuel López Obrador statt. Mit dieser Demonstration wurde der Rücktritt von StaatspräsidentFelipe Calderón gefordert, unter dessen Regentschaft, laut Lopéz Obrador, die Bevölkerung zunehmend unter Armut, hohen Preisen, Arbeitslosigkeit, Unsicherheit und Gewalt leide.

Februar

2009, 1. Februar Zwei Gruppen rivalisierender Drogenbanden liefern sich an einer Pferderennstrecke in Namiquipa in Chihuahua ein Feuergefecht, bei dem laut Medienberichten drei Menschen ums Leben kommen.

2009, 3. Februar Bei Cancún wird die Leiche des Brigadegenerals a.D. Mauro Enrique Tello Quiñónez zusammen mit denen von zwei Leibwächtern gefunden. Tello war kurz zuvor noch Chef der Militärregion von Michoacán gewesen und hatte dort den Drogenhandel bekämpft, in Cancún war er kaum 24 Stunden zuvor zum Berater für öffentliche Sicherheit ernannt worden. Der Militär war in den neunziger Jahren als Polizeikommandant auch aktiv im Kampf gegen das Verbrechen im Mexiko-Stadt. Wegen seiner möglichen Verwicklung in der nie aufgeklärten Ermordung von sechs Männern bei einer Polizeiaktion 1997 in der Colonia Buenos Aires saß Tello Medienberichten zufolge ein Jahr in Untersuchungshaft ([2],[3]).

2009, 14. Februar Fast 40.000 Menschen haben sich in Mexiko-Stadt auf dem Zócalo gleichzeitig geküsst und damit einen neuen "Weltrekord" für das Guiness-Buch der Rekorde aufgestellt ([4])

2009, 17. Februar Einer neuen Analyse zufolge stellt das Ölfeld von Chicontepec zwischen Veracruz und Puebla die größe Ölreserve Mexikos dar. Technisch bedingt könne das Feld allerdings erst in Jahrzehnten ausgebeutet werden. Chicontepec ist demnach größer als das aktuelle Ölfeld von Cantarell im Golf von Mexiko, dessen Bestände allerdings rapide zurückgehen ([5]).

2009, 17. Februar Blutiger Zusammenstoß zwischen Armee und Drogenmafia in Reynosa: Bei einem mehrstündigen Feuergefecht mitten in der Stadt sind mindestens fünf Menschen getötet und mehrere verletzt worden. Bei den Toten handelt es sich offenbar um Mitglieder der Drogenmafia.

2009, 20. Februar Der Polizeichef von Ciudad Juárez, Roberto Orduña, tritt auf Druck der Drogenmafia zurück. Die hatte angekündigt, alle zwei Tage einen Polizisten zu ermorden, sollte Orduna nicht auf sein Amt verzichten. Als wenig später zwei Polizisten ermordet wurden, gab Orduna seinen Rücktritt bekannt. Das Amt des "Secretario de Seguridad Pública Municipal" wird nun übergangsweise vom Bürgermeister der Stadt geführt. Zeitgleich erklärte die Zeitung El Universal, dass seit Jahresanfang 1003 Menschen im Drogenkrieg getötet worden seien.([6]).

2009, 24. Februar In Otzolotepec sind nach einem Medienbericht ([7]) drei Menschen bei Zusammenstößen zwischen Polizisten und protestierenden Einwohnern durch Schüsse verletzt worden. Nachdem ein Bewohner der Stadt am Sonntag im Polizeigewahrsam aus offenbar ungeklärten Umständen gestorben war und mehrere daraufhin verhaftete Polizisten wieder freikamen, kam es am Dienstag zu gewalttägigen Protesten vor dem städtischen Polizeihauptquartier. In deren Verlauf gab die Polizei gemäß Medienbericht mehrere Schüsse ab.

März

2009, 1. März Weitere 5.000 Soldaten werden nach Ciudad Juárez entsandt, um die Drogenkartelle zu bekämpfen. Schon 2008 waren mehrere tausend Soldaten in die Grenzstadt geschickt worden. Die Armee hat die Führung der kommunalen Sicherheitskräfte übernommen.

2009, 3. März Verkehrsminister Luis Téllez tritt zurück. Sein Amt übernimmt Juan Molinar Horcasitas. Téllez wird Berater des Präsidenten.

2009, 20. März Die Regierung verkündet die Festnahme eines Mitglieds des Golf-Drogenkartells namens Sigifrido Nájera Talamantes, alias "El Canicón". Ihm wird vorgeworfen, verantwotlich zu sein für ein Attentat mit Handgranaten auf das US-Konsulat in Monterrey sowie des Mordes an mehreren Soldaten.

April

2009, 2. April Der Trainer der mexikanischen Fußball-Nationalmannschaft, Sven-Göran Eriksson, wird nach einer 1:3-Niederlage gegen Honduras (1.4.) entlassen. Nur einen Tag später übernimmt der frühere Nationaltrainer Javier Aguirre erneut die Führung der Mannschaft. Aguirre soll die Qualifikation Mexikos zur WM 2010 sichern, er war 2001 bis 2002 mexikanischer Nationaltrainer.

2009, 2. April Die Polizei nimmt einen der wichtigsten Drogenkartellbosse in Mexiko-Stadt fest: Vicente Carrillo Leyva ist einer der Söhne des Gründers des Juárez-Drogenkartells, Amado Carrillo Fuentes.

2009, 16. April Bei einem Feuergefecht zwischen Drogenbanden und Soldaten werden im Dorf San Nicolás del Oro (Municipio San Miguel Totolapan, Guerrero) nach Medienberichten 13 Menschen getötet [8].

2009, 17. April US-Präsident Barack Obama stattet Mexiko einen Staatsbesuch ab. Thema ist unter anderem die gemeinsame Bekämpfung der Drogenkartelle und die Migration von Mexikanern in die USA.

2009, 24. April In Mexiko hat eine von Schweinen auf Menschen übergesprungene Grippeinfektion bereits bis zu 60 Menschen das Leben gekostet. Über 900 weitere Menschen sind vermutlich an der Infektion erkrankt. Die WHO befürchtet den Beginn einer weltweiten Epidemie ([9]).

2009, 26. April Nach Medienberichten sind inzwischen am Virus einer neuen Grippe bis zu 80 Menschen gestorben, über 1.000 Menschen werden wegen Verdacht auf Infektion untersucht ([10]). Die Regierung hat im Bundesdistrikt und damit der Hauptstadt sowie in zwei betroffenen Bundesstaaten ( Estado de México, San Luís Potosí) alle Schulen geschlossen. Sie sollen bis zum 5. Mai geschlossen bleiben.

2009, 29. April Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Pandemie-Alarmstufe wegen der neuen Grippe, auch Schweinegrippe genannt, auf die zweithöchste Stufe angehoben. Jedoch warnen weder das Auswärtige Amt noch die WHO ausdrücklich vor Reisen nach Mexiko. Von den 2.500 Verdachtsfällen in Mexiko sind bislang 26 Schweinegrippe-Infektionen bestätigt, darunter sieben Todesfälle. Nach Meldungen der mexikanischen Regierung ist von bis zu 159 Todesfällen die Rede. Laut Virologen sei das neue Virus derzeit weniger aggressiv als bei einer normalen Influenza ([11]).

2009, 30. April Wegen der Grippe sind bis zum 6. Mai Schulen, Theater, Kinos, Unis, Museen, Fitness-Center und Schwimmbäder in Mexiko-City geschlossen ([12]). Es wurde eine mehrtägige Schließung aller Unternehmen angeordnet, deren Waren oder Dienstleistungen für die Versorgung der Allgemeinheit nicht unbedingt nötig sind ([13]).

Mai

2009, 03. Mai Die H1N1-Influenza, ehemals Schweinegrippe genannt, habe laut dem mexikanischem Gesundheitsminister zwischen dem 23. und 28. April ihren Höhepunkt erreicht. Die Epidemie befinde sich in der abklingenden Phase, trotzdem könne noch keine Entwarnung gegeben werden.

2009, 04. Mai In Säcke verpackt fand die Polizei von Mexico sieben Leichen unter einer Autobahnbrücke zwischen Mexiko-Stadt und Acapulco. Dem Innenministerium zufolge wurden sie von oben herab geworfen. Man geht bei den örtlichen Behörden davon aus, dass die Morde im Zusammenhang mit den örtlichen Drogenkartellen stehen.

2009, 07. Mai Ab heute wird an den Oberschulen und Universitäten des Landes wieder unterrichtet. Die Grundschulen, Mittelstufen sowie die Kindergärten sollen in der kommenden Woche ebenfalls öffnen, auch die meisten Geschäfte, Fußballstadien und Konzerthallen [14]. Die Behörden haben auch die Museen und archäologische Stätten nach tagelanger Schließung wieder für Besucher freigegeben. Alle 175 archäologischen Anlagen im Land seien nach einer «umfassenden Reinigung» wieder für Besucher offen, teilte das Nationale Archäologische Institut am Mittwoch mit [15].

2009, 12. Mai Am Dienstag war die Zahl der Todesopfer durch die H1N1-Influenza nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf 61 gestiegen, nur fünf Todesfälle ereigneten sich außerhalb von Mexiko. Insgesamt gibt es 5251 bestätigte H1N1-Ansteckungen in 30 Ländern [16]. Laut einer Veröffentlichung im US-Fachjournal Science könnten sich bis Ende April in Mexiko mindestens zehnmal so viel Menschen infiziert haben als bislang gemeldet, bislang sind mehr als 2000 Fälle in Mexiko registriert. Nach Angaben der Forscher sterben bis zu 1,4 Prozent der Erkrankten [17].

2009, 15. Mai In Mexiko stieg die Zahl der Grippetoten auf 66 [18]. Insgesamt 2656 Fälle seien nachgewiesen worden, sagte Gesundheitsminister José Ángel Córdova Villalobos. 90 Prozent der Patienten hätten sich vor dem 23. April angesteckt [19]. Neuerkrankungen scheinen in Mexiko rückläufig [20], wobei die Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit binnen eines Tages mehr als tausend weitere Infizierungen bestätigt [21].

2009, 22. Mai Der Großraum von Mexiko-Stadt wurde durch ein heftiges Erdbeben der Stärke 5,7 erschüttert. Laut der US-Erdbebenwarte lag das Epizentrum etwa 140 Kilometer südöstlich von Mexiko-Stadt.

2009, 26. Mai Der am Montag (25.5) im Bundesstaat Durango von acht Unbekannten aus seinem Haus in der Gemeinde Gomez Palacio entführte 36-jährige Polizeireporter der Zeitung «La Opinión Milenio», Eliseo Barrón Laguna, wurde heute tot in einem Abwasserkanal nahe der Stadt gefunden. Die Leiche wies mehrere Schusswunden und Spuren von Folter auf. Vor kurzem hatte Barrón Laguna über einen Konflikt innerhalb der Sicherheitskräfte der nahe gelegenen Stadt Torreon berichtet, woraufhin 302 Polizisten suspendiert wurden. Die Comisión Nacional de los Derechos Humanos (Nationale Kommission der Menschenrechte) kündigte an, sie werde die Hintergründe des Mordes untersuchen. Bereits am 3. Mai war Carlos Ortega von der Zeitung «El Tiempo de Durango» ermordet worden.

2009, 26. Mai Als ein Symbol der Hoffnung plant der Bundesstaat Veracruz ein „Schweinegrippedenkmal“. Die Bronzestatue soll in einem Park von La Gloria, dem Heimatdorf des fünf Jahre alten Edgar Hernandez aufgestellt werden. Hernandez, bekannt als „Patient Null“, war der erste, bei dem der Influenza Virus A/H1N1 (ehemals Schweinegrippe) nachgewiesen wurde und der die Krankheit überlebte.

2009, 27. Mai Nahe der Grenze zu Guatemala haben Forscher der Uni Bonn mit den Ausgrabungen der archäologischen Stätte Uxul begonnen. Finanziert werden diese Ausgrabungen von der deutschen Forschungsgemeinschaft.

2009, 29. Mai Das mexikanische Gesundheitsministerium teilte am 29.Mai 2009 mit [22], dass die Zahl der Toten infolge des Influenza Virus A (H1N1) auf 97 gestiegen ist. Bei 73,2 Prozent der Opfer lagen laut dem Gesundheitsministerium gesundheitliche Probleme vor wie Fettleibigkeit, Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen, Tabakvergiftung und Atemschwierigkeiten. Bei 76,3 Prozent der Opfer lag das Alter zwischen 20 und 54 Jahren. Insgesamt sind in Mexiko 5.029 Menschen an dem Influenza Virus A (H1N1) erkrankt. In allen 31 mexikanischen Bundesstaaten ("Estado") und dem Bundesdistrikt (Distrito Federal) gibt es bestätigte Krankheitsfälle. Die größte Zahl der Erkrankungen konzentriert sich im Distrito Federal, gefolgt von San Luis Potosí (Bundesstaat), Estado de México (Bundesstaat), Veracruz (Bundesstaat), Jalisco (Bundesstaat) und Hidalgo (Bundesstaat). Obwohl in Mexiko A (H1N1) inzwischen abgeebbt ist, steigt die Zahl der Todesopfer infolge einer Überprüfung der Behörden in Bezug zu älteren Todesfällen. Weltweit gibt es, so das Gesundheitsministerium [23], in 48 Ländern 15.045 Infizierte mit dem Influenza Virus A (H1N1).

2009, 29. Mai Im Bundesstaat Durango sind im Municipio (Gemeinde) Pueblo Nuevo bei einer Schießerei an einer Straßensperre zwei Soldaten und drei Kriminelle getötet worden. Die Schießerei steht vermutlich im Zusammenhang mit den in dem Bundesstaat aktiven Drogenkartelle „Sinaloa“ und „El Golfo“.

2009, 29. Mai Das Frida Kahlo Museum in Coyoacán, Delegación von Mexiko-Stadt, wird mit einer 70.000 Dollar-Spende von Deutschland unterstützt. Mit dem Geld will das Museum, das aufgrund des Influenza Virus A/H1N1 (ehemals Schweinegrippe) einen Besucherrückgang von 90 Prozent verzeichnet, unter anderem 14 Ölgemälde und fünf Skulpturen restaurieren.

Persönliche Werkzeuge
Hilfe und Editübersicht