Jahreschronik 2007

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Chronik wichtiger Ereignisse im Jahr 2007

Inhaltsverzeichnis

Januar

2007, 2. Januar:' Zwischen 2000 und 2006 sind mindestens 9.000 Menschen im Drogen-Krieg gestorben, so aktuelle Zahlen eines parlamentarischen Ausschusses. Die Hälfte der Verbrechen geschah im Bundesstaat Michoacán.

2007, 4. Januar:' Jorge Bajos Valverde, PAN-Abgeordneter im Staatsparlament von Guerrero, wird ermordet. In den Folgetagen werden mehrere Verdächtige aus dem politischen Milieu ermordet.

2007, 4. Januar:' Die 2.000 Mann starke städtische Polizei von Tijuana wird seitens der PFP entwaffnet. Begründet wird dies mit dem Verdacht der Unterwanderung der lokalen Polizei durch die Drogenmafia.

2007, 5. Januar:' Eine Heuschrecken-Plage wird aus Yucatán gemeldet. Ein Schwarm hunderter Millionen Insekten verwüstet die Felder, so örtliche Medien. 2005 hatte ein anderer Schwarm bei Cancún gewütet.

2007, 9. Januar:' Volkswagen de México meldet 15 Prozent mehr fabrizierte Fahrzeuge in seinem Werk in Puebla, was 347.020 Fahrzeuge bedeutet. Im dortigen VW-Betrieb sind 13.000 Menschen beschäftigt.

2007, 12. Januar:' Busunglück in Oaxaca: Bei Tuxtepec stürzt ein Reisebus in eine Schlucht, 11 Passagiere werden dabei getötet, 39 verletzt.

2007, 13. Januar:' Der Anstieg der Tortilla-Preise um etwa 14 Prozent in 2006 sorgt für erhebliche Diskussion. Nach Agenturberichten ist der Preis für ein Kilogramm Tortilla durchschnittlich von sechs auf zehn Pesos angestiegen. Die Regierung kündigte Gegenmaßnahmen an, als erster Schritt sollen 650.000 Tonnen Mais zollfrei importiert werden. Hintergrund ist die gestiegene Mais-Nachfrage in den USA.

Februar

2007, 1. Februar:' Nachdem Bauernverbände, Gewerkschaften und die Opposition zu einer Kundgebung gegen die gestiegenen Lebensmittelpreise aufriefen, haben in Mexiko-Stadt mehrere zehntausend Menschen protestiert. Bei dieser ersten Großdemonstration seit dem Amtsantritt des neuen Präsidenten Felipe Calderón forderten die Demonstranten auf dem Zocalo-Platz eine Erhöhung der Mindestlöhne und eine Herauslösung von Grundnahrungsmitteln wie Mais und Milch aus dem Abkommen der amerikanischen Freihandelszone (NAFTA).

2007, 3. Februar:' 14 Menschen werden in Ciudad Lázaro Cárdenas bei Zusammenstößen rivalisierender Fraktionen der Minenarbeitergewerkschaft verletzt.

2007, 6. Februar:' Das mexikanische Verfassungsgericht erklärte sich am Dienstag für die Aufarbeitung der Vorkommnisse in dem Dorf San Salvador Atenco, nahe Mexiko-Stadt, zuständig und ordnete eine richterliche Untersuchungskommission an. Anfang Mai 2006 war es dort zu erheblichen Misshandlungen und Folter seitens der Polizei gekommen die von der CNDH bestätigt wurden.

2007, 6. Februar:' In Mexiko wird mit einem offiziellen Festakt der Verfassung von 1957 (verabschiedet vor 150 Jahren) und der Verfassung von 1917 (verabschiedet vor 90 Jahren) gedacht.

2007, 7. Februar:' Laut einer Mitteilung der mexikanischen Regierung wurde am Mittwoch Kokain im Wert von ca. 18 Milliarden Dollar sichergestellt, das in 25 Koffern mit einem Flugzeug aus Venezuela ins Land gekommen war. Laut Medienberichten sei dies der größte Drogenfund in der Geschichte des Flughafens.

2007, 8. Februar:' Bei seinem Debüt als Trainer der mexikanischen Fußball -Nationalmannschaft hat Hugo Sanchez eine 0:2 (0:0)-Niederlage gegen die USA kassiert.

2007, 17. Februar: Wie die mexikanische Regierung am Freitag in Mexiko-Stadt bekannt gab, ist die mexikanische Wirtschaft im vergangenen Jahr um 4,8 Prozent gewachsen. Für das Jahr 2007 erwartet man auf Grund einer Abkühlung der US-Konjunktur nur eine Wachstumsrate von 3,6 Prozent.

2007, 18. Februar: Mexikos Kleinbauern fürchten um ihre Kakteenernte. In Cancun wurde eine Motte entdeckt, die bereits in Australien ganze Kakteenplantagen kahl gefressen hat, so Medienberichte. Laut Enrique Sanchez, Chef des Amtes für Pflanzen- und Tierschutz, werde notfalls massenhaft Pestizide eingesetzt werden müssen. Die blaue Agave (Agave tequilana weber variedad azul), aus der das Nationalgetränk Tequila hergestellt wird, sei dagegen von dieser Mottenart nicht gefährdet.

2007, 19. Februar: Laut Aussagen der Gesundheitsbehörden von Jalisco sind im Januar in Puerto Vallarta bereits über 100 Dengue Fieber Erkrankungen gemeldet worden – darunter 20 Patienten mit so genannten „Dengue hämorrhagischen Fieber". Siehe auch aktuelle Meldung vom Februar 2007 unter Mücken.

2007, 20. Februar: Drei Wochen früher als im vergangenen Jahr werden 2007 die Uhren in Mexiko, Kanada und den USA auf die Sommerzeit umgestellt. Die Umstellung erfolgt am zweiten Wochenende im März.

2007, 20. Februar: Beatriz Paredes Rangel gewinnt mit 68 Prozent der Stimmen die interne Parteipräsidentschaftswahl des PRI. Sie tritt am 4. März ihr Amt an.

2007, 20. Februar: Coahuilas Gouverneur Humberto Moreira löst eine erneute Debatte um die politische Schuld am Unglück von Pasta de Conchos aus, als er den früheren Staatspräsidenten Vicente Fox Quesada der gezielten Desinformation während des Unglücks bezichtigte.´

2007, 21. Februar: Laut Medienberichten will Staatspräsident Calderón im Jahr 2007 rund 400 Millionen Euro für die Aufforstung von Wäldern ausgeben. Die Aufforstung, die im Rahmen des UN-Programms „ProÁrbol“ („Probaum“) erfolgt, dient dem Nutzen der nachhaltigen Entwicklung in den wirtschaftlich zurückgebliebenen Landesteilen. Von den insgesamt 250 Millionen Bäume werden die ersten für die Wiederaufforstung eines 114 Hektar großen Waldgebietes in Tabasco verwendet.

2007, 24. Februar: Künstlerpreis "Artist for Amnesty Award" von Amnesty International an die Künstlerin Jennifer Lopez für den Film "Bordertown". Der Film, der auf wahre Begebenheiten beruht, handelt über die Morde von Ciudad Juárez in der mexikanischen Grenz- und Wüstenstadt Ciudad Juárez. Bislang wurden mehr als 400 Frauen ermordet.

2007, 25. Februar: Vier "Oscars" gehen an mexikanische Regisseure, Filme und Filmemacher. Mexiko war 16 Mal auf die Liste für die Oscar-Nominierung 2007 gesetzt. Platz eins nahm dabei der Film "Babel" von Regisseur Alejandro González Iñárritu ein, der jedoch nur einen Oscar erhielt.

März

2007, 02. März: Der letzte in rein mexikanischen Händen verbliebene Stahlkonzern, Altos Hornos de México (AHMSA), hat an Siemens (I&S) mehrere Aufträge über Ausrüstungen für den Ausbau des Hüttenwerks und die Modernisierung des Grobblechwalzwerks in Monclova im Bundesstaat Coahuila erteilt. Das Gesamtauftragsvolumen beläuft sich auf 210 Millionen Euro.

2007, 04. März: Der Oberste Gerichtshof erklärt den vom Verteidigungsministerium erzwungenen Ruhestand für vier am HIV-Virus erkrankten Soldaten für nichtig.

2007, 06. März: Der Sekretär für öffentliche Sicherheit in Tabasco, General a.D. Francisco Fernández Solis, entgeht leicht Verletzt dem Überfall von einem mehrere Mann starken bewaffnetem Kommando. Bei den Begleitpersonen gab es allerdings ein Todesopfer. Der Zwischenfall ist angeblich im Zusammenhang mit der ehemaligen Funktion als Kommandant einer Einheit von Spezialkräften (Comandante de la fuerza de tarea Marte) im Drogenkrieg zu sehen.

2007, 13. März: Der frühere Finanzminister Antonio Ortiz Mena ist gestorben. Er war der "Vater" des mexikanischen Wirtschaftswunders nach 1950.

2007, 13. März: Zweitägiges Gipfeltreffen zwischen Staatspräsident Felipe Calderón und US-Präsident George Bush in Mérida im Rahmen dessen Lateinamerika-Visite. Thema sind die Bekämpfung des Drogenhandels und die Migration. Der Besuch wurde von gewalttätigen Protesten in Mérida und Mexiko-Stadt begeleitet.

2007, 19. März: Staatspräsident Felipe Calderón warnt vor einem baldigen Ende der derzeitigen Erdöl-Vorkommen, die in weniger als zehn Jahren erschöpft seien.

2007, 20. März: Das Abgeordnetenhaus hat beschlossen, dass das Bundesparlament innerhalb eines Jahres eine Staatsreform verabschieden soll (Justizwesen, Wahlen, Energiesektor).

2007, 20. März: Haftbefehl gegen fünf Angestellte der Mine Pasta de Conchos. Vor einem Jahr waren bei einem Unglück unter Tage 65 Bergbauarbeiter getötet worden.

2007, 22. März: Die Sechste Kommission der EZLN hat den Beginn der zweiten Etappe der Anderen Kampagne bekannt gegeben. Die zweite Kampagne startet mit einer Delegation, die aus sieben Kommandantinnen, sieben Kommandanten und dem Subcomandante Marcos besteht.

2007, 23. März: In Morelia wurde das erste, durch Spenden rund um die Fußball-WM in Deutschland finanzierte SOS-Kinderdorf eröffnet.

2007, 24. März: Mexiko-Stadt startet in der kommenden Woche die Aktion „Computer im Austausch für Waffen“ um die Gewalt in der Millionenstadt einzudämmen. Wer eine Waffe mit einem Kaliber von mindestens 9 Millimeter bei der Stadtverwaltung abgibt, erhält im Gegenzug dafür einen Computer mit einem Softwarepaket des US-Konzerns Microsoft. Kleinkalibrige Schusswaffen werden ausgetauscht gegen einen Betrag von 2.500 Pesos (171 Euro) und einen Lebensmittlkorb im Wert von 500 Pesos (34,2 Euro).

2007, 25. März: 200.000 Anhänger von Andrés Manuel López Obrador demonstrieren in Mexiko-Stadt

2007, 25. März: Mexikos christliche Kirchen schließen sich zusammen, um gemeinsam ein liberaleres Abtreibungsrecht in der Hauptstadt zu verhindern. Sie fürchten, das Gesetz könne schnell in anderen Teilen des Landes übernommen werden. Die katholische Kirche Mexikos hat für den heutigen Sonntag zu entsprechenden Demonstrationen eingeladen.

2007, 26. März: Subcomandante Marcos forderte am Sonntag in San Cristóbal de las Casas die Indigene Bevölkerung Mexikos zur Verteidigung ihrer Rechte auf.

2007, 26. März: Die Regierung hat den Betrieb einer kleinen Fluggesellschaft namens Líneas Aéreas Azteca für drei Monate unterbrochen.

2007, 27. März: Proteste von Taxifahrern und Uniangestellten legen das öffentliche Leben in Oaxaca erneut lahm.

2007, 28. März: Protest Tausender Staatsangestellter gegen eine Pensionsreform auf dem Zócalo in Mexiko-Stadt.

2007, 28. März: Eröffnung der Ausstellung zu Ehren von Frida Kahlo anlässlich ihres 100. Geburtstages im Nationalmuseum von San Carlos in Mexiko-Stadt.

April

2007, 02. April: Die Regierung des Distrito Federal kündigt einen Internetzugang per Funk (WLAN) an, der für ganz Mexiko-Stadt funktionieren soll.

2007, 03. April: Zu Beginn der Osterferien verreisen schätzungsweise 20 Millionen (inländische) Touristen zu den Urlaubsorten im Land.

2007, 03. April: 4500 Einwohner des Distrito Federal besuchen am Tag der Eröffnung den ersten Sandstrand der Hauptstadt im Olympischen Dorf, berichten Medien.

2007, 04. April: Das Umweltministerium erklärt sechs Dörfer im Biosphärenreservat Montes Azules für illegal, weil sie nicht den Bodenbesitz nachweisen könnten. Manche dieser Siedlungen bestehen seit 1935, andere wurden durch EZLN-Mitglieder errichtet.

2007, 04. April: Der Oberste Gerichtshof des Landes erklärt die kürzlich verschärften Strafen für "Express-Entführungen" in Mexiko-Stadt (20 bis 40 Jahre Haft) für verfassungskonform.

2007, 06. April: In Acapulco wird ein Televisa-Korrespondent durch Unbekannte ermordet.

2007, 09. April: Beginn eines zweitägigen Gipfeltreffens der Staats- uns Regierungschefs der am Plan Puebla-Panamá beteiligten Länder in Campeche. Ziel des von Mexiko beantragten Sondertreffens sind neue Impulse für den Wirtschaftsplan.

2007, 11. April: Ein Bundesgericht erklärt die Absetzung von Napoleón Gómez Urrutia als Führer der Minenarbeitergewerkschaft für rechtswidrig (gefälschte Unterschriften) und fordert seine Wiedereinsetzung.

2007, 12. April: Erdbeben der Stärke 6,3 in Mexiko-Stadt, keine Opfer.

2007, 17. April: Die Armee nimmt im Zuge der Drogenmafiabekämpfung 110 Polizisten im Bundesstaat Nuevo León fest wegen Verbindungen zur Drogenmafia.

2007, 17. April: Napoleón Gómez Urrutia ist durch das Arbeitsministerium und eine Sondervollversammlung der Minenarbeitergewerkschaft wieder als Generalsekretär der Gewerkschaft anerkannt. Weil gegen ihn aber zwei Haftbefehle vorliegen, bleibt gómez vorerst im kanadischen Exil.

2007, 17. April: Die Außenministerin der Vereinigten Mexikanischen Staaten, Patricia Espinosa Cantellano, und der deutsche Bundesaußenminister unterzeichnen eine mexikanisch-deutsche Gemeinsame Erklärung: "Gemeinsame Perspektiven für eine intensivere Zusammenarbeit" (.pdf).

2007, 18. April: Mit einer Entschädigungszahlung von insgesamt 11 Millionen Dollar endet der Prozess gegen Manager von Grupo México bezüglich deren Mitschuld am Unglück von Pasta de Conchos. Von den 65 Opfern wurden seitdem nur zwei Leichen geborgen.

2007, 18. April: Bei mehrstündigen Schusswechseln in Tijuana, vor allem in und vor einem öffentlichen Krankenhaus, zwischen Angehörigen eines Drogen-Kartells und Armee- und Polizeieinheiten sterben drei Menschen (zwei Polizisten, ein Kartellmitglied), fünf werden verletzt.

2007, 21. April: In Indé in Durango wird ein entführter Kommandant einer Anti-Drogen-Polizei von mutmaßlichen Angehörigen der Drogen-Kartelle ermordet. Zwei weitere Polizisten waren zuvor bei einem Befreiungsversuch getötet worden. Staatspräsident Felipe Calderón erklärte, keinen einzigen Ort ("Plaza") der Kontrolle der Drogen-Kartelle zu übergeben.

2007, 21. April: Papst Benedikt XVI. spricht sich gegen die umstrittene Liberalisierung des Schwangerschaftsabbruchs im Bundesdistrikt aus.

2007, 24. April: Tornado an der US-mexikanischen Grenze, der in Piedras Negras drei Opfer fordert, in den USA vier Opfer.

2007, 24. April: Gegen den Widerstand der katholischen Kirche hat sich der Bundesdistrikt ein liberales Abtreibungsrecht gegeben. Das Parlament (ALDF) verabschiedete heute nach einer siebenstündigen Debatte mit deutlicher Mehrheit eine von der PRD eingebrachte Reform des Strafrechts. Künftig bleiben Schwangerschaftsabbrüche bis zur 12. Schwangerschaftswoche straflos.

2007, 25. April: Zusammenstöße um zwei Schulen in Mitla, wo sich zwei rivalisierende Sektionen der Lehrergewerkschaft um die Kontrolle streiten. Mitglieder der neugegründeten Sektion59 hindern seit November 2006 die Angehörigen der regierungskritischen Sektion22 am Betreten der Schulen. Als 200 Sektion22-Mitglieder die Schulen nun besetzen wollten, kam es zu Zusammenstößen mit Eltern, die die rivalisierende Sektion unterstützten.

Mai

2007, 1. Mai: In Carácuaro im Bundesstaat Michoacán sterben fünf Soldaten und ein mutßmaßliches Mitglied einer Drogenbande bei Schusswechseln. Einen Tag später erklärt das Verteidigungsministerium, dass seit 2000 134 Armeeangehörige im Drogenkrieg getötet worden seien.

2007, 1. Mai: Die Maidemonstrationen fokussieren in diesem Jahr auf die umstrittene Reform des Rentensystems der öffentlich Bediensteten.

2007, 3. Mai: Ein Jahr nach den Zusammenstößen in San Salvador Atenco sind noch immer nach Angaben der Zeitung El Universal 27 Menschen in Haft ohne Gerichtsurteil.

2007, 6. Mai: 20.000 Menschen posieren nackt auf dem Zócalo von Mexiko-Stadt für den US-Fotografen Spencer Tunick.

2007, 7. Mai: In Apatzingán stürmen Soldaten ein Haus, in dem sich mutmaßliche Angehörige der Drogenkartelle aufhalten, dabei sterben vier Menschen, drei Soldaten werden verletzt.

2007, 8. Mai: Nach dreijähriger Untersuchungshaft ist der Autor der Videoescandalos, Carlos Ahumada, auf freien Fuß gesetzt werden.

2007, 9. Mai: Der Polizeichef von Chilpancingo wird an einer Straßensperre von als Polizisten verkleideten Drogenbanden ermordet. Wenig später verkündete die Bundesregierung die Schaffung einer Sonder-Militäreinheit ("Cuerpo Especial de Fuerzas de Apoyo Federal del Ejército y Fuerza Aérea Mexicanos") zur Bekämpfung des Drogenhandels.

2007, 11. Mai: Die Regierung weitete den Einsatz von Armeeeinheiten zur Bekämpfung des Drogenhandels auf den Staat Veracruz aus. Einen Tag zuvor hatten mutmaßliche Drogenbanden im Bundesstaat vier Leibwächter des Gouverneurs von Estado de México, Enrique Peña, ermordet. Sie sollen die Gruppe nach Medienberichten mit einer rivalisierenden Bande verwechselt haben.

2007, 12. Mai: Der Präsident der nationalen Menschenrechtskommission und der mexikanische Vertreter der UNO-Menschenrechtskommissarin kritisieren den Einsatz der Armee im Innern im Kampf gegen die Drogen-Kriminalität.

2007, 15. Mai: Die CNDH klagt Menschenrechtsverletzungen der Armee im Kampf gegen die Drogen-Kartelle bein Einsätzen in Nocupétaro, Carácuaro, Huetamo und Apatzingán an ([1]).

2007, 15. Mai: Unbekannte beschießen Rathaus und Polizeistation von Santa Clara del Cobre in Michoacán.

2007, 15. Mai: Tag des Lehrers (Día del Maestro): Staatspräsident Felipe Calderón fordert eine Reform des Erziehungswesens. In Mexiko-Stadt protestieren zugleich 10.000 Lehrer gegen die Rentenreform für die offentlich Bediensteten.

2007, 16. Mai: In Cananea (Sonora) werden nach Medienberichten sieben Menschen (darunter fünf Polizisten) durch ein vielköpfiges Kommando (Angaben schwanken zwischen 20 und 50 Beteiligten) entführt und ermordet. Bei der Verfolgung durch Armeeeinheiten wird die Bande gestellt, dabei werden 15 Bandenmitglieder getötet, eine gleiche Zahl verhaftet.

2007, 20. Mai: Im Bundesstaat Yucatán sind ein neues Parlament, Kommunalräte und der Gouverneur gewählt worden. Ivonne Ortega (PRI) setzt sich mit 49 Prozent der Stimmen gegen Xavier Abreu (PAN) (42 Prozent) durch.

2007, 24. Mai: Die nationale Menschenrechtskommission wirft in einem Untersuchungsbericht zu den Unruhen in Oaxaca 2006 Staatsgouverneur Ulises Ruiz vor, verantwortlich zu sein für das Vorgehen der staatlichen Polizei während des Konflikts, durch die massiv Grundrechte der Demonstranten verletzt worden seien. Gleiche Vorwürfe gelten für die Bundespolizei, die den Konflikt gewaltsam beendete. Zudem habe die Bundesregierung zu spät auf den Konflikt reagiert. Die CNDH kann nur Empfehlungen hinsichtlich einer möglichen Strafverfolgung aussprechen. Auch die APPO wurde kritisiert, sie habe die Bevölkerung eingeschüchtert. ([2]).

2007, 24. Mai: Die Zeitung Cambio Sonora wird durch ihren Besitzer vorläufig geschlossen. Als Grund werden fehlende Sicherheitsmaßnahmen der Staatsregierung angesichts des Drogenkriegs (Attentate auf die Zeitung) genannt.

2007, 28. Mai: 13 Anhänger der APPO werden nach Zahlung einer Kaution durch ein Unterstützergremium aus der Haft entlassen. Sie waren seit dem 25. November 2006 ohne Haftbefehl eingesperrt. Weitere 13 Mitglieder der APPO sind noch in Haft.

2007, 30. Mai: Erste Hurrikan-Warnung in dieser Saison von den Meteorologen in Mexiko. Laut nationalem Wetterdienst hat sich der Tropensturm Barbara, der mit rund 65 Stundenkilometern unterwegs ist, ca. 200 Kilometer vor der Pazifikküste des Bundesstaates Oaxaca in Südmexiko formiert und bedroht die Küste bei Puerto Angel. Am 3. Juni schwächte sich Barbara unmittelbar nach Auftreffen auf Land in Südmexiko zu einem tropischen Niederdruckgebiet ab. Nach Angaben von Meteorologen lag dabei die Windgeschwindigkeit bei nur noch 55 Stundenkilometern.

2007, 30. Mai: Die Fifa verbietet Fußball-Länderspiele auf einer Höhe von über 2.500 Metern. Betroffen davon sind die Länder Mexiko, Peru, Bolivien, Kolumbien und Ecuador. Die Fifa begründet dieses Verbot mit dem Schutz der Spieler aus medizinischen Gründen.

Juni

2007, 1 Juni: Bei La Joya, ein Dorf im Municipio von Sinaloa de Leyva, beschießen Soldaten an einer Straßensperre ein sich näherndes Fahrzeug. Dabei sollen drei Frauen und zwei Kinder nach Medienberichten getötet worden sein. Am 5. Juni wird bekannt, dass das Verteidigungsministerium 19 Soldaten einer Anti-Drogen-Einheit wegen ihrer mutmaßlichen Verwicklung in die Tragödie verhaftet hat. Medien hatten zuvor berichtet, die Soldaten hätten auf das Fahrzeug geschossen, weil es nicht am Kontrollpunkt gestoppt habe. Die CNDH kündigte an, den Vorfall ebenfalls zu untersuchen. Im September legt sie eine "Empfehlung" vor, in der sie die Strafverfolgung der beteiligten Soldaten fordert. Sie haben demnach ohne Grund unter Alkohol- und Drogeneinfluss auf das Auto geschossen.([3], [4]).

2007, 2. Juni: In Mexiko-Stadt tauchen Plakate und Pakete mit Granaten in Metrostationen auf, die als gegnerische Hinweise auf das Drogenkartell der Zetas bestimmt sind.

2007, 4. Juni: Bevor der mexikanische Staatspräsident Felipe Calderón Hinojosa beim G8-Gipfel in Deutschland am so genannten Outreach-Treffen (G-8 Teilnehmer mit Gastrollenstatus) teilnimmt, hat er eine Privataudienz bei Papst Benedikt XVI. Dabei wird über Kampf gegen den Drogenhandel,Indigene Bevölkerung und Umwelt gesprochen. Calderón hat bei dieser Privataudienz auch nochmals den Papst nach Mexiko eingeladen. Am 6. Juni tritt Calderón in Deutschland ein. Nachdem Calderón von dem Baden-Württembergischen Ministerpräsidenten Günther Oettinger empfangen wurde, forderte er deutsche Unternehmen zu Investitionen in seinem Heimatland auf. Am 7. Juni reiste Calderón nach Heiligendamm zum G-8-Gipfel weiter.

2007, 4. Juni: Sechs illegale Migranten aus Mittelamerika sterben bei einem Unfall des sie schmuggelnden LKWs in Oaxaca. Das Fahrzeug führte versteckt hinter Doppelböden über 117 Menschen, die in die USA einreisen wollten.

2007, 5. Juni: In Mexiko-Stadt haben zwei Raubkatzen (ein Löwe und ein Tiger), die illegal auf dem Dach einer Fleischfabrik gehalten wurden, ihren Pfleger bei der Fütterung getötet und zerfleischt. Die Genehmigung zur Haltung der Tiere, die man mit Abfällen der Fabrik fütterte, war bereits seit Jahren abgelaufen.

2007, 6. Juni: Laut der Tageszeitung La Jornada haben Wissenschaftler mehr als 100 bislang unbekannte Zeichnungen des berühmten mexikanischen Künstlerpaares Frida Kahlo und Diego Rivera in Mexiko-Stadt entdeckt. Die Zeichnungen sind „La Jornada“ zufolge in dem ehemaligen Wohnhaus der Künstler, das heutige Kahlo-Museum im Stadtteil Coyoacán, in einem Geheimraum gefunden worden.

2007, 6. Juni: Das Oberste Verfassungsgericht erklärt wesentliche Teile der umstrittenen Ley Federal de Radio y Televisión für verfassungswidrig. Betroffen sind davon u.a. die vorgesehene Langzeit-Konzessionen (auf 20 Jahre).

2007, 7. Juni: Der ehemalige argentinische Nationalcoach Jose Pekerman wird neuer Trainer beim Erstligisten Fußballverein Deportivo Toluca.

2007, 12. Juni: In Monterrey wird Mario César Ríos, PRI-Abgeordneter des Staatsparlaments von Nuevo León, auf offener Straße ermordet.

2007, 14. Juni: mexikanische Präsident Felipe Calderón Hinojosa eröffnet im Palacio de Bellas Artes in Mexiko-Stadt die Feierlichkeiten zu Ehren von Frida Kahlo anlässlich ihres 100. Geburtstages.

2007, 15. Juni: Die Staatsregierung von Oaxaca entschuldigte sich ein Jahr nach Beginn der Unruhen in der gleichnamigen Hauptstadt des Bundesstaates bei der Bevölkerung ("disculpa pública"). Manuel Garcia Corpus, Innenminister, bedauerte im Namen von Gouverneur Ulises Ruiz Ortiz die Folgen des Polizeieinsatzes vom 14. Juni 2006 gegen ein Protestcamp streikender Lehrer in Oaxaca. Ebenfalls entschuldigte sich die Regierung bei der Bevölkerung für die Ereignisse im Zusammenhang mit diesem Einsatz. Die monatelangen Unruhen hatten mehrere Menschenleben gefordert.

2007, 15. Juni: Die im Bundesstaat Oaxaca seit einem Jahr andauernden Proteste gegen Gouverneur Ulises Ruiz Ortiz führten am Donnerstag in Oaxaca-Stadt zu einer erneuten Massendemonstration. An dieser Demonstration nahmen nach Behördenangaben mehrere zehntausend Personen teil. Aufgerufen zu dieser Demonstration hatten die örtliche Lehrergewerkschaft und die Protestbewegung APPO ("Volksversammlung der Bevölkerung Oaxacas").

2007, 15. Juni: Eine vom Staatlichen Institut für Statistik, Geographie und Informatik INEGI (Instituto Nacional de Estadística, Geografía e Informática) durchgeführte landesweite Umfrage, in der es um Gewalt in der Schule, bei der Arbeit, in der Familie und in Paarbeziehungen ging (Endireh: Encuesta Nacional sobre la Dinámica de las Relaciones en los Hogares) ergab, dass 67 Prozent aller Frauen und Mädchen über 15 Jahren Gewalterfahrungen haben. Bei der Anzahl der Gewaltopfer, die je nach Region variiert, schnitt der Bundesdistrikt Mexiko-Stadt mit 78 Prozent am schlechtesten ab.

2007, 19. Juni: Der bekannte Sänger Antonio Aguilar ist in Mexiko-Stadt gestorben.

2007, 21. Juni: Kunstausstellung von Rosa María Robles (Künstlerin) zeigt in Culiacán (Bundesstaates Sinaloa) Beweisstücke aus Mordfällen. Laut der Zeitung Reforma ermittelt in diesem Zusammenhang die Staatsanwaltschaft darüber, wie die Gegenstände aus dem staatlichen Gewahrsam verschwinden und in den Besitz der Künstlerin gelangen konnten.

2007, 21. Juni: Der argentinische Fußball –Nationalspieler Federico Insua wechselt vom Bundesliga Verein Borussia Mönchengladbach zum mexikanischen Club CF America.

2007, 21. Juni: In Bezug zu den seit einem Jahr andauernden Proteste gegen Gouverneur Ulises Ruiz Ortiz im Bundesstaat Oaxaca, fordert laut Radio Vatikan José Luis Chávez Botello, Erzbischof von Oaxaca, eine grundlegende institutionelle Reform des Bundesstaates Oaxaca. Das Grundproblem, laut des Erzbischofs, sei der Egoismus und die Verantwortungslosigkeit der Politiker.

2007, 22. Juni: Der frühere PRI-Bürgermeister von Tijuana, Jorge Hank Rhon, kann definitiv nicht an den kommenden Gouverneurswahlen in Baja California aus Verfahrensfehlern (er war noch Stadtchef bei seiner Wahl zum Kandidaten) teilnehmen, so das staatliche Wahlgericht.

2007, 24. Juni: Bei der Fußball-Kontinentalmeisterschaft des Verbandes CONCACAF, Gold Cup 2007, erreichen Mexiko und die USA das Finale. Sieger sind aber im Endspiel die USA mit 2:1

2007, 24. Juni: Radio Vatikan berichtete, unter Beruf auf Lokalzeitungen, dass das vatikanische Berufungsgericht „Rota Romana“ die erste Ehe des früheren, mexikanischen Präsidenten Vicente Fox Quesada mit Lilián de la Concha, mit der er von 1972 bis 1991 offiziel verheiratet war, annulliert hat.

2007, 25. Juni: Im Kampf gegen Korruption und Drogenmafia sind erstmals in der modernen Geschichte des Landes hunderte - genau 284 - Befehlshaber der Bundespolizei (PFP und AFI abgesetzt und durch Nachfolger ersetzt worden - unter ihnen 34 ranghohe "Mandos" an der Spitze der einzelstaatlichen Abteilungen.

2007, 24. Juni: Radio Vatikan berichtete, unter Beruf auf Lokalzeitungen, dass das vatikanische Berufungsgericht „Rota Romana“ die erste Ehe des früheren, mexikanischen Präsidenten Vicente Fox Quesada mit Lilián de la Concha, mit der er von 1972 bis 1991 offiziel verheiratet war, annulliert hat.

2007, 24. Juni: Mexiko verliert das Endspiel der Fußball-Kontinentalmeisterschaft gegen die USA mit 2:1.

2007, 25. Juni: Im Kampf gegen Korruption und Drogenmafia erstmals in der modernen Geschichte des Landes hunderte - genau 284 - Befehlshaber der Bundespolizei (PFP und AFI abgesetzt und durch Nachfolger ersetzt - unter ihnen 34 ranghohe "Mandos" an der Spitze der einzelstaatlichen Abteilungen.

2007, 26. Juni: Laut Mitteilung der mexikanischen Staatsanwaltschaft wurde am Montag Luis Reyes Enriquez, Kopf der kriminellen Gruppe „Los Zetas“ und Mitanführer des Drogen-Golfkartells, verhaftet. Zehn weitere mutmaßliche Mitglieder von „Los Zetas“ wurden ebenfalls festgenommen.

2007, 27. Juni: Helga Prignitz-Poda, Kuratorin des Martin-Gropius-Baus in Berlin, sagte am Dienstag in Mexiko-Stadt, dass derzeit mit den Behörden in Mexiko-Stadt verhandelt würde, um Werke der der deutsch-mexikanischen Malerin Frida Kahlo in Berlin auszustellen.

2007, 27. Juni: Am Donnerstag Nacht um 2:45 Uhr treffen bei der diesjährigen „Copa America“ (das lateinamerikanische Gegenstück zur Europameisterschaft) in Venezuela die Fußballmannschaften Brasilien und Mexiko aufeinander. Die Gruppe B der „Copa America“, die seit 1916 ausgetragen und das älteste Kontinentalturnier der Welt ist, bilden Titelverteidiger Brasilien, Mexiko, Chile und Ecuador.

2007, 27. Juni: Die 74-jährige mexikanische Autorin Elena Poniatowska erhielt für ihren sozialkritischen Roman, "Der Zug passiert als erster", den venezolanischen „Premio Rómulo Gallegos“ Preis. Der „Premio Rómulo Gallegos“ ist der traditionsreichste Preis der spanischsprachigen Literatur.

2007, 27. Juni: Laut den Prognosen der Vereinten Nationen, veröffentlicht am Mittwoch in New York, Genf und Berlin, wird Mumbay (Bombay) Hochrechnungen zufolge bis 2015 mit dann 21,9 Millionen Menschen Mexiko City (21,6 Millionen in 2015) als zweitgrößte Stadt ablösen. Das Ballungszentrum Tokio mit mehr als 35 Millionen Einwohnern bleibt dabei die größte Stadt der Welt.

2007, 27. Juni: Beim Auftaktspiel der „Gruppe B“ bei der „Copa America“ wird der Team-Rekordtorschütze (43 Tore) Jared Borgetti vom mexikanischen Fußball-Nationalteam wegen einer Verletzung nicht teilnehmen. Dies gab der Verband bekannt. Ebenfalls fallen die Spieler Pavel Pardo, Carlos Salcido und Ricardo Osorio aus.

2007, 28. Juni: Mexiko besiegte im Auftaktspiel der „Gruppe B“ bei der „Copa America“ in Venezuela Fußball-Rekordweltmeister Brasilien mit 2:0. Nach nur acht Minuten Spielzeit sicherten die Stürmer Nery Castillo und Ramon Morales mit ihren Treffern den Sieg.

2007, 29. Juni: Das Welterbe-Komitee der UNESCO verlieh am Freitag drei weiteren Stätten den Status des Welterbes. Neben dem Kaiserpalast Romuliana-Ganzigrad in Serbien und der Felslandschaft Gobustan in Aserbeidschan erhielt diese Auszeichnung das zwischen 1949 und 1952 gebaute Gelände der autonomen Nationaluniversität UNAM in Mexiko. Nach Einschätzung der UNESCO ist der Zentralcampus der Universität eine der Ikonen der Modernen in Südamerika.

2007, 29. Juni: Der mexikanische Präsident Felipe Calderón kritisiert Scheitern der US-Einwanderungsrechtsreform, die am Donnerstag durch den Widerstand des US-amerikanischen Senats blockiert wurde. Laut Calderon wird damit die Tür zur legalen Migration geschlossen und die zur illegalen geöffnet. Weiter sagte er in Mexiko-Stadt, das dies zu gefährlichen und unsicheren Bedingungen auf beiden Seiten der Grenze führt und das die Wirtschaft in den USA nicht gedeihen und wachsen könnte, ohne die Arbeit von Immigranten aus Mexiko und Mittelamerika.

2007, 29. Juni: Der vor 30 Jahren gegründete Radiosender Diario Monitor stellt seinen Betrieb ein.

2007, 30. Juni: Wie die US-Behörden am Wochenende mitteilten, wurde an der Grenze zu Mexiko ein vermutlicher Drogenschmuggel-Tunnel entdeckt. Bei dem Tunnel, der die Stadt Nogales im US-Bundesstaat Arizona mit ihrer Schwesterstadt Nogales in Mexiko (Bundesstaat Sonora ) verband, geht man aufgrund der engen Bauweise davon aus, dass er nicht dem Menschenschmuggel diente sondern dem Drogenschmuggel . Bei gemeinsamen Razzien von US-und mexikanischen Polizisten sind fünf Verdächtige festgenommen worden.

Juli

2007, 02. Juli: In Mexiko-Stadt demonstrierten mehr als 100.000 Menschen gegen Staatschef Felipe Calderón Hinojosa. Manuel López Obrador, der bei der Präsidentschaftswahl am 2. Juli vergangenen Jahres unterlegene linke Kandidat, bekräftigte bei dieser Demonstration erneut, dass er der tatsächliche Sieger dieser Wahl sei und forderte „null Verhandlung mit denen, die eine Politik gegen die Interessen des Volkes führen".

2007, 02. Juli: Dramatischer Rekord von Todesfällen an der Grenze zwischen Mexiko und den USA. Mexikanische Medien berichten, dass seit Jahresbeginn bereits 275 Mexikaner bei dem Versuch, illegal in die USA zu gelangen, ums Leben gekommen sind. Damit sind seit 1990 insgesamt 3.000 Menschen an der Grenze zu Tode gekommen.

2007, 02. Juli: Mexikos Fußballmannschaft erreicht durch einen 3:0 Erfolg über Chile das Viertelfinale der Copa America.

2007, 03. Juli: Laut der Ärzte Zeitung sollten sich Urlauber mit Reiseziel Mexiko, Kanada und die USA, im Sommer vor dem West-Nil Fieber in Acht nehmen. Übertragen wird das West-Nil-Fieber auf den Menschen durch vorwiegend infizierte nachtaktive Mücken.

2007, 03. Juli: Carlos Slim, mexikanische Großunternehmer, soll laut der Finanzzeitung "Sentido Comun", angeblich Microsoft-Gründer Bill Gates von Platz eins auf der Liste der reichsten Männer der Welt verdrängt haben. Laut der Finanzzeitung soll sich das Vermögen von Carlos Slim auf 67,8 Mrd. Dollar (49,9 Mrd. Euro) belaufen. (Bill Gates 59,2 Mrd. Dollar /43,6 Mrd. Euro).

2007, 04. Juli: In der Sierra Negra, Bundesstaat Puebla, wurde durch einen Erdrutsch ein Bus mit über 40 Passagieren verschüttet. Laut Angaben der Behörden sind rund 500 Rettungskräfte vor Ort im Einsatz um evtl. Überlebende zu suchen. Die fast 150 Meter breite und mehr als 25 Meter hohe Schlamm- und Gerölllawine wurde durch Regenfälle ausgelöst.

2007, 05. Juli: Bei einem gescheiterten Starversuch eines kleinen Frachtflugzeuges in Culiacan sind neun Menschen getötet worden. Nach Behördenangaben schoss das Flugzeug über die Landebahn hinaus auf die angrenzende Autobahn und stieß mit zwei Autos und einem Militärtransporter zusammen. Dabei wurden die drei Mitglieder der Flugzeugbesatzung, vier Zivilisten und zwei Soldaten, die für die Sicherung eines Besuchs von Staatspräsident Felipe Calderón abgestellt waren, getötet. Laut Medienberichten sagte daraufhin Calderón seinen Besuch ab.

2007, 06. Juli: Am Donnerstag um 20:09 (Ortszeit) erschütterte ein Erdbeben der Stärke 6,1 den Süden Mexikos. Laut dem geologischen Dienst der USA lag das Epizentrum in der Nähe der Hauptstadt des Bundesstaates Chiapas, Tuxtla Gutiérrez. Erschütterungen waren auch in Villahermosa, im benachbarten Bundesstaat Tabasco , in Mexiko-Stadt und im Nordwesten von Guatemala zu spüren. Berichte über Verletzte liegen derzeit nicht vor.

2007, 06. Juli: Rettungsteams haben aus dem am Mittwoch bei Eloxochitlan (in der Sierra Negra, Bundesstaat Puebla) komplett von Schlammassen zerquetschen Bus, 31 Leichen geborgen. Unter den Opfern sind mindestens vier Kinder. Vertreter der Regionalregierung des Bundesstaates Puebla rechnen nicht damit, dass von den mittlerweile vermuteten 60 Menschen in diesem Bus, jemand noch lebend geborgen werden kann.

2007, 08. Juli: Die Maya-Pyramide von Chichén Itzá in Mexiko wurden am Samstagabend (7.Juli) in Lissabon, zusammen mit der Chinesischen Mauer, der Christus-Statue auf dem Corcovado-Berg in Rio de Janeiro, der Inka-Ruinenstadt Machu Picchu in Peru, der Felsenstadt Petra in Jordanien, das Taj-Mahal-Mausoleum im indischen Agra und dem Kolosseum in Rom, zu den «sieben neuen Weltwunder» erklärt. Die Initiative ging auf den Schweizer Abenteurer und Millionär Bernard Weber zurück, der diese Aktion vor sieben Jahren ins Leben gerufen hat. Die Weltkulturorganisation UNESCO allerdings distanzierte sich von der Kampagne. Die neuen sieben Weltwunder seien das Resultat einer Privataktion ohne wissenschaftliche Auswahlkriterien.

2007, 11. Juli: Eine Untersuchungskommission soll den sogenannten Chinogate-Skandal untersuchen. Das beschloss die ständige Kommission des Bundesparlaments, eine Art Vertretung beider Parlamentskammern, mit den Stimmen aller Parteien.

2007, 12. Juli: Laut Radio Vatikan hat die Kirche in Mexiko die Regierung aufgefordert, den Artikel in der Verfassung abzuändern, der den katholischen Bischöfen und Priestern in Mexiko die religiöse Bildung an den Schulen sowie politische Predigt verbietet.

2007, 12. Juli: Laut dem öffentlichen Krankenhaus von Mexiko-Stadt hat am Mittwoch eine 32-jährige Mexikanerin Fünflinge, drei Jungens und zwei Mädchen, gesund zur Welt gebracht. Da zuvor keine Fruchtbarkeitsbehandlung durchgeführt wurde sprechen Mediziner von dem seltenen Fall einer Fünflingsgeburt, wobei die Chance auf eins zu 55 Millionen steht.

2007, 13. Juli: Laut einem Schreiben, das in der ZeitungLa Jornada“ veröffentlicht wurde, übernimmt die EPR (Ejército Popular Revolucionario) die Verantwortung für die Anschläge, die zwischen dem 5. und 10.Juli auf Einrichtungen des staatlichen Erdölkonzern PEMEX verübt wurden. Obwohl die PEMEX versuchte die Vorfälle als „Leitungsbruch“ darzustellen bestätigt nunmehr die Generalstaatsanwaltschaft, dass die Explosionen auf Bombenanschläge zurückzuführen sind.

2007, 13. Juli: Der seit dem 1.März 2007 in einem mexikanischen Gefängnis (nach dpa-Angaben mit Mördern und Schwerverbrechern in einem Raum) in Untersuchungshaft sitzende deutsche Touristikunternehmer Frank Hornhauer hat die deutschen Behörden aufgefordert, endlich für seine Freilassung einzuschreiten. Da das Wachpersonal nach seinen Angaben willkürlich und ohne Einhaltung von Menschenrechten arbeite, sehe er eine Gefahr für sein Leben und seine Gesundheit. Der Deutsche wird laut dpa beschuldigt, in Polen in den frühen 1990er Jahren einen Betrug von umgerechnet ca. 214 Euro begangen zu haben. Laut Angaben der mexikanischen Staatsanwaltschaft wird Hornhauer aber beschuldigt, durch den Verkauf falscher WM-Tickets einen Betrug in Höhe von fast einer Million Dollar verursacht zu haben. Polen fordert seine Auslieferung ([5]).

2007, 14. Juli: Im Jahre 2006 kamen mindestens 14 Millionen Pilger nach Mexiko-Stadt, um die „Basilika der Jungfrau von Guadaloupe” aufzusuchen. Laut Radio Vatikan hat das „Wall Street Journal” gemeldet, dass damit der Wallfahrtsort in Mexiko-Stadt der meistbesuchte der Welt ist, noch vor dem Petersdom in Rom und Lourdes. 2007, 15. Juli: Bei der „Copa América 2007“ (seit 1916 ausgetragen und älteste Kontinentalturnier der Welt) in Venezuela hat die Fußball-Nationalelf von Mexiko den dritten Platz belegt.

2007, 15. Juli: Der frühere PRI-Bürgermeister von Tijuana, Jorge Hank Rhon, kann nun doch an den kommenden Gouverneurswahlen in Baja California Anfang August teilnehmen. Das Oberste Wahlgericht hob eine frühere Entscheidung des einzelstaatlichen Wahlgerichts auf.

2007, 17. Juli: In Oaxaca -Stadt sind bei Unruhen am Montag duzende Menschen verletz und 45 Demonstranten festgenommen worden. Es war das schwerste Wiederaufflammen der Gewalt in Oaxaca seit acht Monaten. Grund der Unruhen war der immer noch schwelende Lehrerstreik vom Mai vergangenen Jahres (siehe hierzu: APPO - Oaxaca 2006 ). Laut Medien berichten erklärten einige Demonstranten, dass sie wie im vergangenen Jahr das Folk-Festival Guelaguetza, das zu den wichtigsten Tourismus-Attraktionen von Oaxaca gehört, blockieren wollen.

2007, 20. Juli: Manuel Uribe, 41 Jahre, aus der nordmexikanischen Stadt San Nicolas de los Garza, der bislang mit seinen 560 Kilogramm Lebendgewicht als fettleibigster Mensch der Welt im Guinness-Buch der Rekorde (2008) steht, hat binnen eines Jahres 200 Kilogramm abgenommen. Mit medizinischer Hilfe will er weitere 100 Kilogramm abnehmen und neu laufen lernen. Durch den rekordverdächtigen Gewichtsverlust könnte er 2009 erneut im Guinness-Buch der Rekorde landen. Laut Angaben des mexikanischen Gesundheitsministeriums leidet fast die Hälfte der Bevölkerung an Übergewicht oder Fettsucht.

2007, 26. Juli: Die Gewerkschaft der Minenarbeiter steht nach Medienberichten offenbar vor einer Spaltung: Demnach sollen mehrere Staatssektionen die Gründung einer neuen Gewerkschaft formell beantragt haben.

2007, 27. Juli:Der im Februar 2007 angekündigte Bau der neuen Metro-linie 12 in Mexiko-Stadt zwischen den Ortsteilen Mixcoac und Tláhuac schreitet in seiner Planung voran: 500.000 Einwohner sollen nach Angaben lokaler Behörden eine Liste zugunsten des Baus der Linie unterschrieben haben, damit die Linie bis Tláhuac und nicht bis Villa Coapa gebaut werde.

2007, 28. Juli: Laut Berichten von Forscher der Louisiana State University und des Louisiana Universities Marine Consortium hat die “tote Zone” im Golf von Mexiko Mega-Ausmaße erreicht und könnte sich auf 20.000 Quadratkilometer ausweiten. Verantwortlich für die „tote Zone“ im Golf von Mexiko sind riesige Mengen an Stickstoffen und Phosphaten, die über den Mississippi aus den USA in das Meer gelangen und dort den für die Meeresbewohner lebensnotwendigen Sauerstoff vollständig aufzehren.

2007, 30. Juli: Laut Radio Vaticana wurde in Mexiko-Stadt ein Priester in einer Kirche ermordet. Das Opfer war an Händen und Füßen zusammengebunden. Nachdem bereits vergangene Woche die Leiche eines Geistlichen in einem Teich in Mexiko-Stadt entdeckt wurde, war dies nun der zweite Mord an einem Priester innerhalb weniger Tage.

2007, 30. Juli: Am 11.August will Amnesty International (ai) in Mexiko-Stadt offiziell bekannt geben, dass sie Abtreibung als Menschenrecht erklärt. Amnesty International drängt auf eine Entkriminalisierung der Schwangerschaftsabbrüche und will Frauen unterstützen, die nach Vergewaltigungen, Inzest oder bei drohenden schweren Gesundheitsschäden oder gar Lebensgefahr für die Schwangere Abtreibungen vornehmen lassen wollen. Dieser Kurswechsel von ai, in Zukunft für die Legalisierung von Abtreibung in jenen 97 Ländern einzutreten, die es bislang verbieten, dass ungeborene Kinder getötet werden, führt zu scharfer Kritik bei Lebensrechtler und Kirchenvertretern.

August

2007, 1. August: Anlässlich seines Besuches am Dienstag in Mexiko kritisierte der argentinische Präsident Nestor Kirchner vor Parlamentariern den US-Plan zum Bau eines Zauns an der Grenze mit Mexiko als Beleidigung aller Lateinamerikaner. Die Pläne zum Bau eines rund 1.100 Kilometer langen Grenzzauns, womit gegen die illegale Einwanderung in die Vereinigten Staaten vorgegangen werden soll, wurden 2006 von US-Präsident George W. Bush und dem US-Kongress gebilligt. Bis Ende des nächsten Jahres sollen die ersten ca. 600 Kilometer errichtet werden.

2007, 1. August: Bei einer Pressekonferenz in Mexiko-Stadt zeigte sich Irene Khan, die Generalsekretärin von Amnesty International, vor etwa hundert Journalisten empört über die Menschenrechtsverletzungen in Oaxaca, dass Menschenrechtsverletzungen in Mexiko nach wie vor straffrei bleiben und nahm auch Stellung zu der fortschreitenden Militarisierung. Wenn laut Khan, dass Militär polizeiliche Aufgaben übernehme, sei das der Beweis dafür, dass die Polizei versagt habe.

2007, 2. August: Gegen ca. 5 Uhr morgens explodierte in Oaxaca Stadt vor dem Warenhaus Sears, Plaza de Valle im Süden der Stadt, eine Bombe mit geringer Sprengkraft. Zwei weitere Bomben, eine vor einer BANAMEX-Filiale (Banco Nacional de México/ CITIBANK Gruppe) und eine andere in den Anlagen der Comisión Federal de Electricidad (Bundeskommission für Elektrizität) konnten rechtzeitig entschärft werden. Für die ersten beiden Bomben übernahm die Guerillatruppe EPR) die Verantwortung. Laut EPR stehen diese Bombenanschläge, wie bereits zuvor die Bombenanschläge auf den staatlichen Erdölkonzern PEMEX (Juli 2007), in Verbindung mit der Forderung nach Freilassung der seit dem 25.Mai 2007 verschwundenen EPR-Aktivisten aus der Unruheregion Oaxaca.

2007, 2. August: Bei einem versuchten Raubüberfall auf der Autobahn Pachuca-Mexiko-Stadt auf einen Überlandbus werden nach Medienberichten bei Ecatepec zwei der drei mutmaßlichen Kriminellen und ein Zivilist getötet, drei weitere Menschen verletzt. Den Überfall vereitelte ein in Zivil mitreisender Polizist.

2007, 5. August: Der Herausgeber der Zeitung Semanario del Istmo, Alberto Fernández Portilla, wird in Salinas Cruz bei einem Attentat verletzt. Die Zeitung hatte zuvor wiederholt über Korruptionsfälle in der Ölarbeitergewerkschaft berichtet.

2007, 5. August: José Guadalupe Osuna Millán, PAN, gewinnt nach vorläufigem Ergebnis die Wahl zum Gouverneur im Bundesstaat Baja California vor Jorge Hank Rhon, PRI. Die PAN gewinnt zudem 14 von zu wählenden 16 Abgeordnetenmandaten im Staatsparlament, 2 gehen an die PRI.

2007, 6. August: Der brasilianische Präsident Luis Inácio Lula da Silva traf am Sonntag zu einem Staatsbesuch in Mexiko ein. Bei dem Gespräch zwischen Lula da Silva und Staatspräsident Felipe Calderón ging es um Biokraftstoff und eine Intensivierung des Handelsaustauschs zwischen den beiden lateinamerikanischen Ländern. Beide Länder wollen ihre gemeinsame Rolle als Führungsmächte in Lateinamerika ausbauen.

2007, 6. August: Aufgrund des "fehlenden Vertrauens in das Justizsystem" veranstaltete die „Asamblea Popular del Pueblo de Oaxaca” (APPO) vom 3. bis 5.August 2007 in Mexiko-Stadt ein sogenanntes „Tribunal popular“ (Volksgericht) gegen Felipe Calderón, Vicente Fox und Ulises Ruiz. Die drei Instanzen des „Tribunal popular“ analysierten die Fälle Oaxaca (Unruheregion Oaxaca), San Salvador Atenco (Repression gegen Blumenmarkt), Ciudad Juárez (ungeklärte Morde an mindestens 340 junge Frauen), Sicartsa (blutig niedergeschlagener Stahlarbeiterstreik in Michoacán, Pasta de Conchos (Methangrubenunfall im Bundesstaat Coahuila) und La Parota (Wasserkraftwerk in Guerrero [6] ).

2007, 6. August: Mit María del Carmen Alanís Figueroa wird erstmals eine Frau Präsidentin des nationalen Wahlgerichts TEPJF. Sie tritt die Nachfolge von Flavio Galván Rivera an, der aus Gesundheitsgründen zurückgetreten ist Galván war erst im November 2006 zum Präsidenten des Gerichts bestimmt worden. Am 9. August veröffentlich die Zeitung El Universal einen Artikel, wonach politische Gründe (Pro-PRD-Entscheidungen) und Korruptionsfälle tatsächlicher Grund für den Wechel gewesen seien ([7])

2007, 7. August: Der mexikanische Telekommunikations-Magnat Carlos Slim steht mit einem geschätzten Vermögen von 59 Mrd. Dollar an erster Stelle der Reichsten-Liste in der neuen Ausgabe des US-Magazins "Forbes". Obwohl "Forbes" das Vermögen von Carlos Slim um rund 8 Mrd. Dollar geringer bezifferte als Anfang Juli das mexikanische Magazin "Sentido Común", löste Slim Microsoft-Gründer Bill Gates (geschätztes Vermögen laut „Forbes“ 58 Mrd. Dollar) als bisherigen Spitzenreiter ab. Laut „Forbes“ wurden den Unternehmen der Holdinggesellschaften von Slims Familie mehr als fünf Prozent der gesamten mexikanischen Wirtschaftsleistung im vergangenen Jahr zugerechnet.

2007, 7. August: Tod von Filmschauspieler und TV-Produzent Ernesto Ramírez Alonso

2007, 7. August: Laut Medienberichten der "Washington Post" plant die US-Regierung mit Hunderte Millionen Dollar den Kampf gegen mexikanische Drogenkartelle massiv auf mexikanischen Boden auszuweiten. Geplant sind bei diesem Projekt in Mexiko, das teurer werden soll als das Fünf-Milliarden-Paket gegen die kolumbianische Drogenmafia, Telefonüberwachung, Training und Transport mexikanischer Sondereinheiten sowie besondere Radareinrichtungen um Schmuggler-Fugzeuge aufzuspüren. Allerdings benötigt dieser Plan noch der Zustimmung der mexikanischen Regierung.

2007, 7. August: Bei den Regionalwahlen am Sonntag, 5. August, im südmexikanischen Bundesstaat Oaxaca gewann die regierende Partei der Institutionellen Revolution (PRI) unter Gouverneur Ulises Ruiz Ortiz die Wahlen. Aufgrund der weiter andauernden Proteste gegen Ulises Ruiz enthielten sich 63,5 Prozent der Wähler ihrer Stimmabgabe (in Teilen Oaxacas über 70 Prozent). Auf die PRI entfielen ca. 400.000 Stimmen (entspricht ca. 17 Prozent der Wahlberechtigten) und auf die Partei der Demokratischen Revolution (PRD) ca. 240.000 Stimmen. Völlig abgeschlagen auf den dritten Platz landete die landesweit regierende konservative Partei der Nationalen Aktion (PAN).

2007, 10. August: Weil ein Geistlicher sich vor einer Aufdeckung der Vaterschaft und einer Amtsenthebung durch die Kirche gefürchtet hat, tötete er vor zwei Jahren seinen achtjährigen Sohn und wurde nun zu 55 Jahren Haft verurteilt.

2007, 11. August: Im Kampf gegen illegale Einwanderer hat die US-Regierung neue Massnahmen vorgestellt. Neben einer geplanten 600 Kilometer langen Mauer und 18.000 zusätzliche Sicherheitskräfte an der Grenze zu Mexiko, sowie der Ausbau der Kapazitäten der Auffanglanger für illegale Einwanderer, sollen, laut Medienberichten von Heimatschutzminister Michael Chertoff und Handelsminister Carlos Gutierrez, Arbeitgeber ihre Angestellten wieder entlassen, wenn sie innerhalb von 90 Tagen keine Unterlagen vorlegen können, die ihren legalen Aufenthalt in den USA beweisen.

2007, 13. August: Mexikanische Archäologen glauben, laut Medienberichten zufolge, dass Grab des aztekischen Herrschers Ahuizotl nahe der mexikanischen Hauptstadt Mexiko-Stadt gefunden zu haben. Allerdings wurde die Grabstätte noch nicht geöffnet.

2007, 13. August: Laut Radio Vaticana kennt die katholische Kirche Mexikos die Hintermänner des an dem mexikanischen Kardinal Juan Jesus Posadas Ocampo verübten Mordes vor 14 Jahren. Kardinal Juan Sandoval Iniguez von Guadalajara sagte am Wochenende der Nachrichten-Agentur CNA: „Die Politiker, die in Drogenhandel verstrickt sind, haben den Mord in Auftrag gegeben.“

2007, 14. August: Vier Spanier, die der Internationalen Zivilkommission für die Beobachtung von Menschenrechten mit Sitz in Barcelona angehören und am 5.August unter dem Vorwurf der Teilnahme an einer Demonstration in Oaxaca verhaftet wurden, hat die mexikanische Justiz aus der Haft entlassen. Das mexikanische Strafrecht verbietet Ausländern jede politische Betätigung, so auch die Teilnahme an Demonstrationen (Artikel 33 der mexikanischen Verfassung).

2007, 17. August: Für Anfang der nächsten Woche ist in Kanada ein Gipfeltreffen zwischen den Staatschefs von Mexiko, Felipe Calderón Hinojosa, USA, George W. Bush und Kanada, Stephen Harper, vorgesehen.

2007, 17. August: Einen für das Wochenende geplanten Streik der 11.000 gewerkschaftlich organisierten Mitarbeiter des VW-Werkes in Puebla, versucht der Autobauer Volkswagen durch Gespräche mit den Gewerkschaften abzuwenden. Die Mitglieder der Gewerkschaften fordern nach eigenen Angaben 8,3 Prozent mehr Lohn- wo hingegen das Firmenangebot jedoch bei 2,5 Prozent liegt. Im vergangenen Jahr setzte die Belegschaft bereits höhere Löhne durch Streiks durch.

2007, 17. August: Meteorologen rechnen damit, dass der Hurrikan „Dean“, der mit Winden von bis zu 120km/h Kurs auf die Karibik genommen hat, in den nächsten Tagen vermutlich auf die Kategorie vier hoch gestuft wird und Zentralamerika oder die mexikanische Halbinsel Yucatán trifft.

2007, 18. August: Wegen des Hurrikans „Dean“, der mittlerweile Windgeschwindigkeiten von 205 km/Std. erreicht, wurde von den Behörden für die Bundesstaaten Campeche, Yucatán und Quintana Roo „Alarm“ ausgegeben. Für die etwa 60.000 Touristen, die sich zur Zeit auf der yukatekischen Halbinsel aufhalten, wurde begonnen, vorsorglich Schutzmassnahmen einzuleiten. Laut Berechnung der Meteorologen soll der Hurrikan zu Beginn der kommenden Woche Yucatán erreichen.

2007, 18. August: Ein für das Wochenende geplanter Streik der 11.000 gewerkschaftlich organisierten Mitarbeiter des VW-Werkes in Puebla ist vom Tisch: Der Autobauer Volkswagen hat in Gesprächen mit den Gewerkschaften einer Lohnerhöhung um 4,35 Prozent zugestimmt. Zusätzliche 1,15 Prozent werden in Form von Wertgutscheinenausgezahlt, was den zuletzt geforderten 5,5 Prozent Lohnerhöhung der Gewerkschaft entspricht. Die Mitglieder der Gewerkschaften hatten nach eigenen Angaben zunächst 8,3 Prozent mehr Lohn gefordert, wo hingegen das Firmenangebot jedoch bei 2,5 Prozent lag. Im vergangenen Jahr setzte die Belegschaft bereits höhere Löhne durch Streiks durch. ([8]).


2007, 21. August: Hurrikan „Dean“, Kategorie 5 auf der Saffir-Simpson-Skala, hat am Morgen das mexikanische Festland erreicht. Laut dem „Nationalen Hurrikanzentrum (NHC) der USA, traf das Zentrum des Sturms mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 230 Kilometern pro Stunde und Böen von mehr als 300 Stundenkilometern auf die Küste des Bundesstaates Quintana Roo, in der Nähe von Majahual und ca. 65 Kilometer nordöstlich von Chetumal nahe der Grenze zu Belize. Meteorologen rechneten mit einer vier bis sechs Meter hohen Sturmflut und heftigen Regenfällen, die im Tiefland der Halbinsel zu schweren Überschwemmungen führen können. Laut den Meteorologen wird der Hurrikan weiter über die Halbinsel Yucatán mit Richtung „Golf von Mexiko“ ziehen und voraussichtlich am Donnerstag erneut auf mexikanisches Festland treffen. Wegen des Hurrikans war von den Behörden für die Bundesstaaten Campeche, Yucatán und Quintana Roo zuvor „Gelber Alarm“ ausgegeben worden. Im Südosten von Quintana Roo galt sogar "Roter Alarm". Nach Eigenangaben wurden 20.000 Einwohner evakuiert sowie 70.000 Touristen aus den gefährdeten Gebieten.([9]).

2007, 20. August: Außenministerin Patricia Espinosa hat in einem Mediengespräch bestätigt, dass es Gespräche mit den USA zwecks Militärhilfen im Kampf gegen die Drogenkartelle gibt. Im Gespräch seien Finanzhilfen in Höhe von 800 Millionen bis einer Milliarde Dollar sowie Geräte. Der "Plan México" beinhalte aber keine Entsendung von US-Truppen oder -Militärberatern ([10]).

2007, 20. August: Auf dem zehnten nationalen Kongress der PRD in Zacatecas hat die Partei des unterlegenen Präsidentschaftskandidaten Andrés Manuel López Obrador erneut bekräftigt, die Legitimität des Staatspräsidenten Felipe Calderón nicht anzuerkennen, zugleich aber einen künftigen Dialog mit der Regierung nicht ausgeschlossen. Der Kongress zeige laut Medienberichten die Zerissenheit der zweitstärksten Partei des Landes auf: Anhänger der gegen einen Dialog eintretenden Parteigruppierungen hatten den Parteitag verlassen.

2007, 21. August: In Stephen Harper, Kanada, kommen die Staatschefs von Mexiko, Felipe Calderón Hinojosa, USA, George W. Bush und Kanada, Stephen Harper, zu einem Gipfeltreffen zusammen. Calderón reist am 22. August wegen Hurrikan Dean vorzeitig wieder ab.

2007, 23. August: Hurrikan „Dean“ hat bei seinem Weg über Yucatán und die Golfküste (Veracruz, Tabasco) Schäden und Überschwemmungen verursacht, sowie nach Medienberichten anscheinend neun Menschenleben gefordert. Der Sturm der Kategorie 5 hatte sich nach seinem Eintreffen über Yucatán erheblich abgeschwächt, wo er Überschwemmungen in Chetumal und Zerstörungen im Ferienort Majahual verursacht hatte. Über Veracruz schwächte der Sturm sich zwar erheblich ab, löste aber intensive Regenfälle aus. Wegen des Sturms hatte PEMEX 13.000 Arbeiter aus Ölbohrplattformen im Golf von Mexiko zeitweilig evakuiert.

2007, 23. August: In Veracruz sind trotz des Hurrikans "Dean" die diesjährigen Preise des nationalen Musikaward Oye! verliehen worden.

2007, 26. August: In Aguascalientes und in Pabellón de Arteaga werden vier teils hochrangige Polizeikommandanten, unter anderem der Chef der städtischen Polizei von Pabellón, durch unbekannte Täter ermordet.

2007, 27. August: Ein Unternehmer hat für die mehrheitlich im Staatsbesitz befindliche Fluglinie Aeromexico einen Kaufpreis von 99 Millionen Dollar angeboten. Aeromexico soll ähnlich wie der Mitbewerber Mexicana privatisiert werden.

2007, 27. August: Im Zusammenhang mit dem umstrittenen Projekt des Torre Bicentenario in Mexiko-Stadt haben laut Medienberichten 90 Prozent der Einwohner der betreffenden Colonia den Bau abgelehnt ([11]).

2007, 30. August: Wegen mehrerer Bombendrohungen sind in Mexiko-Stadt rund 10.000 Menschen aus der Torre Mayor evakuiert worden. Die Polizei fand im Hochhaus ein Fahrzeug mit mit Schwarzpulver gefüllten Rohren.

2007, 31. August: Laut Radio Vatikan will der Priester Pedro Rivera Diaz dem mexikanischen Parlament eine „Erklärung über die Menschenrechte der Ungeborenen (Embryonen)“ überreichen. Diese Erklärung, an deren Erarbeitung mehr als hundert Fachleute aus Justiz, Bioethik und Erziehung beteiligt waren, wurde von Kirchenvertretern, Parlamentariern, Politikern , Zivilorganisationen und Eltern unterschrieben.

September

2007, 01.September: Ausläufer des Tropensturms „Henriette“ haben mit starkem Regen in Acapulco an der mexikanischen Pazifikküste Strassen unter Wasser gesetzt und einen Erdrutsch zwischen Acapulco und dem nördlichen gelegenen Zihuatanejo hervorgerufen. Schulen blieben auf Anordnung der Behörden geschlossen. In einem Armenviertel wurden nach Behördenangaben ein Vater und seine zwei Kinder getötet, nachdem ein durch den Regen gelöster Felsbrocken auf das Haus stürzte. Drei weitere Kinder wurden bei einem Erdrutsch getötet.

2007, 01.September: Laut der US-amerikanischen "Geologischen Gesellschaft" in Washington hat ein Erdbeben der Stärke 6,3 im Golf von Kalifornien die Westküste Mexikos erschüttert und ließ den Meeresboden knapp 100 Kilometer von der Stadt Los Mochis entfernt beben.

2007, 02.September: Staatspräsident Felipe Calderón wurde durch die linksgerichtete Opposition daran gehindert, die traditionelle Rede des Staatspräsidenten am 1.September zur „Lage der Nation im Parlament abzuhalten. Aufgrund einer Boykottankündigung der oppositionellen Mitte-links-Partei der Demokratischen Revolution (PRD) hatten die PRD- und PAN-Fraktionen hatte Felipe Calderón am Samstag (1.September) seinen „Bericht zur Lage der Nation“ dem Parlament schriftlich vorgelegt. Die traditionelle Ansprache im Anschluss musste Calderón anschließend aus dem Präsidentenpalast im Fernsehen halten. Bereits im vergangenen Jahr hatte die PRD-Opposition den Bericht und die Rede von Calderóns Vorgänger Vicente Fox ebenfalls verhindert.

2007, 2.September: Bei den Kommunal- und Parlamentswahlen im Bundesstaat Veracruz hat die PRI nach vorläufigen Rechnungen 28 von 30 Direktmandaten zum Parlament gewonnen sowie 155 der 212 Municipios. Verlierer sind die PAN (2 Abgeordnetensitze, 31 statt bislang 88 Kommunen) und die PRD.

2007, 4.September: Schriftsteller Fernando del Paso ist der Gewinner des diesjährigen Premio FIL de Literatura, dem vormaligen Juan-Rulfo-Preis.

2007, 9.September: Bei Monclova im Bundesstaat Coahuila wird ein LKW mit 22 t Sprengstoff Ladung in einen Verkehrsunfall verwickelt. Der LKW fängt Feuer und explodiert kurz darauf. Die Detonation tötet 37 Menschen, unter ihnen 3 Journalisten die vom Unfallort berichteten, 150 Menschen werden zum Teil schwer verletzt.

2007, 10.September: In der Nacht von Sonntag auf Montag sind Gasleitungen von PEMEX gleichzeitig an vier Stellen im Bundesstaat Veracruz explodiert. Opfer hat es nicht gegeben, vorsorglich wurden in La Antigua, einem der betroffenen Municipios, 12.000 Menschen evakuiert. Die Guerillagruppe EPR übernahm in einem Bekennerschreiben die Verantwortung für die Sabotageakte. Die Guerilla hatte im August Anschläge auf Leitungen in anderen Bundesstaaten verübt.

2007, 12.September: Nach Medienberichten ist der größte Teil der 20.000 Quadratmeter Fläche, die nach dem 12. Oktober dem Straßenhandel im Zentrum von Mexiko-Stadt als fester Gewerbeplatz zugewiesen werden sollen, noch immer nicht endgültig frei. Die Stadtregierung hatte die Frist gesetzt, um die schätzungsweise 25.000 bis 50.000 Händler von den Bürgersteigen zu holen, um Fußgängern und Fahrzeugen freien Zugang zu ermöglichen. Um die Flächen zu ermöglichen, waren in den vergangenen Monaten wiederholt Altgebäude enteignet und abgerissen worden. Anders als 1993, als die Stadtregierung mehrere Verkaufshallen gebaut hatte, sollen die Händler auf den zugewiesenen Flächen selbst die Gestaltung bestimmen können. ([12].

2007, 13.September: Das Abgeordnetenhaus hat die Erhöhung der Benzinpreise um monatlich 2 Centavos über eine Dauer von eineinhalb Jahren mit den Stimmen von PANund PRI gebilligt. Die Einnahmen sollen den Bundesstaaten und Kommunen zufließen. Das Gesetz tritt zum 1. Januar 2008 in Kraft.

2007, 13.September: Das mexikanische Parlament hat eine umfassende Steuerreform verabschiedet. Die wesentlichsten Punkte dieser Reform sind die Vereinheitlichung der Unternehmensteuer, die Entlastung des staatlichen Ölkonzerns PEMEX, die Einführung der Mineralölsteuer sowie die Bekämpfung der Schattenwirtschaft. Erhofft werden sich durch diese Reform, dass im kommenden Jahr die Staatseinnahmen um rund zehn Milliarden Dollar steigen.

2007, 14.September: Das Abgeordnetenhaus hat die Reform des Wahlgesetzes ("Ley de reforma electoral") mit den Stimmen von PRD, PAN und PRI verabschiedet. Schon am vorigen Tage hatte der Senado die Reform gebilligt. Künftig sollen demnach Wahlkampfspots in Radio und Fernsehen außerhalb der dem mexikanischen Staat reservierten Sendezeiten verboten sein. Zudem darf der Staat nach Beginn des Wahlkampfes keine Werbesendungen in eigener Sache fahren. Zudem werden die Mitglieder des autonomen Wahlinstituts ausgetauscht. Die Parteien hatten während der Präsidentschaftswahlen 2006 laut IFE 1,97 Milliarden Pesos für Werbespots in Fernsehen und Radio ausgegeben ([13]).

2007, 15.September: Staatspräsident Felipe Calderón hat auf dem Zócalo in Mexiko-Stadt den traditionellen Grito de la Independencia ausgestoßen.

2007, 15.September: Nach Angaben der Behörden kam ein Touristenbus auf einer Gebirgsstraße im Bundesstaat Nayarit, in der Nähe des Ortes Compostela, von der Fahrbahn ab und stürzte 250 Meter tief in eine Schlucht. 17 Menschen seien dabei ums Leben gekommen.

2007, 15.September: Laut einem Sprecher der Grenzpolizei, Lloyd Easterling, sind seit Beginn des Jahres mindestens 371 Flüchtlinge aus Mexiko und anderen lateinamerikanischen Staaten an der Südwestgrenze der USA ums Leben gekommen. Verantwortlich für die hohe Todesrate werden die verstärkten Grenzsicherungen gemacht, welche die Migranten zwingen, immer gefährlichere Wege in Kauf zu nehmen.

2007, 17.September: Wissenschaftler der Universität Guadalajara haben festgestellt, das Tequila Heilkraft besitzt. Laut Forschungen enthält das traditionelle mexikanische Getränk Fructana, das das Wachstum von Darmflora fördert sowie zur Aufnahme von Kalzium verhilft und die Absorbierung von Lipiden regelt. Die im Tequila enthaltenen Stoffe wirken vorbeugend gegen Krebs und Magengeschwüre und verhindern Entzündungen von Darmschleimhäuten.

2007, 17.September: Laut der staatlichen Erdölfirma PEMEX sind zentrale Erdgasleitungen, die nach sechs Anschlägen der EPR am 10.September 2007 beschädigt wurden, repariert und die Erdgaslieferungen von Chiapas nach Veracruz können wiederaufgenommen werden. Das vom Ausfall der Erdgaslieferungen betroffene VW-Werk in Puebla will die Produktion am heutigen Montag ebenfalls wieder aufnehmen.

2007, 18.September: Der Drogenboss im Tijuana-Kartell, Francisco Javier Arellano Félix, der am 16.August 2006 durch US- und mexikanische Anti-Drogen-Einheiten in internationalen Gewässern vor der Küste der Halbinsel Baja California verhaftet worden ist, hat sich vor einem Gericht im kalifornischen San Diego für schuldig im Sinne der Anklage bekannt. Er soll nunmehr zu einer lebenslangen Haftstrafe ohne die Möglichkeit einer vorzeitigen Entlassung verurteilt werden (mehr dazu unter: Francisco Javier Arellano Félix)

2007, 19.September: Der mexikanische Milliardär Carlos Slim Helú will 500 Millionen Dollar für eine bessere Gesundheitsversorgung der Armen in Mexiko und anderen lateinamerikanischen Ländern stiften. Gegründet werden soll ein Gesundheitsinstitut, das Slims Sohn Marco und der frühere mexikanische Gesundheitsminister Julio Frenk leiten werden.

2007, 19.September: Bei einem Attentat in der Nähe von Pachuca wurde heute Marcos Manuel Souverbille, Minister für öffentliche Sicherheit und damit Polizeichef (Secretario de Seguridad Pública) des Bundesstaates Hidalgo, von unbekannten Tätern getötet.

2007, 20.September: Laut einer kürzlich von der mexikanischen Regierung erfolgten Erklärung, soll der Chapalasee als Ramsar-Schutzgebiet (Völkerrechtlicher Vertrag über Moor- und Feuchtgebietsschutz [14] [15]) ausgewiesen werden. Bis Anfang Februar 2008 soll die offizielle Anerkennung ausgesprochen werden.

2007, 20.September: Das 2. Weltkulturforum, das auf eine Initiative der UNESCO zurückgeht, ist heute in Monterrey eröffnet worden. Die Veranstaltung mit Ausstellungen und Vorträgen läuft bis 8. Dezember. Das erste Weltkulturforum hatte 2004 in Spanien stattgefunden (Homepage.

2007, 20.September: Der Tropensturm „Ivo“ wird zum Hurrikan hochgestuft und nimmt Kurs auf beliebte Touristenziele der Baja California. Er schwächt sich jedoch ab, bevor er die Küste erreicht. Am 24. September heben die Behörden die Sicherheitsmaßnahmen auf der Halbinsel wieder auf.

2007, 21.September: Die CNDH fordert in mehreren "Empfehlungen" die Strafverfolgung von Militärangehörigen im Zusammenhang mit Menschenrechtsverletzungen vergangener Monate in Leyva (Beschuss eines Privatfahrzeugs mit Todesfolge, sexuelle Nötigung und Vergewaltigung im Kampf gegen Drogen-Kartelle) [16].

2007, 25.September: Bei einem nächtlichen Überfall auf eine Polizeiwache der Bundesschutzpolizei (Policía Federal Preventiva, PFP) in der Grenzstadt Tijuana (Bundesstaat Baja California), an dem laut Behördenangaben mehr als zehn bewaffnete Angreifer beteiligt waren, wurde ein Mann getötet und vier Polizisten verletzt. Ein Angehöriger der Bundespolizei (Policía Estatal Preventiva, PEP) wurde wenige Stunden zuvor in seinem Auto erschossen. Gouverneur Eugenio Elorduy Walther und die Polizei gehen davon aus, dass die Verbrechen von Drogenbanden begangen wurden.

2007, 25.September: Wegen des Verdachtes einer evtl. Veruntreuung von Geldern aus dem öffentlichen Haushalt und aus Wahlkampffonds soll Vicente Fox Quesada (Ex- Staatspräsident), laut einer Mitteilung des Unterhauses des mexikanischen Parlaments, vor einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss gestellt werden.

2007, 25.September: Laut der mexikanischen Zeitung "Reforma“ ist in der Nähe des Ortes Tixkokob, 260 Kilometer westlich des Touristenzentrums Cancún, ein Drogenflugzeug abgestürzt, nachdem es von Militärhubschraubern verfolgt worden war. In dem Wrack, in dem keine Leichen gefunden wurden, befanden sich 132 Taschen mit 2,3 Tonnen Kokain.

2007, 27.September: Im Streit um den geplanten Torre Bicentenario erklärt die Regierung des Bundesdistrikts, dass das umstrittene Hochhaus nicht am vorgesehenen Platz in der Nähe des Chapultepec-Parks gebaut wird. Grund ist ein anhaltender Rechtsstreit ([17]).

2007, 27.September: Tropensturm „Lorenzo“, der sich über dem Golf von Mexiko zum Hurrikan (vorerst untere Kategorie) ausgeweitet hat, bedroht mexikanische Küste. Am frühen Freitagmorgen befand sich das Zentrum des Sturms ca. 65 Kilometer südöstlich der Hafenstadt Tuxpan. Laut dem nationale Hurrikan-Zentrum der USA könnte er vor seinem Auftreffen auf Land noch an Stärke gewinnen. Im Bundesstaat Veracruz wurden am Donnerstagabend mehr als 100.000 Menschen vorsorglich aus tief liegenden Gebieten in Sicherheit gebracht. Zahlreiche Schulen wurden vorerst geschlossen.

2007, 27.September: Germán Martínez Cázares, seit November 2006 Minister der staatlichen Controlling-Behörde, tritt zurück, um für den Parteivorsitz der PAN zu kandidieren. Ein Nachfolger steht noch nicht fest.

2007, 27.September: Morgen wird eine Ausstellung über Diego Rivera im Palacio de Bellas Artes in Mexiko-Stadt eröffnet. Sie präsentiert 50 Jahre nach dem Tod des Künstlers 170 Werke aus Mexiko und USA, darunter 23 transportable Murales, die zusammen bislang nicht zu sehen waren.

2007, 29.September: Nachdem der Wirbelsturm "Lorenzo" am Freitagmorgen im Bundesstaat Veracruz an der mexikanischen Golfküste auf Land getroffen war, hat er große Schäden hinterlassen. Vorläufige Bilanz sind drei Tote und beschädigte Häuser in 167 Städten und Gemeinden. Starke Regenfälle ließen Flüsse über die Ufer treten und lösten Erdrutsche und Schlammlawinen aus. Laut offiziellen Angaben wurden 24.000 Menschen aus Hochwasser gefährdeten Gebieten in Sicherheit gebracht und in neun Städten vorsorglich der Strom abgeschaltet. Auswirkungen des Sturms waren bis in Mexiko-Stadt und in einer Reihe von Nachbarbundesstaaten in Zentralmexiko zu spüren.

Oktober

2007, 02.Oktober: Laut dem Zentrum für politische Analyse und soziale und wirtschaftliche Forschungen“ (Capise) aus San Cristóbal de las Casas, Bundesstaat Chiapas (Bericht vom 25.9.2007)und dem Menschenrechtszentrum Fray Bartolomé de las Casas, „erleiden die zapatistischen Gemeinden in einer heftigen Offensive, die seit mindestens neun Jahren ohnegleichen ist, einen brutalen Angriff der mexikanischen Regierung“. Die Angriffe durch Polizei, Behörden Paramilitärs bilden den Hintergrund für die Kontrolle von Ländereien und Ressourcen ([18]).

2007, 06.Oktober: Während eines Anti-Drogen-Einsatzes der Armee in der Hafenstadt Tampico, haben mexikanische Soldaten am Freitag, laut einer Mitteilung durch Regierungsvertreter, nach einer Schießerei mit mutmaßlichen Drogenschmugglern mindestens zehn Tonnen Kokain beschlagnahmt. Die in verschiedenen Medien berichteten Angaben, dass bei diesem Einsatz bis zu 15 Menschen getötet wurden, wies das Verteidigungsministerium zurück. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur, sollen Drogenschmuggler das Feuer auf die Soldaten eröffnet haben. Der Angriff wurde jedoch zurückgeschlagen, ohne dass es dabei zu Verlusten auf beiden Seiten gekommen sei.

2007, 06.Oktober: Um den lateinamerikanischen Emigranten in den USA Hoffnung zu machen und zeigen, dass sie mit ihren Familien in der Heimat noch immer verbunden sind, startet am morgigen Sonntag in der Basilika von Guadalupe ein Fackellauf. Der Fackellauf, an dem voraussichtlich mehrere Tausend Läufer teilnehmen, wir New York (USA) am 12. Dezember erreichen.

2007, 06.Oktober: Der mexikanische Film „El Violin“ von Francisco Vargas, über den Guerilla-Aufstand in Mexiko in den 70er Jahren, ist diesjähriger Gewinner der „Perspektive“, des Nürnberger Filmfestivals der Menschenrechte. Die Jury bescheinigt dem Film einen „herausragenden filmischen Stil und Qualität“.

2007, 09.Oktober: In der Landenge von Tehuantepec, Bundesstaat Oaxaca, wurden laut Angaben der Polizei drei Mitarbeiter der Zeitung „El Imparcial“ von einer Gruppe Bewaffneter angegriffen und erschossen. Die Zeitung hatte bereits seit mehreren Wochen Drohungen erhalten. Angaben über die Hintergründe der Drohungen gegen die Zeitung wurden nicht gemacht. Mexiko gehört zu den für Journalisten gefährlichsten Ländern der Welt. Seit 2000 kamen rund 30 Journalisten ums Leben.

2007, 13.Oktober: Etwa 15.000 Straßenverkäufer, die ohne Lizenz in der mexikanischen Hauptstadt ein buntes Warenangebot von Uhren über Kleidung bis hin zu schwarz kopierten DVDs verkauften, wurden nach Behördenangaben von mehreren hundert Polizisten an andere Plätze in der Innenstadt umgesiedelt. Grund der Umsiedlung waren zum einen Beschwerden von legalen Händlern, zum anderen soll zukünftig in der Altstadt eine freiere Sicht herrschen. Die Stadtregierung hatte die "Umsiedlung" Ende 2006 zum Stichtag 12. Oktober 2007 beschlossen und hierfür neue Verkaufsplätze geschaffen.

2007, 17.Oktober: Am 18.Oktober 2007, dem „1.EU-Tag gegen den Menschenhandel“, startet in deutschen Kinos der von großen Menschenrechtsorganisationen unterstützte Film „Trade - Willkommen in Amerika“ [19]. Der Film handelt von einem 13-jährigen Mädchen, das auf offener Straße in Mexiko-Stadt von einem Menschenhändlerring entführt wird. Gedreht wurde der Film in den Straßen von „La Merced“, einem der gefährlichsten Stadtteile von Mexiko-Stadt.

2007, 18.Oktober: Die bislang mehrheitlich im Staatsbesitz befindliche Fluggesellschaft Aeromexico wird an eine Investorengruppe unter Führung der Bank Banamex für 249 Millionen Dollar verkauft.

2007, 20.Oktober: Vor der Pazifikküste Mexikos hat der Tropensturm „Kiko“ an Stärke zugelegt. Als Folge von Ausläufern des Sturms warnten Meteorologen vor hohen Wellen und Regen in der Region zwischen der Hafenstadt Manzanillo und Cabo Corrientes. Obwohl der Tropensturm am Sonntag voraussichtlich Hurrikanstärke erreicht, wird erwartet, dass er nicht auf Land trifft, sondern parallel zur Küste nach Nordwesten und schließlich aufs offene Meer zieht. Zum Ende des Wochenendes schwächte sich der Sturm ab.

2007, 20.Oktober: An Stränden nahe der Stadt Juchitán, Bundesstaat Oaxaca, im Municipio von San Francisco Ixhuatán, wurden die Leichen von 24 mutmaßlichen Flüchtlingen angeschwemmt. Andere Berichte gehen von 15 Opfern aus. Diese Menschen aus Zentralamerika hätten vermutlich, laut einem Retter vor Ort, illegal in die USA einreisen wollen und seien nach dem Kentern ihres Bootes ertrunken. Um evtl. Überlebende zu finden starteten die mexikanischen Behörden eine Suchaktion. Bis zum 22. Oktober wurde nur eine Überlebende gerettet.

2007, 25.Oktober: Beim Zusammenstoß zweier Ölplattformen im Golf von Mexiko in der Nähe von Campeche sterben mindestens 18 Arbeiter. 61 können gerettet werden, acht weitere werden aber noch vermisst. Zum Unglück kam es, weil sich eine der Plattformen in einem Sturm losgerissen hatte.

2007, 27.Oktober: Die Anzahl der Toten nach dem Zusammenstoss von zwei Ölförderanlagen am 23.10.2007 im Golf von Mexiko hat sich laut PEMEX (Staatsunternehmen Petroleos Mexicanos) auf 21 Menschen erhöht. 63 Arbeiter konnten gerettet werden und nach zwei Vermissten wird noch gesucht. Zu dem Unglück, rund 30 Kilometer vor dem Hafen Dos Bocas im Bundesstaat Campeche kam es laut Angaben von PEMEX, als die mobile Bohranlage „Usumacinta“ wegen Sturmböen und hohen Wellengangs mit dem Bohrturm „Kab 101“ zusammenstieß. Durch die Kollision wurden ebenfalls Öl-und Gasrohre beschädigt und ca. 80.000 Liter Öl liefen ins Meer. Laut Staatsanwaltschaft wurde zum Schutz vor Umweltschäden in den Mangroven von Campeche und Tabasco vorsorglich Umweltalarm ausgelöst.

2007, 29.Oktober: In der Nacht vom 28.10. zum 29.10. haben in Mexiko wieder die Tage der Toten begonnen. In dem Zeitraum vom 28.10. bis 3.11. kehren nach altem Brauch die Verstorbenen für eine Nacht in ihre Häuser zurück. Mehr Infos unter: Día de los Muertos.

2007, 31.Oktober: Eine Kaltfront („frente frío no. 4“) mit Temperaturen um den Gefrierpunkt im Norden Mexikos und starke Regenfälle im Südosten von Mexiko, haben in verschiedenen Bundesstaaten den Ausnahmezustand hervorgerufen. Nachdem die Kaltfront am vergangenen Wochenende den Süden erreichte, lud sie sich, laut Angaben von Miguel Ángel Gallegos vom nationalen mexikanischen Wetterdienst,über dem Golf von Mexiko mit Wasser auf und trieb,anstatt wie normalerweise in Richtung Karibik weiter zuziehen, zurück in Richtung Land, wo sie in den vergangenen Tagen im Südosten zu Regenfälle von jeweils 700 bis 1000 Liter pro Quadratmeter geführt hat. Nach Oaxaca sind die Bundesstaaten Tabasco und Chiapas am meisten betroffen. Laut Behördenmitteilungen steht Tabasco zu rund 70 Prozent unter Wasser. In der Stadt Villahermosa reicht das Wasser teilweise bis zu den Dächern. In Tabasco sind beinahe 300.000 Menschen und in Chiapas mehr als 7.000 Menschen betroffen. Da sich die Menschen aus Angst vor Plünderungen weigerten ihre Häuser zu verlassen, wurden Zwangsevakuierungen angeordnet. Laut nationalem Wetterdienst wird damit gerechnet, dass der Regen noch ca. 1 Woche andauern kann.

November

2007, 02.November: Laut Behördenangaben beschlagnahmten Polizei und Soldaten auf einem Schiff, das aus Kolumbien kam, im Hafen von Manzanillo 23,6 Tonnen Kokain. Bereits am Dienstag, laut dieser Behördenangaben, wurden in einem Container des unter der Flagge Hongkongs fahrenden Frachters „Esmeralda“ elf Tonnen Kokain gefunden. Die Durchsuchung des Schiffes ergab dann weitere Kokainfunde. Die Behörden teilten mit, dass dies der größte Drogenfund in der Geschichte Mexikos wäre.

Aktueller Hinweis: Überschwemmungskatastrophe in Tabasco und Chiapas
Hilfsorganisationen bitten dringend um Spenden:

  • Spendenkonten und Infos auf der offiziellen Homepage von Tabasco [20]
  • Spendenkonten in Deutschland und der Schweiz [21]

2007, 02.November: Die tagelangen Regenfälle im Bundesstaat Tabasco haben, laut Präsident Felipe Calderón Hinojosa, zu einer der schlimmsten Naturkatastrophen des Landes geführt. 70 Prozent des Bundesstaats und fast die gesamte Hauptstadt Villahermosa standen am Donnerstag unter Wasser. Calderón bittet um Hilfe und hat seine Landsleute zur Solidarität mit den Opfern aufgerufen. Von den schwersten Überschwemmungen im mexikanischen Bundesstaat Tabasco seit mehr als 50 Jahren sind, laut Gouverneur Andres Granier, mehr als eine Millionen Menschen und damit rund die Hälfte der Einwohner des Bundesstaates betroffen. Um den eingeschlossenen Menschen zu helfen, wurden von der Regierung Truppen in das Gebiet entsandt. Zur Sicherung der aufgeschütteten Ringautobahn, welche der Stadt Villahermosa als Damm dient, waren mehrere tausend Soldaten und Freuwillige im Einsatz. Falls die vierspurige Straße weggeschwemmt wird, so stände, laut Gouverneur Granier, die Stadt zu 95 Prozent zwei Meter tief unter Wasser. Durch diese Naturkatastrophe wurde die gesamte Ernte vernichtet und viele Nutztiere verendeten. Aufgrund der anhaltenden Hitze warnen die Gesundheitsbehörden vor Seuchengefahren. Obwohl der Regen am Donnerstag aufhörte werden von den Meteorologen weitere Niederschläge für die kommenden Tage vorausgesagt. Im angrenzenden Bundesstaat Chiapas sind ebenfalls mehr als 100.00 Menschen von Hochwasser betroffen.

2007, 03.November: Die Lage in den Überschwemmungsgebieten von Tabasco bleibt weiter angespannt.100.000 Menschen in der Hauptstadt Villahermosa sind von den Wassermassen eingeschlossen. Nach Angaben des Zivilschutzes warteten sie in den oberen Stockwerken und auf den Dächern ihrer Häuser darauf, von Rettungskräften in Sicherheit gebracht zu werden. Staatspräsident Felipe Calderón Hinojosa hat Angesichts der Überschwemmungskatastrophe seine Auslandsreise für Dienstag nach Panamá, Kolumbien und Peru abgesagt. Die nationale und internationale Hilfe ist angelaufen und im ganzen Land werden von den Menschen Lebensmittel, Decken, Kleidung und Wasser für die Einwohner von Tabasco und den Nachbarstaat Chiapas gesammelt. Calderón forderte die Fluggesellschaften auf, die Hilfstransporte zu organisieren. Wie Calderón am Freitag mitteilte, werden die Menschen in der besonders betroffenen Hauptstadt Villahermosa mit einer Luftbrücke versorgt. Außerdem befahl er der Marine und der Armee, die verlassenen Stadtgebiete abzusichern und gegen Raub und Plünderung zu schützen. Für die sich zuspitzende Lage macht Gouverneur Andrés Granier die schleppende Hilfe verantwortlich. Angesichts der Tatsache, dass die Überschwemmungen vor vier Tagen begonnen hatten, forderte er die Bundesorgane auf, vor allem technische Hilfe nicht weiter vorzuenthalten. Der Innenminister von Tabasco, Humberto Mayans Canabal, warnte zudem, dass die Lage eskalieren könnte und dies zu sozialen Erschüttungen in Tabasco führen würde.

2007, 04.November: Im Bundesstaat Chiapas gilt auch weiterhin für 30 Ortschaften Hochwasseralarm, da laut den Behörden an die 16 Flüsse über die Ufer getreten sind. Laut Auskünften des Zivilschutzes sind bereits 50 Tonnen Lebensmittel und Medikamente eingeflogen worden. Im Bundesstaat Tabasco spitzt sich die Lage weiterhin zu, da sich weitere Unwetter nähern. 15 der 17 Städte Tabascos stehen unter Wasser und mehr als 800.000 Menschen wurden obdachlos. Vielerorts gibt es keinen Strom mehr, die Vorräte neigen sich zu Ende und Telefone und Handys funktionieren nicht mehr, da die Leitungen zusammengebrochen sind. Mit Hubschraubern und Booten konnten laut Mitteilungen der Behörden bis Samstagmorgen erst knapp 10.000 Menschen aus ihrer gefährlichen Lage befreit werden. Auf die schlimmste Überschwemmung in der Geschichte des Bundesstaates war Tabasco nicht vorbereitet und laut Angaben der Regierung stehen nur 294 Notunterkünfte mit knapp 33.000 Plätzen für die Menschen zur Verfügung. Seit Freitag flüchteten bereits 14.000 Menschen mit Bussen in die Nachbarstaaten von Veracruz und Campeche. Laut Medienmitteilungen kritisierte Gouverneur Andrés Granier bei einem Treffen mit Staatspräsident Felipe Calderón Hinojosa die mangelnde wasserbauliche Infrastruktur der Flüsse und der Talsperren, für die die Bundesbehörden verantwortlich sind. Die Talsperre Peñitas in Chiapas wurde nach einer Entscheidung in Mexiko-Stadt schon am Montag sicherheitshalber geöffnet, wodurch jedoch zusätzliche große Wassermengen in die bereits Hochwasser führenden Flüsse von Tabasco gelangten. Felipe Calderón, so diese Medienmeldungen weiter, macht die enormen Klima-Veränderungen für diese Katastrophe verantwortlich

2007, 05.November: In den Überschwemmungsgebieten von Tabasco gibt es eine kleine Entspannung. Laut Angaben der Comisión Nacional del Agua (CONAGUA, nationale Wasserkommission [22] [23] ) sind die Pegelstände leicht gesunken. Der niedrige Meeresspiegel im Golf von Mexiko und ein nachlassen der schweren Regenfälle ermöglichen ein Abfließen der Hochwasser. Dennoch bleibt die Lage in den Überschwemmungsgebieten unverändert dramatisch und die Wassermengen werden erst in den nächsten Tagen abgeflossen sein. Nach lokalen Presseberichten konnten Hubschrauber der Armee in einem vierstündigen Einsatz weitere ca. 5000 Menschen in Sicherheit bringen. Viele Menschen befinden sich jedoch noch auf den Dächern ihrer Häuser im Zentrum von Villahermosa. Laut Admiral Sergio Javier Lara, Marinekommandant von Villahermosa, gestaltet sich die Rettung der Opfer schwierig, da die Hubschrauber nicht auf den Dächern der Häuser landen können und es zudem an Booten und Amphibienfahrzeugen fehlen würde. Laut Medienberichten kündigte Staatspräsident Felipe Calderón Hinojosa am Sonntag ein umfangreiches Hilfsprogramm für Tabasco an. Dem Staat, den Unternehmen und Bürgern sollen, so diese Medienberichte, vorübergehend Stromrechnungen und Steuerzahlungen erlassen werden. Außerdem versprach der Präsident ein Programm zum Wiederaufbau der verwüsteten Städte und Gemeinden. Am Sonntag wandte sich das mexikanische Außenministerium erstmals mit der Bitte um Hilfe an die internationale Staatengemeinschaft.

2007, 05.November:
Bundesstaat Chiapas:
San Juan de Grijalva: Im Bundesstaat Chiapas hat ein durch die schweren Regenfälle der letzten Tage ausgelöster Bergrutsch das Dorf San Juan de Grijalva (MUnicipio von Ostuacán, nahe des Stausees Peñitas, vollständig zerstört. Laut Gouverneur Juan Sabines blieben von den mehr als 100 Häusern, einschließlich Kirche und Schule, nur die Fundamente übrig und der Ort San Juan de Grijalva würde nicht mehr existieren. Wie die Regierung von Chiapas mitteilte, sind nach einem gewaltigen Bergrutsch Erdmassen in den Fluss Grijalva gestürzt und hätten das Wasser innerhalb kurzer Zeit 70 Meter hoch aufgestaut. Anschließend wäre eine gigantische Wasser-Schlamm-und Geröllwelle über das Dorf hinweg gefegt. Bislang spricht die Regierung von Chiapas von 16 Menschen die vermisst werden. Laut örtlichen Medienberichten sprechen Überlebende jedoch von 70 Vermissten und mehreren Toten. Genaue Angaben zu den Opfern konnten bisher jedoch noch keine gemacht werden, da die Rettungsmaßnahmen noch andauern.
Die Überlebenden, rund 200 Menschen, wurden nach Ostuacán gebracht, Anfang Dezember erhielten sie in einem provisorischen Camp vorläufige Unterkünfte. Tuxtla Gutiérrez: Durch einen weiteren Erdrutsch wurde eine wichtige Straße zur Hauptstadt versperrt und neun Gemeinden sind dadurch von der Außenwelt abgeschnitten.
Bundesstaat Tabasco
Im Bundesstaat Tabasco, der noch weitgehend unter Wasser steht und, laut Behördenangaben, immer noch rund 20.000 Einwohner von Villahermosa in ihren Häusern auf Hilfe warten, werden langsam die Lebensmittel, Trinkwasser und Medikamente knapp. Viele Flutopfer kletterten auf Dächer und hielten Schilder hoch, auf denen sie um Lebensmittel und Wasser baten. Wie ein Sprecher der Gesundheitsbehörde mitteilte, gab es bislang keine Anzeichen für einen Ausbruch von Epidemien und Krankheiten wie Malaria, Hepatitis A, Grippe und Denguefieber. 300 Spezialärzte hätten eine Impfaktion begonnen und seit Montag wird in den Notunterkünften von Villahermosa und anderen Orten den Menschen Impfstoffe gegen Hepatitis verabreicht. Zum Schutz vor Plünderungen verfügte der Gouverneur des Bundesstaates, Andrés Granier, die Abriegelung des Stadtzentrums durch Bundes- und Staatspolizei. Laut der Nachrichtenagentur Notimex wurden bereits mehr als 40 Plünderer festgenommen. Aus Angst vor diesen Plünderungen hatten sich bereits viel Menschen geweigert, ihre Häuser zu verlassen und mussten teilweise gewaltsam gerettet werden.
Veracruz
Im Bundesstaat Veracruz, Nachbarstaat von Tabasco, ist der Fluss Uxpanapa über die Ufer getreten und die Behörden gaben am Montagabend für 90 Ortschaften Alarm aus.
Oaxaca
Im Bundesstaat Oaxaca wurde ebenfalls vor Überflutungen gewarnt.

2007, 07.November: Bundesstaat Chiapas: Bislang wurden in dem von einer Flutwelle zerstörten Gebiet des Dorfes San Juan de Grijalva am Dienstag zwei Leichen geborgen. Die Bergungsarbeiten dauern weiter an. Wie lokale Medien berichteten, sollen vor der Katastrophe Tiere die Bewohner gewarnt und dadurch eine große Anzahl von Opfern vermieden haben. Das nervöse Verhalten der Tiere ließ die Bewohner auf eine drohende Gefahr deuten und die Menschen folgten den Tieren auf höher gelegene Gebiete. Von dort konnten sie mit anschauen, wie die Flutwelle nach dem Erdrutsch ihr Dorf zerstörte.

2007, 07.November: Die Behörden rechnen nach einer langsamen Entspannung in Tabasco damit, dass die schlimmsten Folgen der Katastrophe allein in Villahermosa frühestens Ende November beseitigt sein dürften. Laut offiziellen Angaben wurden die ersten Versuche zum Abpumpen der Wassermassen begonnen.
In Mexiko mehren sich die Stimmen, dass die Überschwemmungskatastrophe von Tabasco hätte vermieden werden können. Wie die Zeitung Milenio berichtete, sah Gouverneur Andrés Granier nach den schweren Regenfällen die Katastrophe herannahen und forderte die Menschen auf, sich vorzeitig in Sicherheit zu bringen. Allerdings wurde diesem Aufruf nicht Folge geleistet. Ein Wissenschaftler erklärte im mexikanischen Fernsehen, dass in den Niederungen von Tabasco überhaupt keine Häuser errichtet werden durften/dürften, weil ein großer Teil des Territoriums für die in der Regenzeit normal stattfindenden Überschwemmungen bereit stehen muss. Er warnte davor, Villahermosa an der gleichen Stelle in ihrem eigenen Schlamm wieder aufzubauen, obwohl bei der nächsten Überschwemmung den Menschen das Wasser erneut bis zum Hals stehen würde. Weitere Medienberichte zitieren einen Bericht der Vereinten Nation, dass diese Katastrophe "mit Warnsystemen, mit Wasser- und Flächennutzungsplänen, die nicht einmal teuer gewesen wären“ verhindert werden hätte können. Staatspräsident Felipe Calderón Hinojosa hingegen macht die enormen Klima-Veränderungen für diese Katastrophe verantwortlich.

2007, 08.November: Im Bundesstaat Tabasco steigt als Folge der Flutkatastrophe die Seuchengefahr und die Behörden des Bundesstaates warnen die Bevölkerung eindringlich davor, verseuchtes Wasser zu trinken, da sich dadurch die Cholera ausbreiten könnte. Gefahr geht zum einen durch die in den Fluten treibenden verendeten Tiere aus und zum anderen durch Mücken, die als Überträger für Dengue-Fieber verantwortlich sind. Um eine Verbreitung der Mücken einzudämmen, werden in den nächsten Tagen betroffene Gebiete mit Rauchbomben beworfen. Entlegene Gebiete werden nach wie vor durch Hubschrauber des Militärs versorgt. Die hygienischen Verhältnisse sind, laut Auskünften der Caritas-Helfer vor Ort, dramatisch und allein in der Kathedrale von Villahermosa, die als Notunterkunft dient, sind ca. 2.000 Leute untergebracht.

2007, 09.November: Die Hochwasserkatastrophe im Bundesstaat Tabasco ist laut Medienberichten in seinen Ausmaßen mit den Folgen des Hurrikans Katrina für New Orleans 2005 vergleichbar und hat die Versicherer ca. 700 Millionen Dollar gekostet. Mittlerweile gehen die Wassermassen zwar zurück, trotzdem müssen weiterhin Zehntausende Menschen weiter in Notunterkünften ausharren.

2007, 9.November: In Tampico hat sich eine Armeeeinheit im Hafen der Stadt eine Schießerei mit mutmaßlichen Drogenbanden geliefert. Die Einheit war zuvor durch eine fingierte Meldung an den Ort gelockt worden. Beim Überfall sollen nach unbestätigten Berichten zwei Soldaten verletzt und drei Bandemitglieder getötet worden seien.

2007, 11.November: Bei den Gouverneurs-wahlen in Michoacán hat der Kandidat von PRD, PT, Convergencia y Alternativa Socialdemócrata, Leonel Godoy Rangel gewonnen. Er setzte sich mit 37,87 Prozent der Stimmen gegen Salvador López Orduña (PAN) und José de Jesús Reyna (PRI) durch. Die Wahlbeteiligung soll bei knapp 50 Prozent gelegen haben. Bei den gleichzeitigen Staatsparlamentswahlen scheint die PAN zusammen mit der Nueva Alianza 11, die PRD-Koalition 10 und die PRI drei Distrikte gewonnen haben. Godoy tritt sein Amt am 14. Februar 2008 an. Er wurde für vier Jahre gewählt.

2007, 14.November: Laut einer Mitteilung des staatlichen mexikanischen Ölkonzern PEMEX, ist auf der am 23.Oktober 2007 verunglückten Ölplattform Kab-101 im Golf von Mexiko, bei Reparaturarbeiten ein Brand ausgebrochen. Zu dem Unglück, rund 30 Kilometer vor dem Hafen Dos Bocas im Bundesstaat Campeche kam es, als die mobile Bohranlage „Usumacinta“ wegen Sturmböen und hohen Wellengangs mit dem Bohrturm „Kab 101“ zusammenstieß. Um das Feuer unter Kontrolle zu bekommen, sind mehrere Schiffe im Einsatz.

2007, 14.November: Taucher haben in einem Fluss in Südmexiko drei Leichen geborgen. Damit ist die Zahl der Todesopfer, nach der Flutwelle in San Juan de Grijalva, Bundesstaat Chiapas (siehe Nachricht vom 6.11.2007), laut Behördenmitteilung am Dienstag, auf mindestens 14 gestiegen. Nach elf Vermissten wird weiterhin gesucht.

2007, 15.November: Bei einem Treffen in der kolumbianischen Hauptstadt Bogota haben sich, laut Behörden aus Kolumbien, 18 Staaten Lateinamerikas und der Karibik (Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Kolumbien, Costa Rica, Kuba, Ecuador, El Salvador, Guatemala, Haiti, Honduras, Jamaika, Mexiko, Paraguay, Uruguay, Peru und die Dominikanische Republik) im Kampf gegen den internationalen Drogenhandel zusammengeschlossen und eine gemeinsame Polizeibehörde mit dem Namen „Ameripol“ geschaffen.

2007, 15.November: Nach den schweren Überschwemmungen in Tabasco und Chiapas wurde nun eine erste vorläufige Schadensbilanz gezogen.
Bundesstaat Tabasco: Laut Mitteilung von Gouverneur Andrés Granier am Mittwoch, sind 1,2 Millionen Menschen und über 800 Städte, Siedlungen und Dörfer von der Flut betroffen. Viele Menschen verloren ihren kompletten Besitz. 7243 Kilometer Straße und 93 Brücken wurden beschädigt. Ungefähr 60 Prozent aller Wege in dem Bundesstaat wurden unterspült. Mindestens 200.000 Wohnhäuser müssen völlig überholt werden. Allerdings, so Andrés Granier, konnten noch nicht alle Schäden aufgelistet werden, da noch große Gebiete unter Wasser stehen und es noch eine geraume Zeit dauern wird, bis alle Wassermassen abgeflossen sind.
Bundesstaat Chiapas: Laut dem Zentrum für ökonomische und politische Forschung (CIEPAC) aus San Cristóbal de las Casas sind vier Flüsse über die Ufer getreten. Mehr als 6.500 Menschen mussten evakuiert werden. Am stärksten betroffen wurden die Landkreise Reforma, Juárez, Pichucalco, Sabanilla, Ostuacán und Huitiupán. 1.231 Häuser wurden beschädigt und 2.673 Menschen befinden sich in 32 Notunterkünften. Anbauflächen wurden überschwemmt und Häuser durch die Wasserfluten mitgerissen. Die Autobahn zwischen Tuxtla Gutiérrez und Ciudad Cuauhtémoc wurde auf einer Länge von 300 Meter weggespült. Das Dorf Juan de Grijalva, im Landkreis Ostuacán, wurde fast komplett von einer Flutwelle weggerissen. Viele Gemeinden in Chiapas sind noch immer völlig von der Außenwelt abgeschnitten. Dazu kommt ein Preisanstieg der Basisprodukte bis zu 100 Prozent in mehr als 30 Landkreisen (Municipios).

2007, 18.November: Die Kathedrale von Mexiko-Stadt ist nach einem Zwischenfall bis auf Weiteres geschlossen. Rund 100 Anhänger von Andrés Manuel López Obrador waren laut Medienberichten während einer Messe in das Gebäude eingedrungen, hatten anwesende Gläubige beschimpft und Gegenstände beschädigt.

2007, 21.November: Die Behörden haben die Suche nach Verschütteten in San Juan de Grijalva, Bundesstaat Chiapas, eingestellt. Nach der durch einen Bergrutsch verursachten Flutwelle (siehe hierzu Nachricht vom 6.11.2007) wurden 15 Leichen geborgen. Laut einem Behördensprecher sei es so gut wie unmöglich, die immer noch neun Vermissten Menschen zu finden.

2007, 22.November: In Ciudad Juárez, Bundesstaat Chihuahua, reißt die Mordserie an Frauen trotz internationaler Aufmerksamkeit nicht ab. Laut der UN-Menschenrechtskommissar gab es im Jahr 2007 mindestens 16 neue Morde an Frauen.

2007, 24.November: Beginn der 21. Auflage der wichtigsten Literaturmesse Mexikos, der Feria Internacional del Libro de Guadalajara.

2007, 24.November: Laut Behördenangaben wird die verunglückte und brennende Ölplattform im Golf von Mexiko abgerissen. Nachdem am 23.Oktober 2007 die mobile Bohranlage „Usumacinta“ und der Bohrturm „Kab 101“ wegen Sturmböen und hohen Wellengangs zusammengestoßen waren, brach ein Brand auf der Ölplattform Kab-101 aus. 22 Arbeiter wurden getötet. Trotz Einsatz von Löschschiffen konnte der Brand bis heute, laut Umwelt-Staatsanwaltschaft am Freitagabend, nicht unter Kontrolle gebracht werden. Nach Angaben des staatlichen Ölkonzern PEMEX entweichen täglich ca. sieben Millionen Kubikmeter Gas und ca. 67'000 Liter Öl laufen pro Tag ins Meer.

2007, 24.November: Wiedereröfnung der Kathedrale von Mexiko-Stadt. Die städtischen Behörden haben die Sicherheit der Einrichtung garantiert.

2007, 30.November: Das oberste Verfassungsgericht erklärt im Caso Lydia Cacho, dass die Freiheitsrechte der gleichnamigen Journalistin nicht in gravierendem Maße verletzt wurden. Zudem habe keine Verschwörung gegen sie seitens des Gouverneur von Puebla und einem durch Lydia Cacho mit Kinderpornographie in Verbindung gebrachten Unternehmer gegeben. Die Entscheidung des Gerichts stößt bei Menschenrechtsgruppen auf Widerspruch.

Dezember

2007, 2.Dezember: Am Wochenende hat der Vulkan Popocatépetl eine riesige Gas-und Aschewolke rund zwei Kilometer hoch ausgestoßen. Laut dem nationalen Katastrophenschutzzentrum wurde das Gebiet im Umkreis von zwölf Kilometern vorsorglich abgesperrt. In den kommenden vier Wochen werden, laut dem Katastrophenschutzzentrum, weitere Explosionen erwartet.

2007, 2.Dezember: Neue Attraktion in Mexiko-Stadt: Die Stadtregierung installiert eine öffentliche Eislaufbahn auf dem Zócalo

2007, 3.Dezember: Volksmusiksänger Sergio Gómez, Frontmann der Gruppe K-paz de la Sierra, wird bei Morelia entführt und am nächsten Tag ermordet aufgefunden. Die Täter sind unbekannt.

2007, 4.Dezember: Ein Vorschlag des PRD-Fraktionschefs im Senat, Carlos Navarrete, die drei verbündeten Parteien PRD, Convergencia und PRT zu fusionieren, wird von diesen abgelehnt.

2007, 4.Dezember: In der Stadt Tecate (Baja California) wurde der erst vor wenigen Tagen zum Polizeichef ernannte Juan José Soriano von etwa 15 Bewaffneten erschossen. Soriano war kurz vor seinem Tod an der Entdeckung eines mutmaßlichen Drogen-Schmugglertunnels beteiligt.


2007, 5.Dezember: Der Senat nimmt die Reform des COFIPE (Gesetz, dass die Wahl von Staatspräsident und Bundesparlament regelt) an. Das Abgeordnetenhaus muss der Reform noch zustimmen.

2007, 5.Dezember: In der Grenzstadt Ciudad Juarez wurde ein Massengrab mit 4250 unidentifizierten Toten entdeckt. Die Leichen wurden mittlerweile exhumiert und durch DNA-Analysen und Abgleich mit Vermisstendateien, sollen nun mögliche Verschwundene und Mordopfer ermittelt werden.


2007, 6.Dezember: In dem Filmstudio „Baja Fox Exploration“ in Rosarito (|Baja California), das 1996 für die Dreharbeiten zu dem Film "Titanic" errichtet wurde, explodierte nicht aufgebrauchtes Schießpulver beim Abtransport durch das mexikanische Militär. Ein Mensch kam ums Leben und drei weitere wurden verletzt.

2007, 8.Dezember: In Uruapan, Bundesstaat Michoacán, wurde der Reporter Gerardo Garcia, nach einer Hetzjagd quer durch die von Drogenkriminalität geplagte Stadt, mit 45 Schüssen getötet. Laut Reporter ohne Grenzen wurden im vergangenen Jahr bereits neun Journalisten in Mexiko getötet, weil sie über die Drogenszene und deren Umfeld berichteten.

2007, 8.Dezember: Der Politiker Germán Martínez Cázares ist zum neuen Parteichef der PAN für die Amtszeit von 2007 bis 2010 gewählt worden.

2007, 8.Dezember: Laut dem von der Entwicklungsorganisation Germanwatch in Nusa Dua auf Bali vorgestellten Klimaschutz-Index 2008 belegt Deutschland hinter Schweden Platz 2, gefolgt von Island, Mexiko, Indien, Ungarn, Großbritannien und Brasilien. Die letzten Plätze belegen Australien, die USA und Saudi-Arabien.

2007, 8.Dezember: Nachdem der iranische Botschafter in Mexiko, Mohammed Hassan Ghadiri Abyaneh, mit einer „diplomatischen Krise“ zwischen Iran und Mexiko drohte, zog der marokkanische Künstler Fouad Bellamine seine Fotoserie „Der Ursprung der Welt“ , die auf dem 9. Internationalen Festival in der mexikanischen Industriestadt Puebla gezeigt werden sollte, zurück. Anlass war Bellamines Bild von einem weiblichen Schoßes, der teilweise von der Silhouette einer Moschee verdeckt wird. Mohammed Hassan Ghadiri Abyaneh sieht darin eine Verhöhnung der islamischen Kultur.

2007, 11.Dezember: In Boca del Rio ist eine Statue des Ex-Präsidenten Vicente Fox (Amtszeit 2000-2006) wieder aufgestellt worden. PRI-Anhänger hatten die Figur nach ihrer Errichtung im Oktobrer 2007 umgeworfen. Die Statue ziert eine Ortsstraße, die ebenfalls nach Fox benannt ist. Der Bürgermeister der Stadt, Mitglied der PAN, will nach eigener Aussage die Leistungen von Fox für den Ort und Bundesstaat Veracruz würdigen.

2007, 12.Dezember: Nach dem Senat ist die Reform des COFIPE auch vom Abgeordnetenhaus angenommen worden.

2007, 19.Dezember: In Tabasco sind bis zu 18.000 Menschen aus dem Tal des Fluss Grijalva evakuiert worden, um sie vor möglichen Überschwemmungen zu schützen. Hintergrund ist ein "Tapón", eine Erd- und Schlammwand, die seit der Katastrophe von San Juan de Grijalva den Fluss aufstaut und am 19. Dezember durchbrochen worden ist. Die Behörden befürchteten beim Abfluss ein plötzliches Ansteigen des Wasserspiegels.

2007, 20.Dezember: Der Erziehungsminister von Tamaulipas, Joaquín Contreras Cantú, ist nach einem Reitunfall in einem Hospital in Mexiko-Stadt gestorben.

2007, 28.Dezember: Archäologen haben in Tlatelolco, Stadtteil von Mexiko-Stadt, die Ruinen einer Pyramide entdeckt. Die auf die Zeit zwischen 1100 und 1200 datierte Pyramide, ist vermutlich älter als jedes andere Azteken-Bauwerk der Region und deutet darauf hin, dass die Zivilisation der Azteken im zentralen Hochland bereits bis zu 200 Jahre früher als bisher angenommen angesiedelt werden muss.

2007, 28.Dezember: Das Schweizer Bundesstrafgericht wies eine Beschwerde der Schwägerin des früheren mexikanischen Präsidenten Carlos Salinas de Gortari gegen eine Kontensperrung ab. Seit 12 Jahren sind rund 130 Millionen Dollar des Clans des früheren mexikanischen Präsidenten in der Schweiz blockiert.

2007, 29.Dezember: Laut dem mexikanischen Verkehrsministerium vom 28.12.2007, sollen im kommenden Jahr von den ca. 104.000 Taxis in Mexiko-Stadt rund vierzig Prozent ausgetauscht werden. Sie sollen durch sparsamere und umweltfreundlichere Modelle ersetzt werden und mit vier oder fünf Türen ausgestattet sein. Die betroffenen Taxifahrer sollen dabei mit ca. 925 Euro und günstigen Krediten unterstützt werden.

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