Campeche (Bundesstaat)
From Mexiko-Lexikon
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| Hauptstadt | Campeche, seit März 2006 offiziell San Francisco de Campeche | ||
| Municipios | 11 | ||
| Lage | Im südwestlichen Teil der Halbinsel Yucatán | ||
| Fläche | 56.859 km² (Stand 2000 lt. INEGI) | ||
| Einwohnerzahl | 785.000 Menschen | ||
| Bevölkerung | Mehrzahl Mestizen und Maya sowie eine chinesische und arabische Minderheit. | ||
| Wirtschaft | Zuckerrohr-, Mango- und Avocadoplantagen, Möbelindustrie, Fischerei, Erdölförderung, Kunsthandwerk und Tourismus . | ||
| Klima | November bis Ende April angenehme Temperaturen | ||
| Besonderheit | Grenzt an Guatemala | ||
| Gouverneur | Vom 15.9.2009 – 16.September 2015 Fernando Eutimio Ortega Bernés (PRI) | ||
| Website | http://www.campeche.gob.mx/default.php | ||
Inhaltsverzeichnis |
Der Staat Campeche
Der Staat Campeche liegt im südwestlichen Teil der Halbinsel Yucatán und wird begrenzt von den mexikanischen Staaten Yucatan, Quintana Roo im Norden und im Osten, vom Golf von Mexiko im Westen, von Tabasco und Guatemala im Süden und Südwesten. Seine Fläche beträgt 56.859 km² (Stand 2000 lt. INEGI) und ist aufgeteilt in 11 Municipios (Gemeinden).
- Obwohl der Staat Campeche an Guatemala grenzt, gibt es derzeit noch keine reguläre Straßenverbindung dorthin
Wetter
- Von November bis Ende April herrschen angenehme Temperaturen und kaum Niederschläge, wobei der Norden trockener ist.
Besonders zwischen Dezember und März können die sogenannten Nortes, das sind Winde aus polaren Regionen, auftreten. Es wird dann für dortige Verhältnisse empfindlich kalt. Von Mai bis Ende Oktober herrscht Regenzeit mit schwül-warmem Klima und mit vielen Moskitos.
- Regenzeit bedeutet in der Regel nicht, dass es den ganzen Tag regnet, vielmehr fallen in den Abendstunden heftige Niederschläge. Tagsüber ist es meistens sonnig.
Fläche
- Der Staat Campeche nimmt eine Fläche von 56.859 km² (Stand 2000 lt. INEGI) ein. Im Norden überwiegend karstig ohne Oberflächengewässer, an der Küste vorwiegend Schwemmland mit Lagunen. Der Süden gehört geografisch gesehen zum Regenwaldgebiet des Petén und wird von zahlreichen Bächen, Flüssen und Seen durchzogen
Flüsse
- Die wichtigsten Flüsse sind Rio Candelaria, Rio Champoton und Rio Palizada. Hier befinden sich auch die einzigen natürlichen Erhebungen an der Grenze zu Guatemala.
Politische Gliederung
Der Staat Campeche gliedert sich in 11 Verwaltungseinheiten, die sogenannten Municipios, nämlich Campeche, Calkini, Calakmul, Candelaria, Carmen, Champotón, Escárcega, Hecelchakán, Hopelchen, Palizada und Tenabo. Regiert werden diese Municipios von einem "Presidente Municipal" einer Mischung aus Landrat und Bürgermeister. Herrschende Partei ist hier bis jetzt immer noch die PRI (Partei der Institutionalisierten Revolution). Bei den letzten Wahlen haben die Oppositionsparteien stark hinzu gewonnen.Gouverneur ist Jorge Carlos Hurtado Valdez (PRI). Zu seinem Nachfolger wurde am 6.Juli 2009 Fernando Ortega Bernés (PRI) gewählt.
Bevölkerung,Wirtschaft,Verkehr
Bevölkerung: In den Jahren von 600 v. Chr. bis 1420 n. Chr. lebten Mayas auf dem Gebiet des Staats Campeche. Heute leben dort annähernd 785.000 Menschen, neben der chinesischen und arabischen Minderheit, in der Mehrzahl Mestizen und Maya. Umgangssprache in Campeche ist ein mit vielen aus dem Maya stammenden Wörtern durchsetztes Spanisch, in den Dörfern wird vielfach nur Maya gesprochen. Englisch wird nur in Hotels der gehobenen Klasse verstanden, Deutsch fast gar nicht.
Wirtschaft
- Campeche ist eine überwiegend landwirtschaftlich geprägte Region, mit Zuckerrohr-, Mango- und Avocadoplantagen, Möbel Möbelindustrie, Fischerei;
- Erdölförderung vor Ciudad del Carmen,
- Kunsthandwerk (Stickerei, Perlmuttarbeiten, Holzschnitzerei, Flechtarbeiten (Panamahüte*)
- und Tourismus .Dieser steckt jedoch noch in den Kinderschuhen und zeigt nicht die kalte Geschäftsmäßigkeit der typischen Tourismuszentren. Vieles wird improvisiert, was für mich den Reiz einer Reise durch Campeche ausmacht
Seit März 2006 gibt es einen Plan, ein Luxus-Ferienresort mit Yachthafen unweit von Campeche zu errichten,
Verkehr
- Straßennetz: Campeche verfügt über ein gut ausgebautes Straßennetz mit meist geteerten Straßen, darunter eine mautpflichtige Autobahn von Campeche nach Champoton, 2 Flughäfen, die z.Zt. nur innermexikanische Verbindungen bedienen, 1 Eisenbahnlinie. Diese dient in erster Linie für den Transport von Gütern. Die Personenbeförderung auf der Schiene ist derzeit fast völlig eingestellt. Nur ein Luxuszug für gut zahlende Touristen, der Expreso Maya, verkehrt seit etwa zwei Jahren.
Natur und Umwelt
Trotz steigender Bevölkerungszahlen gibt es in Campeche noch zahlreiche wildlebende Tiere wie diverse Arten von Reihern, wilde Truthähne, (Schlangen, Krokodile, Leguane), Affen (hauptsächlich Brüllaffen und Spinnenaffen), Jabalis, eine Wildschweinart, sowie Ozelote und Reptilien, Jaguare. An der Küste finden sich darüber hinaus Laichplätze von Schildkröten.Das Meer vor Campeche ist eines der fischreichsten Gebiete Mexikos. Hier werden vor allem Krabben (Camarones), Krebse, darunter eine Art, die beim Kochen blaulila wird und sehr schmackhaft ist, Tintenfische und Hundshaie (Cazón) gefangen.
In letzter Zeit wurden mehrere Naturschutzgebiete ausgewiesen. Die wichtigsten sind:
- Reserva de Biósfera de Calakmul, welches eine Fläche von 7231,85 km² einnimmt und das größte zusammenhängende Regenwaldschutzgebiet Mexikos ist.
- Die Laguna de Términos
- Die „Estación de la Vida Silvestre in Hampolol
- In der Nähe von Lerma, einem kleinen Fischerort in der Nähe von Campeche entstand unlängst eine Aufzuchtsstation für Schildkröten.
- Ökologischen Park von Campeche: Bei meinem letzten Besuch in Campeche zur Jahreswende 2000/2001 hatte ich Gelegenheit, den neuen ökologischen Park von Campeche zu besuchen .
Abgesehen von ein paar Pfauen leben dort nur Tiere der Region, die zum größten Teil vorher von Privatleuten gehalten wurden und an Menschen gewöhnt sind. Für eine Auswilderung sind diese Tiere nicht mehr geeignet. Man hofft jedoch auf Nachzuchten, die dann wieder die Urwälder im Süden des Bundesstaates und die Mangroven an der Küste bevölkern sollen.
Siehe auch: Campeche (Öko-Tourismus)
Die Regionen Campeches
Die Region Los Chenes
Diese liegt im nördlichen Teil des Staates Campeche und grenzt an die Staaten Yucatan und Quintana Roo.Zentraler Ort der Region Chenes (der Name Chenes bedeutet in der Sprache der Maya soviel wie Brunnen) ist Hopelchen . Sehenswert sind
- das Innere der Kirche, das noch im Originalzustand erhalten ist,
- der von kleinen Brücken überspannte Wassergraben
- und die in der Nähe gelegenen Ruinen von Santa Rosa Xtampac
- und die Höhlen von Xtacumbilchunáan
Alle größeren Orte dieser Region sind mit dem Bus von Campeche aus gut zu erreichen. Um zu den Mayastätten oder den verschiedenen Höhlen zu kommen, muss man entweder den Busfahrer bitten, einen in der Nähe des Ortes heraus zu lassen, was zum großen Teil noch lange Fußwege bedeutet, oder man nimmt ein für unsere Verhältnisse preisgünstiges Taxi. Schließt man sich mit mehreren Leuten zusammen, dann liegt der Preis für den Einzelnen nur unwesentlich über dem für den Bus.
Der Süden
Dieser Teil des Staates Campeche ist gekennzeichnet durch zahlreiche Flüsse und Seen. Typisch sind die neben den Straßen herlaufenden Wassergräben. Haupteinkommensquelle hier ist die Landwirtschaft, im besonderen die Viehzucht. Hier ist es gelungen, das europäische Rind mit dem indischen Zebu zu kreuzen und eine Rasse zu schaffen, die die Milchleistung des europäischen Rinds mit der Tropenfestigkeit des indischen vereint. Häufig sieht man, wie Viehhirten ganze Herden buntscheckiger oder isabelfarbener Kühe mit dem typischen Buckel des indischen Zebus an den Landstraßen entlang treiben. Hier in der Nähe zur Grenze mit Guatemala gibt es noch tropischen Regenwald.
Die Flüsse des Südens dienen teilweise als Wasserstrassen. So ist es beispielsweise möglich, auf dem Wasserweg von Ciudad del Carmen durch die Laguna de Terminos den Rio Palizada hinauf in den Ort Palizada zu gelangen. In erster Linie jedoch dienen sie aber wegen ihres Fischreichtums der Fischerei.
An den Flüssen finden sich zahlreiche Vogelkolonien, an den Flussufern trifft man gelegentlich auf Krokodile.
Zentrale Orte im Süden sind Candelaria und Palizada. Beides sind verschlafene mexikanische Kleinstädte, die aber durchaus ihren Reiz haben So gibt es in Palizada eine hübsche Plaza mit einer Kirche und viele hübsche Häuser. In Candelaria ist das Ufer der gleichnamigen Flusses sehr reizvoll.
Da diese Gegend touristisch noch kaum erschlossen ist, findet man nur wenige Hotels. Die vorhandenen sind einfach und sauber. Für einen Aufenthalt in Candelaria ist das etwas außerhalb des Ortes gelegene Autel "Los Jardines" zu empfehlen.
Die Mayastätten in Campeche
- Balamkú,
- Becan,
- Calakmul,
- Chicanná,
- Dzibalnocac,
- Edzna,
- El Tigre,
- Grutas de Xtacumbilchunaan,
- Hochob,
- Hormiguero,
- Jaina,
- Rio Bec,
- Santa Rosa Xtampac.
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