Auítzotl

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Auítzotl (manchmal auch "Ahuitzotl" genannt) war in der Zeit von 1486 bis 1502 einer der mächtigsten Herrscher ( in Náhuatl :“ Tlatoani “ = großer Sprecher) des Aztekenreichs.

Auítzotl , was aus dem Náhuatl übersetzt „Wasserhund oder Wasserungeheuer “ bedeutet, war der dritte Sohn von Moctezuma I. ( auch: Motecuhzoma Ilhuicamina), Bruder von Axayácatl und Tízoc

Während der Herrschaft von Auítzotl wurde das Aztekenreich durch zahlreiche Eroberungszüge bis in die Grenzgebiete der Maya ausgedehnt. Auítzotl eroberte das Oaxaca –Tal, Guerrero, Veracruz, einen Teil Chiapas bis zur Pazifikküste von Guatemala und forderte hohe Tributzahlungen von den unterlegenen Völkern. Die Handelsstraßen ließ er durch Militärposten überwachen und sichern.

Von Auítzotl wird zum einen berichtet, dass er ein großer Liebhaber der schönen Künste und der Musik war und zum anderen galt er als ein gefürchteter und grausamer Feldherr. Die Männer seines Heeres fürchteten und respektierten ihn zugleich. Nach der Eroberung eines neuen Gebietes zog er es vor, lieber bei seinen Männern des Heeres zu campieren als in einem eroberten Palast. Auítzotl war ein Feldherr, der mittels Blitzangriffe seine Feinde überraschte.

Auítzotls Herrscherwappen war ein Federschild mit dem Bild eines Tieres, das wie der Herrscher Ahuitzotl hieß . Laut einer aztekischen Sage ist das Ahuitzotl ein gefürchtetes, im Wasser lebendes Tier. Dieses Tier lauert seinen Opfern in seichten Gewässern auf und mittels einer sich am Schwanz befindlichen Hand zieht es dann die Opfer ins Wasser. Dort hält sie diese fest bis sie ertrinken. Im Anschluss werden die Augen und die Leber des Toten verspeist.

Auítzotl ließ während seiner Regierungszeit ein weiteres, überdimensionales Aquädukt zur Wasserversorgung in der Aztekenhauptstadt Tenochtitlán , sowie zahlreiche Gebäude und Tempeln errichten. Nach einer Überlieferung soll Auítzotl für die Einweihung der 30 Meter hohen Hauptpyramide in Tenochtitlán dem Kriegsgott Huitzilopochtli in vier Tagen zwischen 20.000 bis 80.000 Menschen geopfert haben. Laut dem Stand der heutigen Forschung kann die hohe Zahl der Opfer kaum stimmen. Siehe hierzu: Menschenopfer bei den Azteken.

Nachdem das durch Auítzotl errichtete Aquädukt den Wassermassen nicht standhalten konnte und brach, kam es im Jahre 1502 zu einer tagelang anhaltenden großen Überschwemmung in Tenochtitlán. Während des Hochwassers verletzte sich Auítzotl schwer am Kopf. Einige Quellen sprechen davon, dass er mit dem Kopf auf einen Stein aufschlug. Andere Quellen berichten jedoch, das Auítzotl von einem schweren Holzbalken am Kopf getroffen wurde. Ebenfalls gibt es mehrere Versionen über den nachfolgenden Tod des Herrschers. Eine Version spricht davon, dass Auítzotl infolge des Unfalls den Verstand verlor und nur noch formal bis zu seinem Tod der Herrscher über das Aztekenreich war. Eine andere Version berichtet, dass Auítzotl durch seine Ärzte am Kopf operiert wurde und er danach verstarb. Nach dem Tod von Auítzotl im Jahre 1502 wurde sein Neffe Moctezuma II. der neue Herrscher über das Aztekenreich.

Medienberichten zufolge (August 2007) vermuten mexikanische Archäologen, dass sie das Grab des aztekischen Herrschers Auítzotl vor dem Templo Major in Mexiko-Stadt gefunden haben. Die Archäologen stießen auf eine Grabplatte mit dem Abbild der Erd-Göttin Tlaltecuhtli, der größte Monolith der Azteken, der je gefunden wurde. Die Ausgrabungen dauern an (Januar 2008), noch ist nicht sicher, ob es sich um ein Königsgrab handelt. Bis dato ist noch nie ein Königsgrab der Azteken gefunden worden.

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